LANDTAG STEIERMARK
XVI. GESETZGEBUNGSPERIODE


EZ/OZ: 1383/1

Selbstständiger Antrag von Abgeordneten (§ 21 GeoLT)

eingebracht am 28.06.2012, 09:38:31


Landtagsabgeordnete(r): Werner Murgg (KPÖ), Claudia Klimt-Weithaler (KPÖ)
Fraktion(en): KPÖ
Zuständiger Ausschuss: -
Regierungsmitglied(er): Christian Buchmann

Betreff:
Faire Behandlung von steirischen Theaterbediensteten

Obwohl die Gewerkschaft der Gemeindebediensteten die Beschlüsse der Landesregierungen von Oberösterreich und Steiermark über Einsparungen bei den Bühnen im Rahmen der Lohnverhandlungen für die Theaterbediensteten berücksichtigte, entschied sich die Landesregierung, das in Linz erzielte Verhandlungsergebnisses nicht zu akzeptieren.

Aller Voraussicht nach werden daher rund 500 MitarbeiterInnen der steirischen Theaterbetriebe, darunter Oper, Schauspielhaus und Next Liberty um eine Gehaltsanpassung von durchschnittlich 2,95 Prozent umfallen. Während die Bediensteten der Theater in ganz Österreich eine Lohnerhöhung erhalten, sollen sie in der Steiermark leer ausgehen oder mit einer minimalen Erhöhung abgespeist werden, die weit unter der Teuerung liegt.

Schon in den vergangenen Jahren wurde Teile der Kosten für die verfehlte Budgetpolitik des Landes auf die öffentlich Bediensteten sowie auf Bedienstete, deren Löhne und Gehälter aus Landesmitteln finanziert werden, abgewälzt. Selbst der zum Teil sehr gering entlohnten Gruppe der Gemeindearbeiterinnen und -arbeiter wurde kurz vor Weihnachten eine Nulllohnrunde verordnet. Im selben Zeitraum wurden Millionen für sinnlose Beratungsverträge aus dem Fenster geworfen, wie der Rechnungshof und der Kontrollausschuss in den vergangenen Wochen und Monaten aufzeigten.

Es wird daher der

Antrag

gestellt:

Der Landtag wolle beschließen:

Die Landesregierung wird aufgefordert, den Verhandlungsprozess wiederaufzunehmen um eine mit der Gewerkschaft akkordierte Lohn- und Gehaltsentwicklung für die Bediensteten der steiermärkischen Theaterbetriebe zu erreichen, die der 2,95-prozentigen Erhöhung des öffentlichen Dienstes vergleichbar ist und im Einklang mit den in anderen Bundesländern erzielten Lohnabschlüssen steht.


Unterschrift(en):
Werner Murgg (KPÖ), Claudia Klimt-Weithaler (KPÖ)