LANDTAG STEIERMARK
XV. GESETZGEBUNGSPERIODE


EZ/OZ: 1119/1

Selbstständiger Antrag von Abgeordneten (§ 21 GeoLT)

eingebracht am 01.03.2007, 12:05:39


Landtagsabgeordnete(r): Elisabeth Leitner (ÖVP), Eduard Hamedl (ÖVP), Walburga Beutl
Fraktion(en): ÖVP
Zuständiger Ausschuss: -
Regierungsmitglied(er): Bettina Vollath

Betreff:
Aktionsplan zum Schutz der Jugendlichen vor Gewalt in den Medien

Jugendliche Gewaltexzesse häufen sich bedenklich, kaum eine Woche vergeht, in der nicht über körperliche Attacken und Gewaltanwendungen unter Gleichaltrigen im Schul- und Freizeitbereich berichtet wird. Verherrlichende und übertriebene Gewaltdarstellungen in den Medien üben zunehmend negativen Einfluss auf Kinder und Jugendliche aus.
Gewalt in Fernsehen, Computer- und Videospielen sowie im Internet führt verstärkt zu Verhaltensauffälligkeiten und einem erhöhten Aggressionspotential. Die sogenannten "Gewaltspiele", sind Computer­spiele, in denen das realitätsnahe Töten von Menschen in der fiktiven Spielwelt wesentlicher Bestandteil der Spielhandlung ist und der Erfolg des Spielers im Wesentlichen davon abhängt.

Es gilt zwischen Spielen, die man in Geschäften kaufen kann und Spielen, die online angeboten werden zu unterscheiden.
Bei "Online-Spielen" könnte beispielsweise durch geeignete technische Filter verhindert werden, dass Jugendliche Zugang zu diesen Spielen erhalten. Die Provider müssen von sich aus handeln um zu zeigen, dass sie sich ihrer Verantwortung bewusst sind. Auch müssen schon die Hersteller prüfen, ob sie nicht bei der Produktion solcher Spiele gegen bestimmte ethische Grundsätze verstoßen.

In Deutschland sind bereits entspre­chende Initiativen mit dem Ziel, ein Herstellungs- und Verbreitungsverbot solcher Computerspiele zu erreichen, geplant. Auch die EU arbeitet an einem Maßnahmenpaket, das Kinder und Jugendliche davon abhalten soll, solche "Games" zu kaufen. Der ORF startete im Oktober/November des Vorjahres eine Initiative "Sehen Sie, was Ihr Kind sieht" in Kooperation mit dem Bildungs- und Sozialministerium, Eltern- und Lehrerverbänden sowie Beratungsstellen zum Thema Jugendschutz in den Medien, die Eltern und Erziehenden bewusst machen soll, welchen medialen Gefahren Kinder und Jugendliche ausgesetzt sein können. 

Es wäre daher sinnvoll, einen Aktionsplan zum Schutz der Jugendlichen vor Gewalt in den Medien zu erstellen, um diesen Problemen entgegenzuwirken.


Es wird daher der

Antrag

gestellt:

Der Landtag wolle beschließen:

Die Landesregierung wird aufgefordert, einen Aktionsplan zum Schutz der Jugendlichen vor Gewalt in den Medien zu erstellen und dem Landtag darüber zu berichten.


Unterschrift(en):
Elisabeth Leitner (ÖVP), Eduard Hamedl (ÖVP), Walburga Beutl