LANDTAG STEIERMARK
XVIII. GESETZGEBUNGSPERIODE


EZ/OZ: 1778/1

Befragung eines Mitgliedes der Landesregierung (§ 69 GeoLT)

eingebracht am 11.11.2021, 12:30:13


Landtagsabgeordnete(r): LTAbg. Robert Reif (NEOS)
Fraktion(en): NEOS
Zuständiger Ausschuss: -
Regierungsmitglied(er): Landesrätin Dr. Juliane Bogner-Strauß

Betreff:
Kinderambulanz auf der Stolzalpe erhalten

Aufgrund des eklatanten Mangels an Kinderärzt_innen mit Kassenstelle in Murau zeigt die ärztliche Versorgung von Kindern in der Region nicht nur ein tristes Bild, sondern wirft auch viele Fragen zur medizinischen Versorgungssicherheit auf. Bislang gab es noch einen kleinen Hoffnungsschimmer, durch welchen die kinderärztliche Versorgungsstruktur im Bezirk abgesichert war, und zwar das Rund-um-die-Uhr-Angebot für Kinder durch die am LKH Stolzalpe tätigen Kinderärzt_innen. Mit der Kinderambulanz konnte auf ein niederschwelliges pädiatrisches Angebot zu jeder Tages- und Nachtzeit zurückgegriffen werden.

Die Öffnungszeiten und damit auch die Garantie einer medizinischen Versorgung für Kinder sollen künftig jedoch massiv eingeschränkt werden. Die Ambulanz soll nämlich nur mehr von Montag bis Donnerstag von 8 bis 13 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr geöffnet sein. Diese Neuausrichtung stellt jedenfalls eine Verschlechterung der kinderärztlichen Versorgung in der Region Murau dar. Nach Angaben der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft m. b. H. (KAGes) ist diese Änderung und Neuausrichtung jedoch unumgänglich, da die bisherigen Ambulanzleistungen für Kinder rechtlich nicht gedeckt gewesen sein sollen (vgl. Kleine Zeitung, am 7.10.2021, "Neue Kinderambulanz auf der Stolzalpe bringt eine Verschlechterung", https://www.kleinezeitung.at/steiermark/murtal/6043755/Aerger-in-Murau_Neue-Kinderambulanz-auf-der-Stolzalpe-bringt-eine). Der Vorschlag eines Sondermodells, mit welchem die derzeit tätigen Kinderärzt_innen auf der Stolzalpe verbleiben und während der Zeiten, in denen diese nicht anwesend sein können, die Ärzt_innen der Kinderambulanz in Leoben telemedizinisch bereitstehen, wurde jedoch vom Gesundheitsministerium aufgrund fehlender Rechtsgrundlage abgelehnt. Damit ist die kinderärztliche Versorgung in der Region Murau in Zukunft gefährdet und den Familien steht in ihrem Bezirk bei Notfällen keine medizinische Behandlung von Kindern rund um die Uhr zur Verfügung.

Die medizinische Versorgung unserer Kleinsten darf in der Steiermark nicht vom Wohnort abhängen. Deshalb ist es die Aufgabe der Landesregierung, allen voran der Gesundheitslandesrätin Bogner-Strauß, hier entschieden entgegenzuwirken, um die bestmögliche gesundheitliche Versorgung für Kinder in der Steiermark sicherzustellen.

Es wird folgende

Anfrage

gestellt:

Welche Maßnahmen werden Sie setzen, um in Zukunft wieder einen 24-Stunden-Betrieb der Kinderambulanz am LKH Stolzalpe sicherzustellen und damit einen niederschwelligen Zugang zu medizinischer Versorgung für Kinder in der Region Murau zu gewährleisten? 


Unterschrift(en):
LTAbg. Robert Reif (NEOS)