LANDTAG STEIERMARK
XV. GESETZGEBUNGSPERIODE


EZ/OZ: 495/1

Selbstständiger Antrag von Abgeordneten (§ 21 GeoLT)

eingebracht am 04.05.2006, 16:23:07


Landtagsabgeordnete(r): Ernest Kaltenegger (KPÖ), Renate Pacher (KPÖ), Claudia Klimt-Weithaler (KPÖ)
Fraktion(en): KPÖ
Zuständiger Ausschuss: -
Regierungsmitglied(er): Bettina Vollath, Helmut Hirt

Betreff:
Legasthenie-Förderstellen

Legasthenie - allgemein bekannt als Leserechtschreibschwäche - stellt ein Problem dar, das so früh wie möglich erkannt werden soll, damit die betroffenen SchülerInnen bestmöglich betreut werden können. Sofern dies erfolgt, ist eine vollständige Heilung dieser Beeinträchtigung möglich.

Die Diagnose, die nach Beobachtung durch LehrerInnen bzw. Eltern von PsychologInnen zu erfolgen hat, kann im Unterricht berücksichtigt werden. Jedoch ergibt sich daraus noch keine wirkliche Lösung des Problems.

Diese kann nur in der Einzelberatung durch spezielle Fachkräfte erfolgen. Somit wird dieses Problem der Förderung nicht nur ein pädagogisch-psychologisches, sondern auch ein soziales - stellen doch diese notwendigen Fördermaßnahmen für Eltern mit geringerem Einkommen eine zusätzliche Belastung, vielleicht sogar eine unüberwindbare Hürde dar.

Es wird daher der

Antrag

gestellt:

Der Landtag wolle beschließen:

Die Steiermärkische Regierung wird aufgefordert, zentrale Förderstellen in der Steiermark zur Diagnostik und unentgeltlichen Betreuung der Leserechtschreibschwäche (Legasthenie) einzurichten.  


Unterschrift(en):
Ernest Kaltenegger (KPÖ), Renate Pacher (KPÖ), Claudia Klimt-Weithaler (KPÖ)