LANDTAG STEIERMARK
XVIII. GESETZGEBUNGSPERIODE


EZ/OZ: 1772/1

Selbstständiger Antrag von Abgeordneten (§ 21 GeoLT)

eingebracht am 10.11.2021, 13:01:24


Landtagsabgeordnete(r): LTAbg. Nikolaus Swatek, BSc (NEOS), LTAbg. Robert Reif (NEOS)
Fraktion(en): NEOS
Zuständiger Ausschuss: Soziales
Regierungsmitglied(er): Landesrätin Mag. Doris Kampus, Landesrätin MMag. Barbara Eibinger-Miedl, Landesrätin Dr. Juliane Bogner-Strauß

Betreff:
Kein Kind beim Schulskikurs zurücklassen

Der Landesrechnungshof erläutert in seinem Bericht "Strategie des Landes Steiermark im Ski-Tourismus", wieso unsere steirischen Skigebiete und damit auch das Skifahren generell ein fundamentales Nachwuchsproblem haben (LRH 30.09.2021: 1-134). Österreichs Kinder bewegen sich immer weniger und die demografische Entwicklung führt weiters dazu, dass aufgrund der rückläufigen Geburtenrate naturgemäß weniger neue Skifahrer_innen und Wintersportler_innen nachrücken.

Es liegt daher an der Politik, gegenzusteuern und den natürlichen Bewegungsdrang von Kindern und Jugendlichen möglichst frühzeitig zu unterstützen. Dies auch, damit steirische Kinder und Jugendliche möglichst aktiv und gesund ihr Leben und späteres Erwachsenendasein verbringen können. Aus diesem Grund sind Kindergarten- und Schulskikurse so wichtig, denn dadurch können Kinder frühzeitig in Berührung mit Wintersport kommen.

Skifahren wird allerdings zunehmend zur Kostenfrage: Von zeitgemäßer Ausrüstung, über Liftkarten bis hin zur Verpflegung werden Schulskikurse immer teurer. Das führt dazu, dass viele Eltern die Teilnahme ihrer Kinder immer häufiger aus finanziellen Gründen absagen müssen. Dadurch können Kinder auch aus dem sozialen Gefüge eines Klassenverbandes gerissen werden. Zudem haben sie nicht die spielerische Möglichkeit, Sport in ihr Leben zu integrieren. 

Sechs Bundesländer  Burgenland, Oberösterreich, Salzburg, Tirol, Vorarlberg und Wien  haben eine soziale Beihilfe für Eltern eingeführt, damit bedürftigen Kindern die Teilnahme an mehrtägigen Schulveranstaltungen ermöglicht wird. Die Höhe dieser Beihilfe beträgt bis zu 220 Euro pro Schüler_in und Jahr. In der Steiermark gibt es keine solche Unterstützung. Dadurch wird den steirischen Eltern die Finanzierung der Teilnahme ihrer Kinder an Schulskikursen erschwert und oft verunmöglicht. Hinzu kommt, dass vom Land Steiermark die Liftkosten bei Wintersportwochen  im Gegensatz zu vier anderen österreichischen Bundesländern  nicht unterstützt werden. Es anderen Bundesländern gleichzutun und derartige Beihilfen einzuführen, ist somit dringend geboten.


Es wird daher der

Antrag

gestellt:

Der Landtag wolle beschließen:

Die Landesregierung wird aufgefordert:

  1. dem Beispiel anderer Bundesländer folgend eine treffsichere soziale Beihilfe für Schulskikurse einzuführen, sowie
  2. eine Förderung für die Übernahme von Liftkosten im Rahmen von Wintersportwochen umzusetzen.

Unterschrift(en):
LTAbg. Nikolaus Swatek, BSc (NEOS), LTAbg. Robert Reif (NEOS)