LANDTAG STEIERMARK
XV. GESETZGEBUNGSPERIODE


EZ/OZ: 2559/1

Selbstständiger Antrag von Abgeordneten (§ 21 GeoLT)

eingebracht am 20.11.2008, 13:25:23


Landtagsabgeordnete(r): Bernhard Ederer (ÖVP), Markus Zelisko (SPÖ), Claudia Klimt-Weithaler (KPÖ), Johannes Schwarz (SPÖ), Ernst Gödl (ÖVP), Anton Lang (SPÖ), Eduard Hamedl (ÖVP), Edith Zitz (Grüne)
Fraktion(en): SPÖ, KPÖ, ÖVP, Grüne
Zuständiger Ausschuss: -
Regierungsmitglied(er): Bettina Vollath

Betreff:
Pflichtfach „Politische Bildung“ beginnend mit der 8. Schulstufe

Mehrfach wurde von den Jugendlichen im Rahmen des Jugendlandtages am 28. September dJ das große Interesse an politischer Bildung zum Ausdruck gebracht. Es wurde die Forderung aufgestellt, dass der Landtag die Bundesregierung auffordert, ein Pflichtfach "Politische Bildung" beginnend mit der 8. Schulstufe einzuführen.

Mit einer Novelle des Schulorganisationsgesetzes im Juli 2008 wurde neben dem bisherigen Fach "Geschichte und Sozialkunde" auch der Unterrichtsgegenstand "Geschichte und Politische Bildung" eingeführt. In der Praxis bedeutet das die Umbenennung des Faches in "Geschichte und Sozialkunde/Politische Bildung" sowie die Änderung des Lehrplans.

Die Jugendlichen kritisierten allerdings, dass der Schwerpunkt des Gegenstandes nach wie vor stark im geschichtlichen Bereich liegt.

Nachdem Demokratieverständnis bzw. politisches Wissen für junge Menschen enorm wichtig ist, sollte es eine Trennung des Faches Geschichte und Sozialkunde/Politische Bildung geben und beginnend mit der 8. Schulstufe in den Lehrplan als eigenständiges Fach verankert werden.

Es wird daher der

Antrag

gestellt:

Der Landtag wolle beschließen:

Die Landesregierung wird aufgefordert, an die Bundesregierung heranzutreten, dass

  1. das Fach Geschichte und Sozialkunde/Politische Bildung voneinander getrennt und
  2. das Fach "Politische Bildung" als eigenständiges Pflichtfach beginnend mit der 8. Schulstufe in den Lehrplan verankert wird.


Unterschrift(en):
Bernhard Ederer (ÖVP), Markus Zelisko (SPÖ), Claudia Klimt-Weithaler (KPÖ), Johannes Schwarz (SPÖ), Ernst Gödl (ÖVP), Anton Lang (SPÖ), Eduard Hamedl (ÖVP), Edith Zitz (Grüne)