LANDTAG STEIERMARK
XVI. GESETZGEBUNGSPERIODE


EZ/OZ 2696/2

Schriftlicher Bericht

Ausschuss: Wirtschaft

Betreff:
Modernisierung der Fachkräfteausbildung - Berufsausbildungsmodell Neu


zu:


  • 2696/1, Modernisierung der Fachkräfteausbildung - Berufsausbildungsmodell Neu (Selbstständiger Antrag)

Der Ausschuss "Wirtschaft" hat in seinen Sitzungen vom 29.04.2014 und 14.10.2014 über den oben angeführten Gegenstand die Beratungen durchgeführt.

Zum Antrag der Abgeordneten Ing. Sabine Jungwirth, Ingrid Lechner-Sonnek und Lambert Schönleitner liegt seitens der Steiermärkischen Landesregierung folgende Stellungnahme vor:

"Am 15. April 2014 wurde von den Landtagsabgeordneten Ing. Sabine Jungwirth, Ingrid Lechner-Sonnek und Lambert Schönleitner ein Selbstständiger Antrag (§ 21 GeoLT), Einl.Zahl 2696/1, betreffend die "Modernisierung der Fachkräfteausbildung - Berufsausbildungsmodell Neu" eingebracht. Die Begründung des gegenständlichen Antrages lautete:

"Der Strukturwandel der Arbeitsgesellschaft verbunden mit der Wirtschaftskrise hat zur Folge, dass die institutionellen Übergangswege, auf denen Heranwachsende bislang in die Arbeitsgesellschaft geleitet wurden, brüchig geworden sind. Insbesondere die duale Lehrlingsausbildung ist den neuen arbeitsmarktpolitischen Herausforderungen nur noch teilweise gewachsen. Neben dem Fehlen von Lehrstellen zeigt sich, dass auch die Qualität der beruflichen Ausbildung leidet. Zudem mangelt es an alternativen Bildungs- und Beschäftigungsformen. Wir wissen, dass bis zu 10% aller Jugendlichen trotz Absolvierung der Schulpflicht massive Grundbildungsdefizite (Lesen, Schreiben, Rechnen, IKT) haben und daher auch kaum Chancen, eine adäquate Lehrstelle zu finden.

Nicht nur die Jugendlichen, auch die Betriebe werden mit diesen Problemen allein gelassen, und obwohl Österreich eine erkleckliche Summe in die Beschäftigungsgarantie für Jugendliche investiert, sind diese trotz einer abgeschlossenen Lehre nicht vor Arbeitslosigkeit gefeit. Die Arbeitsmarktlage Ende März 2014, veröffentlich vom AMS Österreich, zeigt, dass den stärksten absoluten Anstieg an arbeitslosen Personen neben Personen mit maximal Pflichtschulabschluss Personen mit Lehrabschluss haben. Zudem ist der Mangel an Lehrstellen evident. Zwar ist die Lehrstellenlücke insgesamt etwas kleiner geworden, trotzdem verzeichnen wir im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg bei den Lehrstellensuchenden und einen Rückgang beim Lehrstellenangebot. Auch das Angebot an überbetrieblichen Lehrwerkstätten, in das hauptsächlich jene Jugendlichen aufgenommen werden, die am freien Markt keine Lehrstelle finden, kann keine Dauerlösung sein.

Eine Modernisierung der Fachkräfteausbildung scheint daher dringend geboten. Mit dem Ziel, ein modernes Berufsausbildungsmodell zu implementieren, das sowohl wirtschaftsnah als auch zeitgemäß und qualitativ hochwertig ausbildet, sollen regionale Ausbildungsplattformen (RAPs) geschaffen werden. Alle Jugendlichen, die sich für eine praktische Berufsausbildung interessieren, schreiben sich an der RAP ihrer Region ein. Die RAP koordiniert das Netzwerk von Betrieben und Einrichtungen der Region (gewerbliche Wirtschaft, landwirtschaftliche Betriebe, soziale Einrichtungen, NGOs, Ämter, Vereine u.ä.), die ausbilden möchten, und vermittelt die BerufsschülerInnen an geeignete Betriebe. Zudem kontrolliert die RAP die Qualität der Ausbildung in Betrieb und Berufsschule, entwickelt neue, bedarfsgerechte Ausbildungen und fördert die schulische Höherqualifizierung und die Ausbildung von Fach- und Schlüsselqualifikationen der BerufsschülerInnen."

Es wurde beantragt, der Landtag wolle beschließen: "Die Landesregierung wird aufgefordert,

1. die Zusammenarbeit von Bund, Land und Regionen im Zuge der Lehrlingsausbildung dahingehend zu fördern, dass eine regionale Ausbildungsplattform implementiert werden kann, und
2. an die Bundesregierung heranzutreten, um das Berufsausbildungsgesetz und das Schulorganisationsgesetz dahingehend zu ändern, dass eine Berufsausbildung Neu im Sinne einer qualitativ hochwertigen und modernen Fachkräfteausbildung garantiert werden kann."

Der Ausschuss für Wirtschaft des Landtages Steiermark hat in seiner Sitzung am 29. April 2014 den Beschluss gefasst, den Selbstständigen Antrag betreffend die "Modernisierung der Fachkräfteausbildung - Berufsausbildungsmodell Neu", Einl.Zahl 2696/1, der Landesregierung zur Stellungnahme zu übermitteln.

Zu diesem Selbstständigen Antrag wird nachfolgende Stellungnahme abgegeben:

ad I.) Implementierung von regionalen Ausbildungsplattformen

Das in Österreich bestehende System der Dualen Berufsausbildung ist ein Vorzeige-Ausbildungsmodell. Der große Beitrag der Lehrlingsausbildung zu einer gelingenden Überleitung von Jugendlichen in den Arbeitsmarkt ist unbestritten. Österreich hat EU-weit mit 8,9 % (Stand Mai 2014) die zweitniedrigste Jugendarbeitslosenrate (EU-Schnitt 22,2 %). Das besondere System der Einbindung der Sozialpartner in diese Ausbildungsform hat sehr viele positive Effekte. Die Berufsbilder werden laufend der wirtschaftlichen Entwicklung angepasst, neue Berufsbilder werden in einer sich rasch wandelnden Arbeitswelt kontinuierlich entwickelt.

Die Kombination von betrieblicher Praxisausbildung und Ausbildung in der Berufsschule im bestehenden Verhältnis hat sich sehr bewährt. Die Ausbildungsinhalte werden laufend aufeinander abgestimmt. Die Zusammenarbeit zwischen ausbildender Wirtschaft und Schule funktioniert sehr gut. Für die sonst sinnvollen und notwendigen Rahmenbedingungen sorgen neben Bund und Ländern die durch das Berufsausbildungsgesetz dafür vorgesehenen Lehrlingsstellen in den Bundesländern, zu deren umfangreichen Aufgaben auch die Qualitätssicherung der Dualen Berufsausbildung zählt, die ständig weiterentwickelt wird. In den steirischen Lehrbetrieben, die sich der Ausbildungsaufgabe mit viel Einsatz stellen, wird den Jugendlichen eine hohe Ausbildungsqualität geboten. Auch in den Berufsschulen gibt es ein gut eingeführtes Qualitätssicherungssystem.

Steirische Lehrbetriebe bieten ihren Lehrlingen vielfältige Möglichkeiten ihre Qualifikationen zu erweitern und zu vertiefen. Dazu gibt es zwischenbetriebliche Kooperationen und überbetriebliche Weiterbildungsmöglichkeiten. Auch das Modell Lehre mit Matura wird in der Steiermark sehr gut angenommen, über 1800 Jugendliche befinden sich in diesem besonderen Ausbildungsmodell.

Das AMS spielt eine wichtige und gesetzlich fixierte Rolle in der Vermittlung steirischer Jugendlicher (auch auf Lehrstellen) und beauftragt für Jugendliche, die keine betriebliche Lehrstelle finden, geeignete Einrichtungen mit der überbetrieblichen Lehrausbildung.

Um den Ausbildungsbedürfnissen von benachteiligten Jugendlichen gerecht zu werden, wurde vor wenigen Jahren das Modell der Integrativen Berufsausbildung geschaffen (Basis ist das Berufsausbildungsgesetz). Dieses Ausbildungsmodell wird gut angenommen, steigende Zahlen in den letzten Jahren belegen die Sinnhaftigkeit.

Aus dem Antrag ist nicht zu entnehmen, welche zusätzlichen Aufgaben regionale Ausbildungsplattformen übernehmen könnten, die nicht bereits durch die Berufsschulen, das AMS und die Lehrlingsstellen der Wirtschaftskammern erfüllt werden. Die Schaffung von Doppelgleisigkeiten ist abzulehnen.

Darüber hinaus gibt es in der Steiermark mehrere Ansätze, um sowohl Betriebe als auch Jugendliche im Bereich der Lehrausbildung an der Schnittstelle Schule-Wirtschaft zu unterstützen.

Nachfolgend eine Auswahl an Angeboten, die vom Wirtschaftsressort des Landes Steiermark bzw. der SFG unterstützt werden:

1.) Ausbildungsverbund Metall

Ein regionales Projekt, das von der SFG bzw. dem Wirtschaftsressort des Landes Steiermark unterstützt wird, ist der Ausbildungsverbund Metall.

Innovative und engagierte Leitbetriebe aus dem Bezirk Voitsberg setzen seit 2006 gemeinsam unter der Leitung des Ländlichen Fortbildungsinstituts  Steiermark zukunftsorientierte Maßnahmen zur Fachkräftesicherung. Die Vision des Ausbildungsverbunds Metall ist es, die regionale Zusammenarbeit der Unternehmen in der Metall-Elektrobranche zu stärken, die Aus- und Weiterbildung zu optimieren, die Attraktivität der Lehre für Mädchen und Burschen zu steigern und eine breite Informations- und Öffentlichkeitsarbeit zu leisten.

Die teilnehmenden Unternehmen werden einerseits im Rahmen des Förderungsprogramms Profi!Lehre unterstützt, darüber hinaus gibt es zusätzliche Unterstützung über eine Sonderförderung.

2.) Förderungsprogramm Profi!Lehre

Mit dem Förderungsprogramm Profi!Lehre unterstützt die SFG steirische Unternehmen bei der Höherqualifizierung ihrer Lehrlinge.

Immer wieder beklagen steirische Unternehmen gerade im Technologiebereich den Mangel an hochqualifizierten Fach- und Schlüsselkräften. Viele Betriebe gehen deshalb dazu über, junge Menschen genau für ihre Anforderungen auszubilden. Mit dem Förderungsprogramm Profi!Lehre unterstützt die SFG diese Maßnahmen auch finanziell mit dem Ziel, das duale Prinzip der Lehre (Betrieb + Berufsschule) um eine überbetriebliche Fachausbildung auf Top-Niveau zu erweitern. Gefördert wird eine Zusatzausbildung der Lehrlinge insbesondere in technischen oder naturwissenschaftlichen Berufen im Umfang von 30 Wochen.

3.) Initiative Take Tech

Die Initiative Take Tech zielt auf die Begeisterung Jugendlicher für technische Berufe ab, und setzt auf verstärkte Vernetzung von Unternehmen und SchülerInnen, beispielsweise in Form von interaktiven Betriebsbesichtigungen, Vernetzungstreffen und Workshops:

Take Tech ist eine Initiative der Steirischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH, welche im Auftrag des Wirtschaftsressorts des Landes Steiermark durchgeführt wird. Steirischen Unternehmen wird ermöglicht, SchülerInnen die vielfältigen Tätigkeitsbereiche und Karrieremöglichkeiten in technischen bzw. naturwissenschaftlichen Berufsfeldern in ihrem Betrieb vorzustellen. Jugendliche bekommen dadurch einen größeren Blickwinkel für eine erfolgreiche Berufsentscheidung und Unternehmen können sich den jungen Leuten als attraktive Arbeitgeber präsentieren.

4.) Projekt "BerufsfindungsbegleiterInnen"

Das Projekt "BerufsfindungsbegleiterInnen", das unter anderem aus Mitteln des Wirtschaftsressorts finanziert wird, bietet ebenfalls Unterstützung für Jugendliche sowie auch für Betriebe:

Seit 1999 gibt es die Berufsfindungsbegleiterinnen und -begleiter (BFBs) in der Steiermark, wobei die Steiermark gleichzeitig bis heute europaweit die einzige Region ist, in der Berufsorientierung in dieser Form flächendeckend angeboten wird. Das Projekt wurde von der Steirischen Volkswirtschaftlichen Gesellschaft ins Leben gerufen, die auch die laufenden Tätigkeiten betreut. Was zunächst als Pilotprojekt in Hartberg, Leibnitz, Liezen und Voitsberg begonnen hat, wurde bis 2010 sukzessive auf die gesamte Steiermark (außer Graz) ausgedehnt.

Die wesentlichen Aufgaben der BFBs sind: Unterstützung von Jugendlichen bei der Berufs- bzw. Ausbildungswahl, Begleitung der Ausbildungssuchenden und ihrer Eltern bzw. Erziehungsberechtigten bei der Berufswahl und während der Berufseingangsphase, Zusammenarbeit mit Unternehmen, Kooperation mit Schulen, Zusammenarbeit mit Netzwerkpartnern in den jeweiligen Regionen.

Die Hauptaufgabe der BFBs besteht in der Beratung und längerfristigen Betreuung von Jugendlichen (und deren Familien) bei der Suche nach ihrem Traumberuf und während der Berufseingangsphase. Dabei wird eng mit den Jugendlichen, Eltern bzw. Erziehungsberechtigten, Schulen, Unternehmen und Netzwerkpartnerorganisationen zusammengearbeitet. Besonderes Augenmerk liegt auf Jugendlichen, die vom so genannten "Early School Leaving" (Abbruch der Ausbildung) bedroht oder betroffen sind und beim Übergang in ein neues Ausbildungs- oder Arbeitsumfeld Unterstützung brauchen. Durch den einfachen, breiten und offenen Zugang sollen möglichst viele Jugendliche die Chance zu einer kompetenten Begleitung erhalten.

5.) Auszug aus weiteren Angeboten in der Steiermark im Themenbereich Übergang Schule-Beruf:

Im Jänner 2012 wurde das "Jugendcoaching", eine Initiative des damaligen Bundesozialamtes (BASB\; nunmehr Sozialministeriumservice) in Wien und in der Steiermark erprobt, das mittlerweile österreichweit angeboten wird. Das Jugendcoaching ist ein Unterstützungsangebot für Jugendliche am Ende der Schulpflicht. Es hilft ihnen, einen individuell passenden Bildungs- und/oder Berufsweg einzuschlagen. Besondere Unterstützung erhalten dabei Jugendliche, die gefährdet sind, die Schule abzubrechen oder keinen Abschluss zu erlangen. Aber auch Jugendliche mit Behinderung oder sonderpädagogischem Förderbedarf können diese Leistung in Anspruch nehmen. So sollen ausgrenzungsgefährdeten Jugendlichen durch Beratung, Begleitung und Case Management ihren Fähigkeiten entsprechende Perspektiven aufgezeigt, durch individuelle Unterstützungspakete die Leistungsfähigkeit gefördert und die anschließende Aufnahme in die bestmögliche arbeitsmarktpolitische Maßnahme oder der Einstieg ins Berufsleben vorbereitet werden.

An dieses Angebot schließt "Ausbildungsfit", eine weitere Initiative des BASB an. AusbildungsFit stellt ein Angebot dar, das an das Jugendcoaching anschließt und als Nachreifungsprojekt konzipiert ist. Junge Menschen mit fehlenden sozialen Kompetenzen und Kulturtechniken sollen die Möglichkeit bekommen, versäumte Basisqualifikationen und Social Skills nachträglich zu erwerben. AusbildungsFit wendet sich an Jugendliche bis zum vollendeten 21. Lebensjahr bzw. bis zum vollendeten 24. Lebensjahr (alle Jugendlichen mit Behinderung bzw. sonderpädagogischem Förderbedarf, Lernbehinderung, sozialen oder emotionalen Beeinträchtigungen), die eine Berufsausbildung absolvieren wollen und deren Berufswunsch zum aktuellen Zeitpunkt klar und realisierbar scheint. AusbildungsFit ist im Jänner 2014 mit 24 Pilotprojekten in 7 Bundesländern gestartet und soll den Jugendlichen mittelfristig eine Teilhabe am österreichischen Arbeitsmarkt ermöglichen.

"Jobconnect" ist ein Angebot von AMS und Sozialressort des Landes Steiermark. Jobconnect bietet kostenfreie Unterstützung beim Sprung ins Berufsleben mit praxisnahen Workshops, Skill-Checks, Optimierung der Bewerbungsunterlagen sowie aktive Unterstützung bei der Jobsuche. Die JobConnect-ExpertInnen trainieren junge SteirerInnen bis zum 27. Lebensjahr, die den Sprung ins Berufsleben meistern wollen. Der Fokus liegt dabei auf kostenfreier individueller Beratung im Einzelsetting, Persönlichkeitsanalysen und der kreativen Gestaltung der Bewerbungsunterlagen am Puls der Zeit.

Die im Antrag erwähnte Maßnahme der überbetrieblichen Lehrausbildung wird vom AMS Steiermark unterstützt. Ziel ist die Ausbildung von Jugendlichen in einem angebotenen Lehrberuf (gemäß der Lehrberufsliste ‚ÜBA 2‘) und die Vermittlung in ein reguläres Lehr- bzw. Arbeitsplatzverhältnis in der freien Wirtschaft innerhalb der individuellen 12-monatigen Lehrgangsdauer. Teile dieser praktischen Ausbildung sind: die Praktikumsvorbereitung, das Ausbildungspraktikum in Unternehmen und das Bewerbungsmanagement. Darüber hinaus werden die Jugendlichen über die gesamte Ausbildungszeit im Lehrgang bedürfnis- und prozessorientiert sozial- und berufspädagogisch begleitet. Im Bedarfsfall wird auch eine Einzelbetreuung angeboten. Als Vorbereitung für die überbetriebliche Lehrausbildung wird zusätzlich eine "Perspektivenwerkstatt" angeboten, die der Abklärung und Berufsorientierung dient.

Das Regionale Jugendmanagement im Rahmen der EU-Regionalmanagements wird durch das Sozialressort des Landes Steiermark unterstützt und koordiniert die Aktivitäten im Jugendbereich. Zur regionalen Vernetzung gibt es mit dem Regionalen Jugendmanagement in jeder der sieben steirischen Großregionen eine kompetente Stelle, die für die Koordinierung der Maßnahmen innerhalb von sechs Handlungsfeldern gemäß Steiermärkischem Jugendgesetz zuständig ist. Operativ angesiedelt ist es seit Frühjahr 2012 bei den (EU)-Regionalmanagements. In strategischer Zusammenarbeit mit allen politischen Gremien und regionalen Ebenen soll es zu definierten Handlungsfeldern entsprechende Leitbilder und Entwicklungskonzepte geben und mit zuständigen Institutionen und nicht zuletzt auch mit Jugendlichen erarbeitet werden. Daraus entstehen wiederum zielgruppengerechte und bedarfsorientierte Maßnahmen.

ad II.) Änderung des Berufsausbildungs- und des Schulorganisationsgesetzes (BAG)

Am 26. Juni 2014 fand im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft eine Besprechung zum Thema "Änderung des Berufsausbildungsgesetzes" statt. Ziel der Änderungen ist die im Rahmen der Umsetzung des Regierungsprogramms beschlossene Aufwertung der Lehre. Nach derzeit vorliegenden Informationen soll die Novelle unter anderem folgende Eckpunkte umfassen: Änderungen bei der Integrativen Berufsausbildung (Bezeichnung, Zielgruppen und zielgruppenadäquate Ausbildungsmöglichkeiten und Abschlüsse), Verbesserung der Qualität der Ausbildung durch Zieldefinitionen und Qualitätsmanagement, eigene Bestimmungen im BAG betreffend die Lehre mit Matura, spezielle Regeln für die Lehrlingsausbildung von Erwachsenen im Zusammenhang mit der Matura mit Lehre sowie die Sicherstellung eines zeitnahen Prüfungsantritts bei Lehrabschlussprüfungen.

Zur geforderten Änderung des Schulorganisationsgesetzes wird ausgeführt, dass dieses in unmittelbarer Bundesverwaltung vollzogen wird und daher keine Zuständigkeit von Herrn Landesrat Dr. Christian Buchmann für diesen Bereich vorliegt.

Es wird daher der

Antrag

gestellt:

Der Landtag wolle beschließen:

Der Bericht des Ausschusses für Wirtschaft zum Antrag, Einl.Zahl 2696/1, der Abgeordneten Ing. Sabine Jungwirth, Ingrid Lechner-Sonnek und Lambert Schönleitner betreffend Modernisierung der Fachkräfteausbildung - Berufsausbildungsmodell Neu wird zur Kenntnis genommen.