LANDTAG STEIERMARK
XVI. GESETZGEBUNGSPERIODE


EZ/OZ 2452/2

Schriftlicher Bericht

Ausschuss: Kontrolle

Betreff:
Maßnahmenbericht an den Kontrollausschuss des Landtages Steiermark gemäß Art. 52 Abs. 4 L-VG zum Bericht des Landesrechnungshofes betreffend Hauser Kaibling Betriebsgesellschaft mbH & Co KG (Einl.Zahl 1777/3, Beschluss Nr. 725)


zu:


  • 2452/1, Maßnahmenbericht an den Kontrollausschuss des Landtages Steiermark gemäß Art. 52 Abs. 4 L-VG zum Bericht des Landesrechnungshofes betreffend Hauser Kaibling Betriebsgesellschaft mbH &\; Co KG (Einl.Zahl 1777/3, Beschluss Nr. 725) (Sonderstück)


Der Ausschuss "Kontrolle" hat in seiner Sitzung vom 14.01.2014 über den oben angeführten Gegenstand die Beratungen durchgeführt.
Mit Landtagsbeschluss Nr.725, Einl.Zahl 1777/3, vom 02.07.2013, wurde der Landesrechnungshofbericht betreffend Hauser Kaibling Betriebsgesellschaft mbH &\; Co KG zur Kenntnis genommen.
Gemäß Art. 52 Abs. 4 Landes-Verfassungsgesetz 2010 hat die Landesregierung spätestens 6 Monate nach Behandlung des Berichtes, für den Fall, dass der Bericht des Landesrechnungshofes Beanstandungen oder Verbesserungsvorschläge enthält, dem Kontrollausschuss im Landtag zu berichten.

Zu den Feststellungen und Empfehlungen des Landesrechnungshofes (Berichtszahl: LRH 20 H 8/2013-11) wie folgt berichtet:

Empfehlung "Bezüge der Kontrollorgane":
"Unabhängig von der derzeit geltenden Regelung wiederholt der LRH seine Empfehlung aus 1999, wonach die Bezüge für Kontrollorgane von der jeweiligen Gesellschaft und nicht vom Land Steiermark bezahlt werden sollten."

Stellungnahme zur Empfehlung "Bezüge der Kontrollorgane":
Die Bezahlung der vom Land entsandten Mitglieder des Aufsichtsrates erfolgt auf Basis des Regie-rungssitzungsbeschlusses vom 17. Dezember 2007. Gemäß diesem Beschluss hat grundsätzlich das Land Steiermark die vom Land entsandten Vertreter zu honorieren.

Empfehlung "Einheitliche Regelung der Aufwandsentschädigungen"
"Jedenfalls sollte die Aufwandsentschädigung für alle Beteiligungen des Landes einheitlich und in einer Beteiligungsrichtlinie geregelt sein."

Stellungnahme zur Empfehlung "Einheitliche Regelung der Aufwandsentschädigungen":
Zur Erstellung einer Beteiligungsrichtlinie für das Land Steiermark wurde eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die sich auch mit dieser Thematik auseinandersetzen wird.

Empfehlung "Mittelfristige Planung des Instandhaltungsaufwands":
"Der LRH empfiehlt aus Gründen einer vorsichtigen Planung mit höheren Steigerungen zu rechnen."

Stellungnahme zur Empfehlung "Mittelfristige Planung des Instandhaltungsaufwands":
Die Abteilung 12 weist die Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer der Beteiligungsunternehmen regelmäßig darauf hin, sowohl Erträge als auch Aufwände realistisch zu planen. Des Weiteren finden Planungs- und Strategiegespräche mit der Geschäftsführung sowie den Landesvertretern im Aufsichtsrat statt, in denen die von der Geschäftsführung vorgelegten Planzahlen analysiert und hinterfragt werden.

Empfehlung "Erstellung einer Beteiligungsrichtlinie":
"Der LRH empfiehlt die Erstellung einer Beteiligungsrichtlinie für alle Beteiligungen des Landes, die u. a. ein einheitliches Vorgehen bei der Gewährung von freiwilligen Sozialleistungen vorsieht."

Stellungnahme zur Empfehlung "Erstellung einer Beteiligungsrichtlinie":
Wie schon oben erwähnt, wurde eine Arbeitsgruppe zur Erstellung einer Beteiligungsrichtlinie einge-setzt, die ihre Tätigkeit bereits aufgenommen hat. Bis her haben bereits vier Sitzungen der Arbeits-gruppe stattgefunden.

 
Empfehlung "Ausnutzung von Skonti"
Der LRH empfiehlt, Skonti nach Möglichkeit auszunutzen.

Stellungnahme zur Empfehlung "Ausnutzung von Skonti"
Seitens der Geschäftsführung wurde zugesagt, Skonti nach Möglichkeit auszunutzen.

Empfehlung "Kooperation Hauser Kaibling mit der Planai Hochwurzen Bahnen GmbH und den be-nachbarten Skigebieten"
"Der LRH sieht sich auf Basis dieser statistischen Daten bestätigt, aus Gründen der Kostenreduktion eine möglichst weitgehende Kooperation zwischen dem Hauser Kaibling und benachbarten Skigebieten , insbesondere der Planai-Hochwurzen-Bahnen Gesellschaft m.b.H., zu empfehlen."

Stellungnahme zur Empfehlung "Kooperation Hauser Kaibling mit der Planai Hochwurzen Bahnen GmbH und den benachbarten Skigebieten":
Die Abteilung 12 ist bestrebt, Synergien zwischen PHB und dem Hauser Kaibling soweit wie möglich zu realisieren. Seitens der Abteilung 12 wurde bereits eine engere Kooperation zwischen den beiden Skibergen initiiert. Dazu haben einige Workshops über mögliche Synergiepotentiale mit den Ge-schäftsführern der beiden Unternehmen stattgefunden. Nunmehr wurde der Geschäftsführer der PHB vom Aufsichtsrat der Gesellschaft beauftragt, in Zusammenarbeit mit einem externen Seilbahnexperten das bestehende Positions- bzw. Strategiepapier weiter zu entwickeln und dabei besonderes Augenmerk auf mögliche Synergien mit den benachbarten Skibergen Hauser Kaibling und Reiteralm zu legen.

Die Skiberge im Ennstal arbeiten bereits in vielen Bereichen zusammen und werden das auch weiterhin und in verstärkter Form tun. Bei den Planai Hochwurzen Bahnen GmbH wurde ein Strategieprozess gestartet, in dem bereits einige Bereiche für mögliche Synergien aufgezeigt wurden. Nach Abschluss des unternehmensinternen Prozesses sollen auch weiter Synergien durch verstärkte Zusammenarbeit mit den benachbarten Bergbahnen (vor allem Hauser Kaibling und die benachbarten Skiberge) genutzt werden.

Einkauf und Betrieb:
Die österreichischen Seilbahnen organisieren bereits seit den neunziger Jahren den Wareneinkauf für Instandhaltung, Treibstoff, sonstige Betriebsstoffe, Bürobedarf und Investitionsgüter (z.B. Rohr-leitungen, Stromkabel für Beschneiungsanlagen) über die Einkaufsgemeinschaft Pool Alpin, an dem ein Großteil aller österreichischen Seilbahnen, ebenso die Skiberge der Region Schladming beteiligt sind. Die Kostensenkungspotentiale durch gemeinsame Bestellungen sollen in Zukunft noch verstärkt genutzt werden und bessere Einkaufskonditionen erreicht werden. Durch größere Abnahmemengen können entsprechende Rabatte für die großen wie auch die kleinen Unternehmen verhandelt werden.

Die Planai Hochwurzen Bahnen GmbH erstellt gerade ein funktionales Einkaufsprogramm, welches in Folge auch eine Partnereinbindung möglich machen würde. Eine ähnliche Vorgehensweise ist übrigens auch beim Busbetrieb Planai und Busbetrieb Ramsau angesprochen worden, die sich nicht nur auf Hilfsmittel (Ersatzteile, Schmiermittel, Öle…) bezieht, sondern wobei auch ein technischer Support (z.B. Beistellung der Planai-Bushebebühne etc.) genutzt werden soll.

Im Bereich der gemeinsamen Nutzungen der Pistentechnik ist ein Pistengerätesharing angedacht.

Auch im Bereich der Energiekosten wurden Kostensenkungspotentiale erhoben und Einsparungen durch einen gemeinsamen Einkauf der Betriebe der 4 Berge Skischaukel bei den Energieversor-gungsunternehmen erzielt.

Versicherungen:
Die notwendigen Versicherungen werden von den großen steirischen Skigebieten gemeinsam mit mittleren und kleinen Schigebieten in Form von Bündelversicherungen eingekauft. Durch das große Volumen profitieren sowohl die großen als auch die kleinen Teilnehmer. Besonders kleine Unternehmen hätten sonst gravierend höhere Prämien zu zahlen.

Marketing:
Im Bereich des Marketing arbeiten die Vertreter der Planai/Hochwurzen, Hauser Kaibling und Reiteralm über den Marketingverbund Ski Amadé (22 Seilbahngesellschaften) sehr eng zusammen. Zusätzlich werden Mitarbeiterschulungen und strategische Ausrichtungen über Ski Amadé gemeinsam entwickelt, organisiert und durchgeführt.
Regional wird besonders über die Schladming Dachstein Marketing GmbH in der Vermarktung der Region mit den Touristikern sehr eng zusammengearbeitet, wobei die Seilbahnen eine sehr wesentliche Rolle übernehmen. Die Marketingabteilungen von Hauser Kaibling, Planai und Reiteralm koordinieren den Werbeauftritt der einzelnen Skiberge im Rahmen von regelmäßigen Meetings.

In Zukunft möchte man das Produkt "4-Berge-Skischaukel" (Dachmarke "Schladminger 4 Berge Ski-schaukel") gemeinsam noch besser vermarkten. Hintergrund ist natürlich die starke Markenprägung durch die Ski-WM, aber auch die Sichtweise der Gäste, die die 4 Berge als ein Produkt" sehen sollen. In Folge sollte die Marketingausgaben der Planaibahnen, Hauser Kaibling und Reiteralm noch stärker ge-bündelt werden. In der Werbung nach außen soll überhaupt nur mehr die Skiregion (4-Berge) als Gesamtes präsentiert werden. Dieses Projekt werden die Skiberge im Ennstal gemeinsam entwickeln. Bereits jetzt werden die Saisoneröffnungszeiten und Betriebszeiten gut aufeinander abgestimmt.

Zusammenfassend darf daher festgestellt werden, dass den Empfehlungen des Landesrechnungshofes weitestgehend Rechnung getragen wurde.

Es wird daher der

Antrag

gestellt:

Der Landtag wolle beschließen:

Der Maßnahmenbericht der Steiermärkischen Landesregierung zum Bericht des Landesrechnungshofes betreffend Hauser Kaibling Betriebsgesellschaft mbH &\; Co KG (Einl.Zahl 1777/3, Beschluss Nr. 725) wird zur Kenntnis genommen.