LANDTAG STEIERMARK
XVII. GESETZGEBUNGSPERIODE


EZ/OZ: 736/2

Schriftliche Anfragebeantwortung (§ 66 GeoLT)

eingebracht am 01.06.2016, 14:03:41


Zu:
736/1 Ausbruch von Hepatits A an der Neuen Mittelschule 2 (NMS 2) Feldbach
(Schriftliche Anfrage an die Landesregierung oder eines ihrer Mitglieder (§ 66 GeoLT))

Landtagsabgeordnete(r): LTAbg. Christian Cramer (FPÖ), LTAbg. Herbert Kober (FPÖ), LTAbg. Anton Kogler (FPÖ), LTAbg. Erich Hafner (FPÖ), LTAbg. Liane Moitzi (FPÖ), Dritter Landtagspräsident Dr. Gerhard Kurzmann (FPÖ), LTAbg. Albert Royer (FPÖ), LTAbg. Andrea Michaela Schartel (FPÖ), LTAbg. Dipl.-Ing. Hedwig Staller (FPÖ), LTAbg. Marco Triller, BA MSc (FPÖ)
Regierungsmitglied(er): Landesrat Mag. Christopher Drexler
Beilagen: Anfragebeantwortung

Betreff:
Ausbruch von Hepatits A an der Neuen Mittelschule 2 (NMS 2) Feldbach

1. Wann wurde der Fall von Hepatitis A an der NMS 2 Feldbach bekannt bzw. wann erfuhr man von ersten Infizierten?

Die Erkrankung wurde am 18.12.2015 gemeldet.

2. Wurde die Krankheit Hepatitis A durch einen Schüler der NMS 2 Feldbach ausgelöst?

Ein Schüler der NMS 2 Feldbach war an Hepatitis A erkrankt.

3. Wenn ja, woher stammt der Schüler bzw. seine Familie, von dem die Krankheit übertragen wurde (Nationalität)?

Aus Syrien

4. Wie viele Schüler und Lehrer sowie andere Bedienstete und Angestellte der Schule sind davon betroffen bzw. wurden angesteckt?

Ein Mitschüler sowie zwei Brüder des Ersterkrankten (Volksschüler) wurden mit der Krankheit angesteckt. Lehrerinnen/Lehrer oder andere Bedienstete waren nicht betroffen.

5. Sind auch Eltern bzw. Angehörige der Schüler betroffen?

Die Mutter eines Schülers wurde durch ihren Sohn angesteckt.

6. Wie viele Personen wurden insgesamt mit Hepatitis A angesteckt?

Fünf

7. Wie viele Schüler und weitere Personen sind aufgrund des Vorfalles dagegen geimpft worden?

55 Kinder und 34 Erwachsene (sowohl in den Schulen, als auch im Flüchtlingsheim) wurden geimpft.

8. Wurden weitere Vorsorge- und Sicherheitsmaßnahmen getätigt?

9. Wenn ja, welche?

Sämtliche Maßnahmen, die laut Steirischem Seuchenalarmplan vorgesehen sind, wurden eingeleitet. So wurden z.B. umgehend an sämtliche betroffene Mitschüler in schriftlicher Form Informationsblätter verteilt, Aufklärungsgespräche geführt und mit der Direktion Hygienemaßnahmen innerhalb der Schule besprochen. Weiters wurden Hepatitis-A-Impfaktionen durchgeführt und exakte Wiederzulassungskriterien für die Gemeinschaftseinrichtung ausgesprochen.

10. Wenn ja, welche Kosten sind dadurch entstanden und wer trägt diese?

Die Kosten für die Impfstoffe werden vom Bund getragen, die Durchführung der Impfung erfolgt  gemäß Epidemiegesetz in mittelbarer Bundesverwaltung durch die Amtsärztinnen bzw. Amtsärzte.

11. Musste der Schulbetrieb vorübergehend eingeschränkt werden?

Nein

12. Sind in der Schule und in der unmittelbaren Umgebung noch weitere derartige Krankheitsfälle bekannt?

Nein

13. Wenn ja, welche?

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14. Wenn nein, werden dahingehende Untersuchungen durchgeführt werden?

Nein. Die Erkrankung an Hepatitis A ist eine meldepflichtige Krankheit und wird die Bezirksverwaltungsbehörde als Gesundheitsbehörde daher bei Auftreten weiterer Fälle umgehend informiert.

15. Werden bei Flüchtlingskindern vor Unterrichtsantritt Schuluntersuchungen durchgeführt?

16. Wenn nein, warum nicht?

Es werden bzw. wurden Untersuchungen vor Unterrichtsbeginn nicht durchgeführt, da dazu mangels Vorliegens einer Epidemie im Rechtssinne keine rechtliche Veranlassung bestand bzw. besteht.