LANDTAG STEIERMARK
XVII. GESETZGEBUNGSPERIODE


EZ/OZ: 3720/1

Befragung eines Mitgliedes der Landesregierung (§ 69 GeoLT)

eingebracht am 15.11.2019, 09:43:43


Landtagsabgeordnete(r): LTAbg. Dr. Werner Murgg (KPÖ)
Fraktion(en): KPÖ
Zuständiger Ausschuss: -
Regierungsmitglied(er): Landesrat Anton Lang

Betreff:
Unverantwortlicher Teuerung bei Aufzügen in Wohnhäusern Einhalt gebieten

Die Ziviltechnikerkammer hat kürzlich öffentlich gegen die immer strengeren Sicherheitsnormen bei Aufzügen protestiert (zB. https://www.kleinezeitung.at/oesterreich/5720080/Neue-EUNorm_Aufzuege-kosten-Wien-Millionen, 11.Nov.2019). Allein in Wien verursachen die Sicherheitsnormen Kosten in Höhe von 14 Millionen Euro.

Die Kammer rechnet vor, dass es in ganz Österreich seit 2010 keinen einzigen Todesfall im Zusammenhang mit der Nutzung eines Aufzugs gegeben hat - bei 80.000 Personen- und Lastenaufzügen. Nur rund 100 Schadensfälle werden pro Jahr registriert. Statistisch sei ein Todesfall mit einem Aufzug inzwischen gleich unwahrscheinlich wie das Zusammenbrechen des ganzen Gebäudes. Rein rational, aus technischer Sicht, machen die erhöhten Sicherheitsauflagen daher keinen Sinn, da in Österreich schon derzeit alle Aufzüge permanent gewartet werden!

In ihrem Bericht vermerkt die Kammer auch, dass außer in einer unverbindlichen Empfehlung der EU-Kommission von 1995 keine europäische Richtlinie oder Verordnung eine Anpassung bestehender Aufzüge an den Stand der Technik verlangt.

Trotzdem hat die intensive Lobby-Arbeit der Aufzugkonzerne Früchte getragen und wurden - auch in der Steiermark - immer schärfere Sicherheitsvorschriften eingeführt. Die Aufzugsfirmen lukrieren dadurch Millionen-Gewinne, die von den WohnungseigentümerInnen und MieterInnen bezahlt werden müssen. 

 

Es wird folgende

Anfrage

gestellt:

Welche Schritte werden Sie setzen, um die steirischen MieterInnen und WohnungseigentümerInnen vor den überzogenen Forderungen der Aufzugs-Lobby zu schützen?


Unterschrift(en):
LTAbg. Dr. Werner Murgg (KPÖ)