LANDTAG STEIERMARK
XVII. GESETZGEBUNGSPERIODE


EZ/OZ: 1951/1

Befragung eines Mitgliedes der Landesregierung (§ 69 GeoLT)

eingebracht am 06.10.2017, 09:54:31


Landtagsabgeordnete(r): LTAbg. Hannes Amesbauer, BA (FPÖ)
Fraktion(en): FPÖ
Regierungsmitglied(er): Landesrätin Mag. Ursula Lackner

Betreff:
Erhebung der Religionsbekenntnisse von Kindergartenkindern in der Steiermark

Für jeden fünften Schüler in der Steiermark war im vergangenen Schuljahr Deutsch eine Fremd- bzw. Zweitsprache, in Graz sind bereits mehr als die Hälfte der Kinder nichtdeutscher Muttersprache (Quelle: Anfragebeantwortung durch Landesrätin Lackner vom 9.12.2016, EZ 1163/2). Analog ist auch der Anteil von muslimischen Kindern im Steigen begriffen, in der steirischen Landeshauptstadt ist schon jeder vierte Volksschüler Muslim.

Während die Erfassung der Religionsbekenntnisse von Pflichtschülern zentral erfolgt, werden die in Kindergärten erhobenen Daten – zumindest laut SPÖ-Bildungslandesrätin Ursula Lackner – nicht steiermarkweit aufgezeichnet, obwohl Eltern bei der Anmeldung für einen Kindergartenplatz, gleich wie bei der Schuleinschreibung, üblicherweise die religiöse Orientierung ihres Nachwuchses bekanntgeben müssen. Als Beispiel hierfür kann der „Antrag auf Vormerkung in den Kindergarten“ der Stadt Graz (abrufbar unter: http://www.graz.at/cms/dokumente/10024931/ a99c44e3/Vormerkung_KIGA_graz.pdf) ins Treffen geführt werden.

Nachdem zahlreiche Kindergärten Angaben über die Religionszugehörigkeit bei der Anmeldung für einen Betreuungsplatz einfordern und die Daten der Kinder von den Leitern der Einrichtungen in regelmäßigen Abständen in eine eigene Datenbank eingespielt werden, müsste die Anzahl der muslimischen Kindergartenkinder in der Steiermark bekannt sein bzw. zumindest in Erfahrung gebracht werden können.

Ein Überblick über die Zahl der Kinder muslimischen Glaubens wäre insofern wichtig und notwendig, als eine Vielzahl der Muslime in unserem Land Integration verweigern und es unter anderem durch Islamkindergärten oder Radikal-Moscheen klare Tendenzen zu einer Abwendung von demokratischen Grundsätzen und der österreichischen Gesellschaft gibt. (Quelle: http://diepresse.com/home/innenpolitik/5295555/Studie_Drittel-der-Moscheen-arbeitet-gegen-Integration)

In diesem Zusammenhang erscheint es mehr als fragwürdig, dass keine Notwendigkeit einer zentralen Erhebung bzw. Auswertung der Religionsbekenntnisse gesehen wird und es keine dahingehenden Bestrebungen seitens der zuständigen Bildungslandesrätin gibt.

 

Es wird daher folgende

Frage

gestellt:

Was spricht aus fachlicher Sicht Ihres Ressorts – insbesondere im Hinblick auf die zunehmende Anzahl an Kindern nichtdeutscher Muttersprache und der steigenden Zahl an muslimischen Schülern – dagegen, den Anteil an Kindern mit muslimischem Religionsbekenntnis in steirischen Kindergärten in einer entsprechenden Statistik zu erfassen?


Unterschrift(en):
LTAbg. Hannes Amesbauer, BA (FPÖ)