LANDTAG STEIERMARK
XVII. GESETZGEBUNGSPERIODE


EZ/OZ: 963/1

Selbstständiger Antrag von Abgeordneten (§ 21 GeoLT)

eingebracht am 10.06.2016, 09:35:43


Landtagsabgeordnete(r): LTAbg. Dipl.-Ing. Hedwig Staller (FPÖ), LTAbg. Christian Cramer (FPÖ), LTAbg. Dipl.-Ing. Gerald Deutschmann (FPÖ), LTAbg. Erich Hafner (FPÖ), LTAbg. Herbert Kober (FPÖ), LTAbg. Anton Kogler (FPÖ), LTAbg. Helga Kügerl (FPÖ), LTAbg. Mario Kunasek (FPÖ), Dritter Landtagspräsident Dr. Gerhard Kurzmann (FPÖ), LTAbg. Liane Moitzi (FPÖ), LTAbg. Albert Royer (FPÖ), LTAbg. Andrea Michaela Schartel (FPÖ), LTAbg. Marco Triller, BA MSc (FPÖ)
Fraktion(en): FPÖ
Zuständiger Ausschuss: Gesundheit
Regierungsmitglied(er): Landesrat Mag. Christopher Drexler

Betreff:
Unterstützung des Vereins „MOKI Steiermark“

„MOKI – mobile Kinderkrankenpflege“ ist ein gemeinnütziger Verein und wurde 1999 in Wien und Niederösterreich gegründet. Der Verein, bestehend aus diplomierten Pflegefachkräften und Pflegehelfern mit Berufserfahrung im Kinder- und Jugendlichenbereich, ist Anbieter von mobiler Hauskrankenpflege für Kinder. Die Organisation gibt es bereits in Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Kärnten und dem Burgenland. Seit Dezember 2015 gibt es die mobile Kinderkrankenpflege auch in der Steiermark. Gegründet wurde MOKI Steiermark von den diplomierten Kinderkrankenschwestern Ernestine Weiß und Doris Spalek, Obfrau und Geschäftsführerin von MOKI Burgenland. Die vermehrten Anfragen von oststeirischen Familien im Burgenland waren Anlass dafür, ein solches Angebot auch in der Steiermark zu etablieren.

Ziel des Vereins ist die Betreuung, Versorgung und Pflege von kranken Kindern zu Hause im gewohnten Umfeld. In vertrauter Umgebung und angenehmer Atmosphäre, in der sich Kinder geborgen fühlen, genesen diese wesentlich schneller. Familien werden in ihrer Verantwortung unterstützt, gestärkt und entlastet. Insbesondere Eltern mit schwerkranken Kindern sind psychisch und physisch massiv belastet. Hier hilft der Verein den betroffenen Familien, die Erkrankung zu akzeptieren, richtig damit umzugehen und zu Hause damit zu leben. Das Betreuungsangebot umfasst zahlreiche Pflegeleistungen wie präventive Gesundheitspflege (Neugeborenenpflege), Frühgeborenenpflege, chirurgische Pflege, Pflege von Kindern mit chronischen Erkrankungen, Entlastungspflege (Palliative Care Pädiatrie) sowie psychosoziale Elternbetreuung. Eltern von Kindern mit schweren Erkrankungen sind rund um die Uhr im Einsatz, betreuen, pflegen und versorgen ihr Kind. Zeit für andere Dinge bleibt kaum. Die mobile Kinderkrankenpflege bietet die Möglichkeit, einmal loszulassen. Die Mutter kann sich während der Pflege des Kindes durch die Pflegefachkräfte beispielsweise mit den Geschwisterkindern beschäftigen, Amtswege und Einkäufe erledigen oder sich einfach nur ausruhen. Die Mitarbeiter von MOKI schenken betroffenen Eltern Freizeit, um auch auf sich selbst zu achten und wieder neue Energie für die Betreuung des Kindes zu sammeln.

Sieben Kinderkrankenschwestern sind derzeit freiberuflich im neugegründeten steirischen MOKI-Verein tätig. Die Versorgung beschränkt sich bislang auf die Bezirke Hartberg-Fürstenfeld, Weiz und Südoststeiermark. Finanziert wird die mobile Kinderkrankenpflege derzeit ausschließlich über Spendengelder und einen geringen Selbstbehalt der Familien. Mit diesen Einnahmen werden die Pflegestunden der Krankenschwestern bezahlt. Der ganze organisatorische Aufwand ist allerdings zur Gänze ehrenamtlich. Ein großes Ziel des Vereins wäre es, einen Kooperationspartner zu finden, der sich an den Kosten für die Familien beteiligt (Quelle: http://steiermark.orf.at/tv/stories/2771345/).

In diesem Zusammenhang wird auch eine Unterstützung seitens des Landes Steiermark angestrebt. Ein entsprechender Förderantrag wurde bereits bei der zuständigen Abteilung für Soziales, Arbeit und Integration gestellt. Mit der Abteilung für Gesundheit, Pflege und Wissenschaft gab es schon positive Gespräche. Allerdings gibt es bis dato noch keine Zusage zu möglichen finanziellen Mitteln. MOKI Steiermark ist darum bemüht, Eltern auch weiterhin zu entlasten und ihre Kinder bestmöglich zu betreuen und zu pflegen. Um das Angebot in nächster Zeit auch auf die restliche Steiermark auszuweiten, ist der Verein zukünftig auf einen zuverlässigen Kooperationspartner sowie eine fundierte finanzielle Unterstützung angewiesen.


Es wird daher der

Antrag

gestellt:

Der Landtag wolle beschließen:

Die Landesregierung wird aufgefordert, den Verein MOKI Steiermark mit finanziellen Mitteln in angemessener Höhe zu unterstützen und eine langfristige Kooperation einzugehen.


Unterschrift(en):
LTAbg. Dipl.-Ing. Hedwig Staller (FPÖ), LTAbg. Christian Cramer (FPÖ), LTAbg. Dipl.-Ing. Gerald Deutschmann (FPÖ), LTAbg. Erich Hafner (FPÖ), LTAbg. Herbert Kober (FPÖ), LTAbg. Anton Kogler (FPÖ), LTAbg. Helga Kügerl (FPÖ), LTAbg. Mario Kunasek (FPÖ), Dritter Landtagspräsident Dr. Gerhard Kurzmann (FPÖ), LTAbg. Liane Moitzi (FPÖ), LTAbg. Albert Royer (FPÖ), LTAbg. Andrea Michaela Schartel (FPÖ), LTAbg. Marco Triller, BA MSc (FPÖ)