LANDTAG STEIERMARK
XV. GESETZGEBUNGSPERIODE


EZ/OZ: 1605/1

Regierungsvorlage

eingebracht am 02.10.2007, 00:00:00


Geschäftszahl(en): FA4A-24Gu193-23/2007
Zuständiger Ausschuss: -
Regierungsmitglied(er): Christian Buchmann

Betreff:
Verkauf der landeseigenen Liegenschaft EZ 39, GB 67002 Bad Aussee (ehemalige Politische Positur Bad Aussee), Chlumeckyplatz 44, im Gesamtflächenausmaß von rund 807 m2 an die Firma WEGRAZ Gesellschaft für Stadterneuerung und Assanierung m.b.H., Hartenaugasse 6, 8010 Graz um einen Kaufpreis von € 473.000,--.

Mit Schreiben der zuständigen Abteilung 2 - Präsidialangelegenheiten und Zentrale Dienste  vom 11.05.2006 wurde die gegenständliche Liegenschaft, EZ 39, GB 67002 Bad Aussee mit dem darauf errichteten Gebäude mit der Liegenschaftsadresse Chlumeckyplatz 44, Gesamtflächenausmaß von rund 807 m² als nicht betriebsnotwendig erkannt und die Landesfinanzabteilung ersucht, die notwendigen Verkaufsschritte in die Wege zu leiten.

Gleichzeitig wurde ein Gutachten der Sachverständigensozietät, das im Zuge der Gesamtbewertung der Amtsgebäude Steiermark eingeholt wurde und das einen Verkehrswert der gegenständlichen Liegenschaft von rund € 789.000,-- auswies, vorgelegt.

In weiterer Folge wurde diese Liegenschaft österreichweit öffentlich zum Verkauf ausgeschrieben, wobei ein Mindestanbot von € 790.000,-- angegeben wurde. Ebenfalls wurde diese Ausschreibung im Internet veröffentlicht.

Es langte innerhalb der Ausschreibungsfrist kein einziges Angebot ein.

Während der Ausschreibungsfrist hatten bereits mehrere Interessenten die Landesfinanzabteilung kontaktiert und mitgeteilt, dass der ausgeschriebene Mindestanbotspreis wesentlich überhöht ist, da die Nutzungsmöglichkeit der gegenständlichen Liegenschaft bzw. des Gebäudes aufgrund der verkehrsmäßigen Situierung und der geringen Grundstücksfläche als eingeschränkt zu betrachten ist und daher der Mindestanbotspreis nicht den tatsächlichen Marktverhältnissen entspricht.

Außerhalb der Angebotsfrist langte noch ein Anbotsschreiben eines Interessenten über einen örtlichen Immobilienmakler, der Firma S-Immobilien, Oliver Scharf, mit einem Kaufangebot zu einem Kaufpreis von € 400.000,-- ein.

Ebenfalls wurde von Seiten der Landesfinanzabteilung die international tätige Wiener Immobilienfirma "Spiegelfeld Immobilien GmbH" zur Käufersuche ermächtigt, jedoch konnten trotz intensiver Bemühungen dieser Firma, die auf ausschließlicher Erfolgsbasis tätig war, keine Kaufinteressenten gewonnen werden.

In weiterer Folge wurde von Seiten der Landesfinanzabteilung eine neuerliche Begutachtung dieser Liegenschaft veranlasst und wurde vom beauftragten Sachverständigen nach internationalen Bewertungsstandards, die sich ausschließlich an Ertragsmöglichkeiten der gegenständlichen Liegenschaft orientieren, ein Verkehrswert in Höhe von € 404.000,-- ermittelt. Nach Vorliegen dieses Gutachtens wurde die gegenständliche Liegenschaft von Seiten der Landesfinanzabteilung neuerlich österreichweit ohne Angabe eines Mindestanbotspreises zum Verkauf ausgeschrieben. Ebenfalls erfolgte die Ausschreibung wiederum auch im Internet.

Innerhalb der Anbotsfrist langten neben zwei Anboten über € 100.000,-- und € 120.000,--, drei Anbote in einer Preisspanne von € 430.000,-- bis 460.000,-- ein. Diese drei Anbotsleger wurden zu einem Kaufpreisnachbesserungsverfahren eingeladen und war die Firma WEGRAZ Gesellschaft für Stadterneuerung, Assanierung m.b.H. mit dem Angebotspreis von € 473.000,-- Bestbieter.

Aus Sicht der Landesfinanzabteilung wird der gegenständliche Verkaufsfall befürwortet. Offensichtlich lagen der Erstbegutachtung, wie das erste Ausschreibungsverfahren gezeigt hat, zu optimistische Annahmen über allfällige Ertragsmöglichkeiten dieser Liegenschaft zugrunde und ist festzustellen, dass die dort ermittelten Werte offensichtlich nicht dem Marktgeschehen entsprechen.

Der vom Zeitgutachter ermittelte Verkehrswert erscheint durch das Ergebnis der durchgeführten zweiten Ausschreibung, die offensichtlich den Marktpreis für derartige Liegenschaften wiederspiegelt, bestätigt.

Ebenfalls ist darauf Rücksicht zu nehmen, dass das gegenständliche Gebäude bereits seit Monaten leer steht und laufende Betriebskosten verursacht.



Beschluss der Steiermärkischen Landesregierung vom 1. Oktober 2007.


Es wird daher der

Antrag

gestellt:

Der Landtag wolle beschließen:

Der Verkauf der landeseigenen Liegenschaft EZ 39, GB 67002 Bad Aussee (ehemalige Politische Positur Bad Aussee), Chlumeckyplatz 44, im Gesamtflächenausmaß von rund 807 m² an die Firma WEGRAZ Gesellschaft für Stadterneuerung und Assanierung m.b.H., Hartenaugasse 6, 8010 Graz um einen Kaufpreis von  € 473.000,-- wird genehmigt.