LANDTAG STEIERMARK
XV. GESETZGEBUNGSPERIODE


EZ/OZ: 3036/1

Regierungsvorlage

eingebracht am 24.06.2009, 00:00:00


Geschäftszahl(en): FA8B-12-0-168/2009-4
Zuständiger Ausschuss: -
Regierungsmitglied(er): Helmut Hirt
Beilagen: Tabakbericht 2008

Betreff:
Tabakpräventionsstrategie Steiermark Jahresbericht 2008

In der Steiermark werden Tag für Tag geschätzte drei Millionen Zigaretten geraucht. Das sind 1,1 Milliarden Stück pro Jahr. Jede einzelne Zigarette birgt für die steirischen RaucherInnen und NichtraucherInnen ein ernst zu nehmendes gesundheitliches Risiko.

Da die gesundheitsschädlichen Auswirkungen des Tabakkonsums für die/den RaucherIn lange Zeit kaum merk- und spürbar sind, werden die Gefahren des Rauchens vielfach unterschätzt und verharmlost. Tabakkonsum steht jedoch erwiesenermaßen in direktem Zusammenhang mit einer Vielzahl von Krebserkrankungen, es schädigt die Atemwege, verursacht Herz- und Gefäßerkrankungen und bringt weitere Risiken wie z.B. Komplikationen im Verlauf der Schwangerschaft mit sich. Rauchende büßen nicht nur aufgrund der akuten Auswirkungen wie Pulsbeschleunigung, Blutdrucksteigerung oder  Kurzatmigkeit an Lebensqualität ein, sondern verlieren durchschnittlich 10 Lebensjahre. Für die Hälfte der RaucherInnen endet die Sucht tödlich, ein Viertel stirbt sogar bereits im mittleren Alter und verliert damit bis zu 20 wertvolle Lebensjahre.

Die Belästigung durch Passivrauch stellt für unfreiwillig Mitrauchende nicht nur ein Ärgernis dar, sondern birgt für NichtraucherInnen ähnliche Gefahren wie das Rauchen selbst. Denn im Passivrauch sind mehr Krebs erregende und giftige Substanzen enthalten, als in jenem Rauch den die/der RaucherIn mit jedem Zug an einer Zigarette einatmet.

Tabakkonsum als Gefahr für die Gesundheit ist jedoch ein vermeidbares Risiko. Denn ein Rauchstopp führt bei RaucherInnen schnell zu gesundheitlichen Verbesserungen bei bestehenden Erkrankungen beziehungsweise trägt dazu bei, dass diese erst gar nicht auftreten. Für NichtraucherInnen, vor allem Kinder und PartnerInnen von RaucherInnen, vermindert sich damit ebenfalls das Risiko aufgrund der Passivrauchbelastung selbst eine tabakassoziierte Erkrankung  zu erleiden.

Um der Tabakepidemie entgegen zu treten, hat sich die Steiermark im Frühsommer des Jahres 2006 als erstes Bundesland Österreichs zur Umsetzung einer umfassenden Tabakpräventionsstrategie,  deren Erarbeitung 2005 in Auftrag gegeben wurde, entschlossen.

Seit Februar 2007 ist die Koordinationsstelle der Tabakpräventionsstrategie Steiermark bei VIVID, der steirischen Fachstelle für Suchtprävention, angesiedelt. VIVID setzt gemeinsam mit der STGKK, der wichtigsten Partnerin und Mitauftraggeberin der Tabakpräventionsstrategie Steiermark, jene Maßnahmen um, die einen wesentlichen Part der Gesundheitsziele Steiermark darstellen und so zur Erreichung der Zielsetzung  »Gesundheitsfolgen aufgrund von Tabakkonsum verringern« beitragen.

Wie der erstmals 2007 vorgestellte Jahresbericht, legt auch der vorliegende Bericht 2008 die vielfältige Maßnahmen und Ergebnisse des Projektjahres dar und macht transparent, wie für die Steiermark ein wesentlicher Beitrag dazu geleistet wird, dass weniger Menschen zu rauchen beginnen, mehr Menschen zu rauchen aufhören, die Menschen besser vor Passivrauch geschützt sind und sich der Informationsstand der Bevölkerung zu den Folgen des Rauchens und Passivrauchens verbessert.


Beschluss der Steiermärkischen Landesregierung vom 22. Juni 2009.


Es wird daher der

Antrag

gestellt:

Der Landtag wolle beschließen:

Der Tabakpräventationsstrategie Steiermark Jahresbericht 2008 wird zur Kenntnis genommen.