LANDTAG STEIERMARK
XVII. GESETZGEBUNGSPERIODE


TOP 4

EZ/OZ 1971/5

Schriftlicher Bericht

Ausschuss: Gesundheit

Betreff:
Verbesserte Hilfestellung für Menschen mit Demenz und deren Angehörige

 

zu:
EZ 1971/1, Verbesserte Hilfestellung für Menschen mit Demenz und deren Angehörige (Selbstständiger Antrag von Abgeordneten (§ 21 GeoLT))

 

Der Ausschuss "Gesundheit" hat in seiner Sitzung am Dienstag, dem 24.04.2018 über den oben angeführten Gegenstand die Beratungen durchgeführt.

Mit Beschluss des Ausschusses für Gesundheit vom 07.11.2017 wurde die Steiermärkische Landesregierung ersucht, eine Stellungnahme zum Antrag, Einl.Zahl 1971/1, betreffend „Verbesserte Hilfestellung für Menschen mit Demenz und deren Angehörige“ abzugeben.

Aufgrund dieses Beschlusses erstattet die Steiermärkische Landesregierung folgende Stellungnahme:

„Im gegenständlichen Selbstständigen Antrag wird von der FPÖ begehrt, dass die Landesregierung in Zusammenarbeit mit der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse nach dem Vorbild der vom Land Oberösterreich und der Oberösterreichischen Gebietskrankenkasse entwickelten „aktion demenz leben“ übersichtliche Hilfestellungen für Demenzerkrankte und deren Angehörige entwickelt und dem Landtag darüber Bericht erstattet.

Vorauszuschicken ist, dass der Eindruck trügt, die Steiermark habe in Umsetzung der Demenzstrategie lediglich eine IST-Erhebung durchgeführt. Wahr ist vielmehr, dass es in der Steiermark ein außerordentlich großes Demenzangebot gibt (siehe auch die Antworten auf die parlamentarische Anfrage „Demenzstrategie (EZ: 2000/2)):

  • Mobile Hauskrankenpflege

  • Stundenweiser Entlastungsdienst

  • Case&Care-Management

  • Psychosoziale Beratungszentren in jedem Bezirk

  • Gesundheitszentren bzw. der niedergelassene Bereich

  • Krankenhauspersonal ist in Hinblick auf Demenz sensibilisiert und aufgeklärt

  • Demenztagezentren

  • Demenzstationen in Pflegeheimen

  • Kurzzeitpflege - Übergangspflege

  • Kompetenzzentrum der Sozialversicherungsanstalt der Bauern „Qualitätssicherung in der häuslichen Pflege“

Weiters ist anzumerken, dass es sich trotz der Prominenz der „Demenz“ um eine psychiatrische Diagnose handelt und es Aufgabe des Gesundheitssystems ist, allen Menschen hinsichtlich ihrer Bedarfe und Bedürfnisse beiseite zu stehen.

Darüber hinaus gibt es bereits derzeit eine Vielzahl von Broschüren, die sich mit dem Thema der Demenz, deren Diagnose und Therapie sowie anderen Aspekten beschäftigen.

Die Einrichtung spezifischer und exklusiver Beratungsstellen für Demenz erscheint nicht zielführend zu sein, da es z.B. die psychosozialen Beratungsstellen in allen Bezirken der Steiermark gibt, welche selbstverständlich kostenlos über Demenz und auch alle anderen psychiatrischen Erkrankungen beraten.

Trotzdem wird das Land Steiermark in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsfonds eine Umsetzungsstrategie auf Basis der Ist-Erhebung zu den Demenzangeboten in der Steiermark entwickeln.“

Es wird daher der

Antrag

gestellt:

Der Landtag wolle beschließen:

Der Bericht des Ausschusses für Gesundheit zum Antrag, EZ 1971/1, „Verbesserte Hilfestellung für Menschen mit Demenz und deren Angehörige“, der Abgeordneten der FPÖ wird zur Kenntnis genommen.

 

 

 

Die Obfrau:
LTAbg. Sandra Krautwaschl