LANDTAG STEIERMARK
XVII. GESETZGEBUNGSPERIODE


EZ/OZ: 1272/1

Selbstständiger Antrag von Abgeordneten (§ 21 GeoLT)

eingebracht am 24.11.2016, 08:34:12


Landtagsabgeordnete(r): LTAbg. Erich Hafner (FPÖ), LTAbg. Christian Cramer (FPÖ), LTAbg. Herbert Kober (FPÖ), LTAbg. Anton Kogler (FPÖ), LTAbg. Helga Kügerl (FPÖ), Dritter Landtagspräsident Dr. Gerhard Kurzmann (FPÖ), LTAbg. Liane Moitzi (FPÖ), LTAbg. Albert Royer (FPÖ), LTAbg. Andrea Michaela Schartel (FPÖ), LTAbg. Dipl.-Ing. Hedwig Staller (FPÖ), LTAbg. Marco Triller, BA (FPÖ)
Fraktion(en): FPÖ
Zuständiger Ausschuss: Infrastruktur
Regierungsmitglied(er): Landesrat Anton Lang

Betreff:
Einsparungspotenzial durch „intelligente“ LED-Straßenbeleuchtung nutzen

In den letzten Jahren wurden zahlreiche Landes- und Gemeindestraßen mit LED-Beleuchtungskörpern ausgestattet.  Neben einem geringeren Stromverbrauch und einer längeren Lebensdauer bringen diese auch niedrigere Energie- und Instandhaltungskosten mit sich.

In einer Fachinformation der vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft gestarteten Klimaschutzinitiative „klima:aktiv“ wird ebenfalls auf die überwiegend positiven Aspekte dieser zukunftsweisenden Technologie eingegangen: „Neben der hohen Energieeffizienz und dem guten Wirkungsgrad der LED-Technologie sind auch Langlebigkeit sowie neue Gestaltungsmöglichkeiten als wesentliche Vorteile zu nennen. Darüber hinaus bietet die LED-Technologie weitere technische Vorzüge an, wie etwa die optimierte Lichtverteilung aufgrund der Bauform, eine Unempfindlichkeit gegen hohe Schalthäufigkeiten sowie die problemlose Dimmbarkeit und die Ansteuerbarkeit einzelner Leuchten, welche in der Praxis einen energiesparenden und wirtschaftlichen Betrieb, die Anpassung an das örtliche Verkehrsgeschehen und die individuelle Regelung ermöglichen. Zu den Nachteilen zählen die relativ hohen Anschaffungskosten, wenngleich das Preis-Leistungsverhältnis mittlerweile sehr gut ist.“ (Quelle: http://www.klimaaktiv.at/gemeinden/stromsparen/strassenbeleuchtung.html)

Die Stadt Graz und die Gemeinde Seiersberg gingen hierbei sogar einen Schritt weiter. Neben der Installierung vieler LED-Lampen wurden diese an manchen Straßenzügen zusätzlich mit einer Anwesenheitserkennung ausgestattet. Unter dem Titel „Intelligente Straßenbeleuchtung als leuchtendes Beispiel“ wurden die zahlreichen Vorteile erläutert: „Eine Reduktion der Stromkosten und CO2-Emissionen um rund 65 bis 80 Prozent, als ‚Nebenwirkungen‘ zahlreiche Vorteile für Mensch, Tier und die Umwelt - mit diesem Rezept haben den beiden südlichen Grazer Stadtbezirke Liebenau und Puntigam gemeinsam mit der Nachbargemeinde Seiersberg und einer kräftigen Förderung der Europäischen Union neue Standards in Sachen effizienter Straßenbeleuchtung gesetzt. Vor kurzem wurde exakt an der Stadtgrenze die letzte von insgesamt 1.265 neuen LED-Lampen an Stelle einer herkömmlichen Straßenleuchte im Projektgebiet eingesetzt. Bewährt sich die innovative Beleuchtung wie erwartet, könnte früher oder später ganz Graz in neuem, energieeffizientem Licht erstrahlen. Voraussetzung wäre jedoch eine Investition in zweistelliger Millionenhöhe, um den flächendeckenden Austausch der Leuchtmittel sowie die Erneuerung der zum Teil schon mehr als ein halbes Jahrhundert alten Infrastruktur zu finanzieren. […] In manchen Straßenzügen nahe des Grazer Zentralfriedhofs ging man sogar noch einen Schritt weiter, wie Verkehrsstadtrat Mag. (FH) Mario Eustacchio erläutert: ‚In einem Testgebiet zwischen der Hans-Groß-Gasse und der Wagner-Jauregg-Straße sowie zwischen der Triester Straße und der Bahntrasse haben wir die Straßenbeleuchtung durch eine intelligente Anwesenheitserkennung ergänzt. Wenn sich niemand auf der Straße aufhält, wird das Licht heruntergedimmt, um wieder normaler Werte zu erreichen, wenn sich jemand nähert!‘“ (Quelle: http://www.graz.at/cms/beitrag/10243998/311469/)

Über 5.000 Kilometer an Landesstraßen durchziehen die Steiermark. Unter den Aspekten der Sparsamkeit, Ressourcenschonung und Verkehrssicherheit ist es notwendig zu prüfen, an welchen Landesstraßenzügen diese innovative und „intelligente“ Beleuchtungstechnologie künftig eingesetzt werden kann.


Es wird daher der

Antrag

gestellt:

Der Landtag wolle beschließen:

Die Landesregierung wird aufgefordert,

  1. zu prüfen, an welchen Landesstraßenzügen die „intelligente“ Straßenbeleuchtung nach dem Vorbild von Graz und Seiersberg Anwendung finden kann und

  2. künftig diese Technologie bei Bauvorhaben an diesen Straßenzügen einzusetzen.


Unterschrift(en):
LTAbg. Erich Hafner (FPÖ), LTAbg. Christian Cramer (FPÖ), LTAbg. Herbert Kober (FPÖ), LTAbg. Anton Kogler (FPÖ), LTAbg. Helga Kügerl (FPÖ), Dritter Landtagspräsident Dr. Gerhard Kurzmann (FPÖ), LTAbg. Liane Moitzi (FPÖ), LTAbg. Albert Royer (FPÖ), LTAbg. Andrea Michaela Schartel (FPÖ), LTAbg. Dipl.-Ing. Hedwig Staller (FPÖ), LTAbg. Marco Triller, BA (FPÖ)