LANDTAG STEIERMARK
XVI. GESETZGEBUNGSPERIODE


EZ/OZ 2001/2

Schriftlicher Bericht

Ausschuss: Daseinsvorsorge

Betreff:
Ausbau der Abfallberatung in steirischen Schulen


zu:


  • 2001/1,
    Ausbau der Abfallberatung in steirischen Schulen (Selbstständiger Antrag)


Der Ausschuss "Daseinsvorsorge" hat in

seiner Sitzung

vom
25.06.2013
über
den oben angeführten Gegenstand
die Beratungen durchgeführt.

Begründung:
Mit der Unterzeichnung der "Erklärung von Rio über Umwelt und Entwicklung" 1992 hat sich Österreich dazu verpflichtet, den Begriff der nachhaltigen Entwicklung in die politische Agenda aufzunehmen, worunter konkret die Bewahrung der Ressourcen zu verstehen ist.
Das heisst, wir müssen mit unseren Ressourcen sparsamer und effizienter umgehen, weiters müssen wir die Regionalwirtschaft stärken und unseren Lebensstil ändern.

Eine moderne und effiziente Umwelt- und Abfallwirtschaftspolitik verfolgt das Ziel, den kontinuierlichen Weg der nachhaltigen Ressourcenschonung fortzusetzen und ist geprägt durch vorsorgenden Umweltschutz, also die qualitative und quantitative Vermeidung und Verringerung von negativen Auswirkungen auf Mensch, Tier und Umwelt durch Lärm, feste, flüssige und gasförmige sowie radioaktive und strahlenförmige Abfälle.

Dabei darf nicht übersehen werden, dass Abfall der wertvollste Rohstoff der Zukunft ist. In den letzten Jahren hat sich die Steiermark im Bereich des Ressourcenmanagements europaweit zu einem Vorzeigeland entwickelt und es ist gelungen, aus einem großen ökologischen Problem eine ökonomische Chance zu entwickeln.

Anlass zur Sorge geben dennoch die stetig wachsenden Müllberge: In der Steiermark fallen heute jährlich ca. 550.000 Tonnen Abfall im kommunalen Bereich an. Pro Person sind das mehr als 450 kg Abfall, die gesammelt, verwertet und abgelagert werden müssen. Im Vergleich dazu betrug die kommunal gesammelte Abfallmenge im Jahr 1990 insgesamt rund 311.000 Tonnen, dies entspricht 266 kg Müll pro Steirer und Steirerin.

Besorgniserregend sind auch die Daten hinsichtlich weggeworfener Lebensmittel: Österreichweit werden jährlich etwa 96.000 Tonnen unverdorbene Lebensmittel weggeworfen. Der Wert unverdorbener Lebensmittel, die pro Haushalt jährlich im Müll landen, liegt bei rund  € 300.

Ziel der nächsten Jahre muss es daher sein, stärker als bisher gemeinsam aktiv die Umwelt zu schonen und die Abfallvermeidung und Abfalltrennung zu forcieren. Aufklärung, Bewusstseinsbildung und eine daraus resultierende Verhaltensänderung sind unverzichtbar. Insbesondere die Schulung und Bewusstseinsbildung von Kindern und Jugendlichen muss dabei an zentraler Stelle stehen, haben doch gerade junge Menschen ein hohes Umweltbewusstsein und - wie nicht zuletzt eine These beim Jugendlandtag 2012 zeigte - zugleich einen ausgeprägten Wunsch nach Information.



Es wird daher der

Antrag

gestellt:

Der Landtag wolle beschließen:


Die Landesregierung wird aufgefordert, vermehrte Informations-, Bewusstseinsbildungs- und Schulungsmassnahmen hinsichtlich Ressourcenschonung, Abfallvermeidung und Abfalltrennung in Schulen anzubieten bzw. sicherzustellen.