LANDTAG STEIERMARK
XVI. GESETZGEBUNGSPERIODE


EZ/OZ: 2773/1

Selbstständiger Antrag von Abgeordneten (§ 21 GeoLT)

eingebracht am 16.05.2014, 09:45:29


Landtagsabgeordnete(r): Hannes Amesbauer (FPÖ), Georg Mayer (FPÖ), Anton Kogler (FPÖ), Gunter Hadwiger (FPÖ)
Fraktion(en): FPÖ
Zuständiger Ausschuss: Soziales
Regierungsmitglied(er): Michael Schickhofer

Betreff:
Einmalförderung bei Mehrlingsgeburten durch das Land Steiermark


Die Geburtenzahlen in der Steiermark sind seit Jahrzehnten tendenziell rückläufig. Die Zahl an Mehrlingsgeburten hingegen ist im Steigen begriffen. Der höchste Wert an Mehrfachgeburten seit über 20 Jahren wurde in der Steiermark im Jahr 2011 erreicht. Im Jahr 2012 konnten 146 Mehrlingsgeburten registriert werden, davon 144 Zwillings- und zwei Drillingsgeburten. Trotz tendenziell fallender Geburtenzahlen sind in den letzten Jahren eher höhere beziehungsweise gleichbleibende Mehrlingsgeburtenzahlen festzustellen.

Hauptgründe für diese Entwicklung ist die künstliche Befruchtung. Wenn der Kinderwunsch auf herkömmlichem Wege nicht erfüllt werden kann, versuchen es zunehmend mehr Paare mit Hormontherapien oder In-Vitro-Fertilisationen. Heutzutage fällt auf jede 40. Geburt eine Zwillings- oder Drillingsgeburt.

Im Rahmen der Familienbeihilfe wird bei Mehrkindfamilien ein Mehrkindzuschlag für Familien gewährt. Wenn das zu versteuernde Familieneinkommen den Betrag von 55.000 Euro nicht überschreitet, steht ab dem dritten Kind, für das Familienbeihilfe bezogen wird, der Mehrkindzuschlag in der Höhe von 20 Euro zu.
Die Geburt von Mehrlingen bringt für Eltern immer eine zusätzliche finanzielle Belastung mit sich, so sind vor allem im ersten Lebensjahr der Kinder eine Vielzahl an Ausgaben zu tätigen.

Eine Förderung dieser Art gibt es bereits im Burgenland, in der Steiermark ist keine derartige finanzielle Unterstützung existent. Das burgenländische Fördermodell sieht vor, bei der Geburt von Zwillingen 700 Euro, bei Drillingen 1000 Euro und für jedes weitere Mehrlingskind 300 Euro auszubezahlen.

Die Gewährung einer Einmalförderung bei Mehrlingsgeburten durch das Land Steiermark, die nicht an das Einkommen der Eltern gebunden ist, wäre eine zweckmäßige Möglichkeit diese Mehrbelastung für die Familien abzufedern.
Durch ein solches Modell könnten Eltern von Mehrlingen beim Erwerb dringendst nötiger Anschaffungen im ersten Jahr entsprechend unterstützt werden.

Es wird daher der

Antrag

gestellt:

Der Landtag wolle beschließen:


Die Landesregierung wird aufgefordert, ein Modell einer Einmalförderung für Eltern von Mehrlingen, die nicht an das Einkommen der Eltern gebunden ist, auszuarbeiten und dem Landtag Steiermark zur Beschlussfassung vorzulegen.


Unterschrift(en):
Hannes Amesbauer (FPÖ), Georg Mayer (FPÖ), Anton Kogler (FPÖ), Gunter Hadwiger (FPÖ)