LANDTAG STEIERMARK
XVI. GESETZGEBUNGSPERIODE


EZ/OZ: 1185/1

Selbstständiger Antrag von Abgeordneten (§ 21 GeoLT)

eingebracht am 06.04.2012, 09:05:56


Landtagsabgeordnete(r): Anton Kogler (FPÖ), Hannes Amesbauer (FPÖ)
Fraktion(en): FPÖ
Zuständiger Ausschuss: Wirtschaft
Regierungsmitglied(er): Christian Buchmann

Betreff:
Sonntagsöffnung des Einkaufszentrums „Arena im Waldfeld“ in Fohnsdorf


Das Einkaufszentrum "Arena im Waldfeld" in Fohnsdorf gehört mit 44.000 Quadratmetern Betriebsfläche und 500 Mitarbeitern zu den zehn größten Einkaufszentren in Österreich. Alle 90 Geschäfte des Einkaufszentrums sollen am Sonntag, dem 2. September 2012, geöffnet werden.
Der Sonntag sollte weiterhin den Menschen und ihren Familien gehören, daher ist die geplante Sonntagsöffnung des Einkaufszentrums abzulehnen. Eine 7-Tage-Woche ist nicht nur familienfeindlich, sondern hat auch zur Folge, dass die Erholungsphasen am Wochenende massiv beschnitten werden. Vor allem für Alleinerzieher sind derartige Dienstzeiten als unsozial zu erachten. Eine Ausweitung der Öffnungszeiten bringt nicht automatisch ein Mehr an Umsatz und Gewinn. Stattdessen gibt es lediglich eine Verlagerung der Käufer von den Wochentagen auf die Wochenenden, der Umsatz bleibt der gleiche. Die Menschen können ohnehin nicht mehr ausgeben als sie haben. Auch wenn viele Bürger bereits jetzt am Sonntag arbeiten müssen, so gibt es dennoch keinen Grund, die Sonntagsarbeit noch mehr auszuweiten.
In diesem Zusammenhang haben sich die Kammer für Arbeiter und Angestellte für Steiermark, in einem Dringlichkeitsantrag der 9. Vollversammlung, neben regionalen Gewerkschaftern und der FPÖ bereits gegen eine Sonntagsarbeit im Einkaufszentrum "Arena im Waldfeld" in Fohnsdorf ausgesprochen.

Es wird daher der

Antrag

gestellt:

Der Landtag wolle beschließen:


Die Steiermärkische Landesregierung und der Landeshauptmann werden aufgefordert, alle zur Verfügung stehenden Mittel anzuwenden, eine Sonntagsöffnung im Einkaufszentrum "Arena im Waldfeld" in Fohnsdorf zu verhindern.


Unterschrift(en):
Anton Kogler (FPÖ), Hannes Amesbauer (FPÖ)