LANDTAG STEIERMARK
XVI. GESETZGEBUNGSPERIODE


EZ/OZ: 1089/1

Schriftliche Anfrage an ein Mitglied der Landesregierung (§ 66 GeoLT)

eingebracht am 28.02.2012, 13:40:35


Landtagsabgeordnete(r): Sabine Jungwirth (Grüne), Ingrid Lechner-Sonnek (Grüne)
Fraktion(en): Grüne
Regierungsmitglied(er): Elisabeth Grossmann
Frist: -

Betreff:
Expositurklasse in Trössengraben

600 BürgerInnen und Bürger haben sich mit ihrer Unterschrift für den schulischen Weiterbetrieb in Trössengraben ausgesprochen. Es geht der Bevölkerung darum, das Leben im Ortsteil Trössengraben aufrechtzuerhalten und weiterzuentwickeln. Deshalb fordert die Bevölkerung eine unbefristete Expositurklasse ein. Wird eine Expositurklasse nur befristet bewilligt, steht zu befürchten, dass verunsicherte Eltern ihre Kinder nicht in Trössengraben anmelden, weil sie den Schulbetrieb nicht als gesichert erachten.

Es ist vor allem auf die besonders verkehrsungünstige Lage von Trössengraben hinzuweisen, was für eine unbefristete Expositurklasse spricht. Der Zeitaufwand für den Schulweg der in Trössengraben und Umgebung wohnenden Kinder beträgt zwischen 1 und 1 ¾ Stunden. Da eine Umstrukturierung des Fahrplanes laut Busunternehmung nicht möglich ist, kann der Besuch der Schülerinnen und Schüler in der Volksschule St. Stefan nicht gewährleistet werden. Der maximale Zeitaufwand in eine Richtung soll jedoch 30 Minuten an Wegzeit nicht übersteigen, wie Sie in der Sitzung des Landtages am 14.2.2012 abermals bestätigt haben. Der Marktgemeinde St. Stefan ist es aufgrund der Budgetlage nicht möglich, ein zusätzliches Busunternehmen mit dem Transport der SchülerInnen zu
beauftragen, um einen zumutbaren Zeitaufwand für die Kinder zu garantieren. Durch verlängerte Transportwege würden jedenfalls zusätzliche Kosten entstehen.

Für eine Expositurklasse in Trössengraben werden weniger LehrerInnenstunden benötigt als bisher für die Volksschule Trössengraben. Der Marktgemeinde St. Stefan i.R. fallen als Schulerhalter keine zusätzlichen Kosten für die Expositurklasse an. Das Gebäude ist vorhanden, und Einrichtungsgegenstände und Lehrmittel können vom Bestand der vormaligen Volksschule übernommen werden.

Es ist auch geplant, einen Verein zur Erhaltung des Standortes Trössengraben zu gründen, um die Gemeinde bei der Erhaltung des Gebäudes finanziell zu unterstützen. Und es wird an einem regionsspezifischen speziellen Bildungsangebot gearbeitet, um Eltern in der Region ein einmaliges und attraktives zusätzliches Bildungsangebot anbieten zu können.

1. Wie lauten Ihre Berechnungen in Bezug auf den Standort Trössengraben im Detail, was den Busplan, die SchülerInnenzahlen, LehrerInnenstunden und den Schulsprengel betrifft?
2. Wie berücksichtigen Sie bei Ihrer Entscheidung die Bemühungen der Bevölkerung, eine attraktive Expositurklasse für die Zukunft sicherzustellen?
3. Werden Sie vor dem Hintergrund der Entwicklungen eine unbefristete Expositurklasse in Trössengraben zulassen?


Unterschrift(en):
Sabine Jungwirth (Grüne), Ingrid Lechner-Sonnek (Grüne)