LANDTAG STEIERMARK
XVII. GESETZGEBUNGSPERIODE


EZ/OZ: 691/2

Schriftliche Anfragebeantwortung (§ 66 GeoLT)

eingebracht am 11.05.2016, 10:20:53


Zu:
691/1 Geschlechterverhältnis von Asylwerbern in der Steiermark
(Schriftliche Anfrage an die Landesregierung oder eines ihrer Mitglieder (§ 66 GeoLT))

Landtagsabgeordnete(r): LTAbg. Erich Hafner (FPÖ), LTAbg. Anton Kogler (FPÖ), LTAbg. Helga Kügerl (FPÖ), LTAbg. Liane Moitzi (FPÖ), Dritter Landtagspräsident Dr. Gerhard Kurzmann (FPÖ), LTAbg. Albert Royer (FPÖ), LTAbg. Andrea Michaela Schartel (FPÖ), LTAbg. Dipl.-Ing. Hedwig Staller (FPÖ), LTAbg. Marco Triller, BA MSc (FPÖ)
Regierungsmitglied(er): Landesrätin Mag. Doris Kampus
Beilagen: Anfragebeantwortung

Betreff:
Geschlechterverhältnis von Asylwerbern in der Steiermark

1. Wie hoch ist die Anzahl an Asylwerbern in der Steiermark mit Stand 15. März 2016?

Mit Stichtag 15.3.2016 befanden sich 11.506 AsylwerberInnen in der Steiermark.

2. Wie hoch ist die Anzahl an Asylwerbern in Landesbetreuung in der Steiermark mit Stand 15. März 2016?

Mit Stichtag 15.3.2016 befanden sich 10.898 AsylwerberInnen in der Grundversorgung durch das Land Steiermark

3. Wie hoch ist die Anzahl an Asylwerbern in Bundesbetreuung in der Steiermark mit Stand 15. März 2016?

Mit Stichtag 15.3.2016 befanden sich 608 AsylwerberInnen in Bundesbetreuung in der Steiermark.

4. Wie viele männliche Asylwerber befinden sich in der Steiermark mit Stand 15. März 2016?

Mit Stichtag 15.3.2016 befanden sich 7.437 männliche Asylwerber in der Grundversorgung durch das Land Steiermark.

5. Wie viele erwachsene männliche Asylwerber befinden sich in der Steiermark mit Stand 15. März 2016?

Mit Stichtag 15.3.2016 befanden sich 5.254 erwachsene männliche Asylwerber in der Grundversorgung durch das Land Steiermark.

6. Wie viele minderjährige männliche Asylwerber befinden sich in der Steiermark mit Stand 15. März 2016?

Mit Stichtag 15.3.2016 befanden sich 2.183 minderjährige männliche Asylwerber in der Grundversorgung durch das Land Steiermark.

7. Wie viele unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF) befinden sich in der Steiermark mit Stand 15. März 2016?

Mit Stichtag 15.3.2016 befanden sich 666 UMF in der Grundversorgung Steiermark.

8. Wie viele männliche UMF befinden sich in der Steiermark mit Stand 15. März 2016?

Mit Stichtag 15.3.2016 befanden sich 649 männliche UMF in der Grundversorgung Steiermark.

9. Welcher Prozentsatz ergibt sich aus dem Verhältnis aller männlicher Asylwerber im Verhältnis zur Gesamtzahl in der Steiermark zum Stichtag 15. März 2016?

Mit Stichtag 15.3.2016 befanden sich 68,24 % männliche Asylwerber in der Grundversorgung Steiermark.

10. Wie viele männliche Asylwerber (aufgelistet nach erwachsenen, unbegleiteten Minderjährigen und Gesamtzahl) befinden sich in den einzelnen Bezirken in der Steiermark mit Stand 15. März 2016? (Bitte um gesonderte Auflistung nach Bezirken)

 

Männliche Asylwerber im Bezirk

Anzahl Erwachsene

Anzahl unbegleitete Minderjährige

Gesamtanzahl

Bruck-Mürzzuschlag

383

21

551

Deutschlandsberg

212

25

298

Graz

1212

190

1793

Graz-Umgebung

451

127

861

Hartberg-Fürstenfeld

500

31

684

Leibnitz

538

41

695

Leoben

230

69

372

Liezen

226

63

387

Murau

115

0

147

Murtal

418

3

566

Südoststeiermark

268

22

389

Voitsberg

258

51

392

Weiz

211

6

302

11. Wie viele männliche Asylwerber in Landesbetreuung befanden sich am 9. März 2016 in der Steiermark?

Mit Stichtag 9.3.2016 befanden sich 7.353 männliche Asylwerber in der Grundversorgung durch das Land Steiermark.

12. Welchem Prozentsatz entspricht dieser Wert?

Dies entspricht 68,23 % aller AsylwerberInnen in Grundversorgung durch das Land Steiermark.

13. Wie viele männliche Asylwerber befanden sich am 9. März 2016 im Bezirk Südoststeiermark?

Mit Stichtag 9.3.2016 befanden sich 385 männliche Asylwerber im Bezirk Südoststeiermark.

14. Welchem Prozentsatz entspricht dieser Wert?

Dies entspricht 65,59 % aller AsylwerberInnen im Bezirk Südoststeiermark.

15. Wie viele erwachsene männliche Asylwerber befanden sich am 9. März 2016 im Bezirk Südoststeiermark?

Mit Stichtag 9.3.2016 befanden sich 276 erwachsene männliche Asylwerber im Bezirk Südoststeiermark.

16. Welchem Prozentsatz entspricht dieser Wert?

Dies entspricht 47,02 % aller AsylwerberInnen und 68,32 % aller erwachsenen AsylwerberInnen im Bezirk Südoststeiermark.

17. Wie viele männliche UMF befanden sich am 9. März 2016 im Bezirk Südoststeiermark?

Mit Stichtag 9.3.2016 befanden sich 21 männliche UMF im Bezirk Südoststeiermark.

18. Welchem Prozentsatz entspricht dieser Wert?

Dies entspricht 3,58 % aller AsylwerberInnen und 100% aller UMF im Bezirk Südoststeiermark.

19. Ist das vom Landesflüchtlingskoordinator bei der Bürgerversammlung in St. Stefan im Rosental angegebene Geschlechterverhältnis von 42 Prozent zulasten männlicher Asylwerber korrekt?

Wie bereits in Beantwortung der Fragen 16 und 18 aufgezeigt sowie mehrfach parlamentarisch dargelegt – zuletzt im Rahmen der Beantwortung der Dringlichen Anfrage im Landtag Steiermark am 19.04.2016 – ergeben sich je nach Fragestellung und Bezugnahme (Geschlechterverhältnis insgesamt, unter den Erwachsenen, unter Erwachsenen und Jugendlichen, unter den Minderjährigen, unter den UMF etc.) zwangsläufig unterschiedliche Werte.

20. Wenn nein, welche Konsequenzen werden Sie vor dem Hintergrund ziehen, dass der Landesflüchtlingskoordinator der Lüge überführt wurde?

Siehe Antwort auf Frage 19.

21. Wenn ja, woraus ergibt sich die Differenz zu den von Ihnen am 15. März 2016 genannten Prozentwerten? Siehe Antwort auf Frage 19.

22. Haben Sie eine Übersicht über jene Asylwerber, die sich in Bundesbetreuung in der Steiermark befinden?

Ja.

23. Wenn ja, in welchen Gemeinden, in welcher Anzahl und nach welchem Geschlechterverhältnis befinden sich in der Steiermark Asylwerber in Bundesbetreuung?

Am 15.04.2016 befanden sich nach Angaben des Bundes 21 Personen in Fehring, 169 in Spital am Semmering, 33 in Graz und 82 in Leoben. Details zu den in den Bundesquartieren aufhältigen Personen liegen mir nicht vor.

24. Wenn nein, gedenken Sie einen Informationsaustausch mit dem Bundesministerium für Inneres zu forcieren, um diese Wissenslücke an relevanten Daten zu schließen?

Siehe Antwort auf Frage 22.