LANDTAG STEIERMARK
XV. GESETZGEBUNGSPERIODE


EZ/OZ: 1985/1

Regierungsvorlage

eingebracht am 14.03.2008, 00:00:00


Geschäftszahl(en): A14-14-1/2008-350, FA6A4.9-7/2008-1
Zuständiger Ausschuss: -
Regierungsmitglied(er): Bettina Vollath, Christian Buchmann

Betreff:
Förderungsmaßnahmen für den "Ausbildungsverbund Metall im Bezirk Voitsberg" (Landtagsbeschlüsse Nr. 694 und 695 je vom 03.07.2007)

Mit Landtagsbeschlüssen vom 03. Juli 2007 wurde die Steiermärkische Landesregierung aufgefordert, unter

a) Nr. 694 (Einlagezahl 1355/4) den Ausbildungsverbund Metall im Bezirk Voitsberg auch für das Jahr 2007 finanziell zu unterstützen und unter
b) Nr. 695 (Einlagezahl 1355/5) das vorliegende Konzept "Ausbildungsverbund Metall im Bezirk Voitsberg" als Pilotprojekt im Rahmen der Fördermaßnahme "Triality" oder anderer geeigneter Programme für die gesamte Lehrzeit finanziell zu unterstützen und die Umsetzung damit zu gewährleisten.

Hiezu ergeht seitens der Abteilung 14 - Wirtschaft und Innovation folgender Bericht:

ad a) Beschluss Nr. 694:
Am 28. Juni 2007 richtete das EU-Regionalbüro "Wirtschaftsoffensive Voitsberg", Conrad von Hötzendorfstraße 14, 8570 Voitsberg, an das Wirtschaftsressort ein Förderungsansuchen für den "Ausbildungsverbund (ABV) Metall" im Zusammenhang mit Anlagekosten für die fachlich praktische Ausbildung in der Lehrwerkstätte der Fa. Binder in Höhe von € 9.384,--.
Da es sich beim "Ausbildungsverbund Metall" um die Kooperation von 8 Metallleitbetrieben und dem Ländlichen Fortbildungsinstitut Steiermark (LFI) handelt, die in weitsichtiger und innovativer Weise den erforderlichen Fachkräftenachwuchs in der Region zu sichern versucht, wurde mit RSB vom 24.09.2007, GZ.: A14-13-177/2007-37, von der A 14 - Wirtschaft und Innovation ein Förderungsbeitrag in Höhe von € 8.000,-- für den Projektzeitraum 01.08.2007 - 31.12.2010 gewährt. 

ad b) Beschluss Nr. 695:
Die damit befasste operative Förderungsgesellschaft des Landes Steiermark, die Steirische WirtschaftsförderungsgmbH (SFG), teilte dazu in ihrer Stellungnahme vom 31.08.2007 mit, dass das Förderungsprogramm "Triality" generell dazu geschaffen wurde, um die überbetriebliche Lehrausbildung von Lehrlingen aus innovativen, industriell-gewerblichen Produktionsbetrieben sowie innovativen, unternehmensbezogenen Dienstleistungsunternehmen in den steirischen Stärkefeldern Energie- und Umwelttechnik, Holz/Papier/Holzbau, TIME, Werkstoffe und Automotive/Mobilität - eingeschränkt auf bestimmte, klar definierte Berufsfelder (wie z. B. Elektroanlagentechnik, Konstrukteur mit Schwerpunkt Maschinenbautechnik, Metall- und Stahlbautechnik etc.) - zu fördern. Hiefür wurde eine eigene Lehrberufsliste erstellt. Im Rahmen von "Triality" werden Beratungsleistungen in Form eines speziellen Coachings für Betriebe zum Thema Fachkräftenachwuchs und eine auf diesen Beratungsleistungen aufsetzende, über die duale Ausbildung hinausgehende überbetriebliche Qualifizierung von Lehrlingen im Ausmaß von mindestens 20 bis maximal 28 Ausbildungswochen angeboten. Die überbetriebliche Ausbildung ist modular aufgebaut und besteht überwiegend aus Teilbereichen, die geeignet sind, die Fähigkeiten und Fertigkeiten zu vermitteln, die über die betriebliche und berufsschulische Ausbildung hinausgehen bzw. werden die im Berufsbild vorgesehenen Fähigkeiten und Fertigkeiten vertieft.  Weiters werden neben der fachlichen Ausbildung auch Querschnitts- und Schlüsselqualifikationen vermittelt. Diese Leistungen sind von qualifizierten Beratungs- bzw. Weiterbildungsinstitutionen zu erbringen. Die Modulplanung pro Lehrling über die gesamte Lehrzeit ist bei der Antragstellung einzureichen. Grundsätzlich sind alle Qualifizierungsmaßnahmen, die diesen Voraussetzungen entsprechen, im Rahmen des Aktionsprogramms "Triality" förderbar.
Die Steirische WirtschaftsförderungsgmbH wurde bereits im Jahr 2006 mit dem Pilotprojekt "Ausbildungsverbund Metall" konfrontiert\; allerdings konnte kein Ansatz für eine Förderung aus "Triality" oder einer anderen Förderungsmaßnahme im Bereich der Qualifizierung gefunden werden, da das vorgestellte Konzept durch den Zusammenschluss bzw. Verbund von Metallleitbetrieben zwar als innovativ eingestuft wurde, die Ausbildung der Lehrlinge jedoch nicht über das übliche Maß im Sinne von "Triality" hinausgeht.

Von Seiten der FA6A-Referat Frau-Familie-Gesellschaft wird zum Landtagsbeschluss Nr. 695 betreffend "Ausbildungsverbund Metall im Bezirk Voitsberg" folgende Stellungnahme abgegeben:

Obwohl seitens des Referates Frau-Familie-Gesellschaft keine unmittelbare Zuständigkeit für die Förderung eines Ausbildungsverbundes gegeben ist, wurde das vorliegende Projekt im Jahr 2007 mit einem einmaligen Beitrag in Höhe von € 5.000 unterstützt. Die angesprochene einmalige Förderung des Projektes erfolgte vor dem Hintergrund, dass Initiativen, die junge Frauen ermutigen, technische Berufe zu ergreifen, an sich als positiv bewertet werden. In diesem Sinne trägt das Projekt zur Verbesserung der Chancengleichheit von Mädchen und Burschen am Arbeitsmarkt bei. Das Projekt hat aus Sicht des Referates Frau-Familie-Gesellschaft jedoch primär den Charakter einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme.
Im Zuständigkeitsbereich des Referates bestehen keine geeigneten Förderprogramme, in die das Projekt "Ausbildungsverbund Metall" zur längerfristigen Absicherung der Finanzierung aufgenommen werden könnte.


Beschluss der Steiermärkischen Landesregierung vom 10. März 2008.


Es wird daher der

Antrag

gestellt:

Der Landtag wolle beschließen:

Der vorstehende Bericht betreffend die Förderungsmaßnahmen für den Ausbildungsverbund Metall im Bezirk Voitsberg wird zur Kenntnis genommen.