LANDTAG STEIERMARK
XVII. GESETZGEBUNGSPERIODE


EZ/OZ: 3679/1

Selbstständiger Antrag von Abgeordneten (§ 21 GeoLT)

eingebracht am 23.10.2019, 08:59:26


Landtagsabgeordnete(r): LTAbg. Christian Cramer (FPÖ), LTAbg. Dipl.-Ing. Gerald Deutschmann (FPÖ), LTAbg. Erich Hafner (FPÖ), LTAbg. Mag. Stefan Hermann (FPÖ), LTAbg. Herbert Kober (FPÖ), LTAbg. Helga Kügerl (FPÖ), LTAbg. Mario Kunasek (FPÖ), Dritter Landtagspräsident Dr. Gerhard Kurzmann (FPÖ), LTAbg. Arnd Meißl (FPÖ), LTAbg. Liane Moitzi (FPÖ), LTAbg. Albert Royer (FPÖ), LTAbg. Dipl.-Ing. Hedwig Staller (FPÖ), LTAbg. Marco Triller, BA MSc (FPÖ), LTAbg. Günter Wagner (FPÖ)
Fraktion(en): FPÖ
Zuständiger Ausschuss: Gesundheit
Regierungsmitglied(er): Landesrat Mag. Christopher Drexler

Betreff:
Pflegeplatzangebot transparent darstellen

Im Rahmen einer umfangreichen Schriftlichen Anfrage (EZ/OZ: 3364/1) erkundigte sich die FPÖ bei Landesrat Christopher Drexler über den Stand der Dinge im Bereich des heimischen Pflegesystems. In seiner Beantwortung informierte das Regierungsmitglied etwa über Stellenbesetzungen in KAGes-Einrichtungen, Ausbildungsplätze an Pflegeschulen, Ergebnisse von Betriebsklimaanalysen oder auch über die Anzahl an genehmigten Pflegeheimplätzen bzw. Pflegeheimbetten.

In der Anfrage wollten die Freiheitlichen auch in Erfahrung bringen, wie viele pflegebedürftige Personen derzeit in den jeweiligen steirischen Bezirken auf einen Pflegeheimplatz warten. Bedauerlicherweise konnte Landesrat Drexler dazu keine Angaben machen: „Es werden im Amt keine ‚Wartelisten‘ geführt, so dass eine Beantwortung unmöglich ist.“ Eine gleichlautende Antwort erhielten die Landtagsabgeordneten auf die Frage, wie lange pflegebedürftige Personen in den vergangenen Jahren durchschnittlich auf einen Pflegeheimplatz warten mussten.

Diese Auskunft ist zweifelsohne wenig zufriedenstellend. Schließlich würde das Führen derartiger Listen eine Evaluierung erleichtern, in welchen Regionen eine potentielle Unterversorgung besteht. In diesem Zusammenhang darf nicht vergessen werden, dass Pflegefälle meist unerwartet auftreten und in weiterer Folge das Leben aller Beteiligten praktisch von heute auf morgen auf den Kopf gestellt wird. Diesen Menschen muss unabhängig von ihrem Wohnort eine bestmögliche Versorgung zur Verfügung gestellt werden.

Ein großes Problem ist zudem der Umstand, dass von einem Pflegefall betroffene Personen oft nicht wissen, welche Pflegeheime in ihrer Umgebung über Aufnahmekapazitäten verfügen. Meist müssen diese Menschen aufwendig verschiedene Pflegeheime durchtelefonieren, um zu recherchieren, wo es noch einen freien Betreuungsplatz gibt. Die Stadt Graz hat dieses Problem erkannt und entwickelt derzeit eine Online-Pflegeplattform die Abhilfe schaffen soll. Auf einer Internetseite soll man künftig nachschauen können, in welchem Grazer Pflegeheim aktuell ein Platz frei ist. Die dazu notwendigen Informationen werden von den Heimen tagesaktuell auf die Plattform gestellt. (Quelle: https://steiermark.orf.at/stories/3014806/)

Das Land Steiermark sollte sich die Bemühungen der steirischen Landeshauptstadt zum Vorbild nehmen und ein ähnliches Onlineportal für die gesamte Steiermark entwickeln. Eine derartige Internetseite würde auch das Führen von Wartelisten ermöglichen und potentielle regionale Versorgungslücken transparent machen. Pflegelandesrat Christopher Drexler ist jedenfalls angehaltenen, entsprechende Konzepte so bald als möglich von der zuständigen Landesabteilung ausarbeiteten zu lassen.


Es wird daher der

Antrag

gestellt:

Der Landtag wolle beschließen:

Die Steiermärkische Landesregierung wird aufgefordert, einen Internetauftritt nach dem Vorbild der Stadt Graz entwickeln zu lassen, der online Auskunft über das tagesaktuelle Platzangebot in den steirischen Pflegeheimen gibt und dadurch potentielle Versorgungslücken in den Regionen zu Evaluierungszwecken erkennbar macht.


Unterschrift(en):
LTAbg. Christian Cramer (FPÖ), LTAbg. Dipl.-Ing. Gerald Deutschmann (FPÖ), LTAbg. Erich Hafner (FPÖ), LTAbg. Mag. Stefan Hermann (FPÖ), LTAbg. Herbert Kober (FPÖ), LTAbg. Helga Kügerl (FPÖ), LTAbg. Mario Kunasek (FPÖ), Dritter Landtagspräsident Dr. Gerhard Kurzmann (FPÖ), LTAbg. Arnd Meißl (FPÖ), LTAbg. Liane Moitzi (FPÖ), LTAbg. Albert Royer (FPÖ), LTAbg. Dipl.-Ing. Hedwig Staller (FPÖ), LTAbg. Marco Triller, BA MSc (FPÖ), LTAbg. Günter Wagner (FPÖ)