LANDTAG STEIERMARK
XVII. GESETZGEBUNGSPERIODE


EZ/OZ: 2888/1

Selbstständiger Antrag von Abgeordneten (§ 21 GeoLT)

eingebracht am 22.11.2018, 16:11:25


Landtagsabgeordnete(r): LTAbg. Dipl.-Ing.(FH) Lara Köck (Grüne), LTAbg. Sandra Krautwaschl (Grüne)
Fraktion(en): Grüne
Zuständiger Ausschuss: Infrastruktur
Regierungsmitglied(er): Landesrat Anton Lang

Betreff:
Einbindung von Big Solar in das Fernwärmenetz von Graz

Die Stadt Graz unternimmt seit Jahren massive Anstrengungen zum Ausbau der Fernwärme im Grazer Stadtgebiet, um so einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Feinstaubreduktion im Heizungsbereich zu leisten. Die Pläne für die künftige Wärmeaufbringung in Graz sind ambitioniert: Bis 2030 soll der Anteil der mit Fernwärme versorgten Haushalte von derzeit 40% auf 60% erhöht werden. Bis 2050 soll die Wärmeversorgung mit 100% Erneuerbarer Wärme durchgeführt werden. Neben den Abwärmenutzungen der Industriebetriebe Sappi Papers in Gratkorn und des Stahlwerks Marienhütte in Graz soll das Projekt „Big Solar“ zur Fernwärmenutzung herangezogen werden. Zehn bis 15 Prozent des Grazer Fernwärmebedarf soll die künftige Anlage abdecken.

Durch das Gas und Dampf- Kraftwerk Mellach beträgt die Versorgungstemperatur für das Fernwärmenetzes 130°C. Die Versorgungstemperatur der Solaranlage „Big Solar“ liegt bei 80 - 90°C. Aus diesem Grund muss eine Nachheizung erfolgen, damit die Funktionsfähigkeit des Fernwärmenetzes garantiert werden kann.

Im Sinne eines nachhaltigen Betriebes und des steirischen Klimaschutzplanes ist es natürlich erforderlich, dass für diese Nachheizung ausschließlich erneuerbare Energien genutzt werden.


Es wird daher der

Antrag

gestellt:

Der Landtag wolle beschließen:

Die Landesregierung wird aufgefordert zu gewährleisten, dass für die Nachheizung des Wasserspeichers von „Big Solar“ für die Einbindung in das Fernwärmenetz Graz ausschließlich erneuerbare Energien genutzt werden.

 


Unterschrift(en):
LTAbg. Dipl.-Ing.(FH) Lara Köck (Grüne), LTAbg. Sandra Krautwaschl (Grüne)