LANDTAG STEIERMARK
XVII. GESETZGEBUNGSPERIODE


EZ/OZ: 364/1

Selbstständiger Antrag von Abgeordneten (§ 21 GeoLT)

eingebracht am 30.10.2015, 08:52:47


Landtagsabgeordnete(r): LTAbg. Hannes Amesbauer, BA (FPÖ), LTAbg. Christian Cramer (FPÖ), LTAbg. Dipl.-Ing. Gerald Deutschmann (FPÖ), LTAbg. Erich Hafner (FPÖ), LTAbg. Herbert Kober (FPÖ), LTAbg. Anton Kogler (FPÖ), LTAbg. Helga Kügerl (FPÖ), LTAbg. Mario Kunasek (FPÖ), Dritter Landtagspräsident Dr. Gerhard Kurzmann (FPÖ), LTAbg. Liane Moitzi (FPÖ), LTAbg. Albert Royer (FPÖ), LTAbg. Andrea Michaela Schartel (FPÖ), LTAbg. Dipl.-Ing. Hedwig Staller (FPÖ), LTAbg. Marco Triller, BA MSc (FPÖ)
Fraktion(en): FPÖ
Zuständiger Ausschuss: Soziales
Regierungsmitglied(er): LTAbg. Mag. Christian Buchmann (ÖVP), Landesrat Mag. Jörg Leichtfried, Landesrätin Mag. Doris Kampus

Betreff:
Vereinbarkeit von Sport, Beruf und Wirtschaft!

Begründung

Aus der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der freiheitlichen Sportsprecherin NAbg. Petra Steger an SPÖ-Sozialminister Rudolf Hundstorfer geht hervor, dass die Zahl der arbeitslosen Spitzensportler und Trainer kontinuierlich ansteigt. Ende Juni 2015 waren 589 ohne Arbeitsplatz, weitere 72 in Schulungen (Quelle: 5653/AB vom 07.09.2015 zu 6030/J (XXV.GP)). Viele Sportler schlittern zudem in die Langzeitarbeitslosigkeit, wenn ihre Karriere im Leistungssport vorbei ist.

Auch während der „aktiven“ Zeit ist es für Athleten und Trainer sehr schwierig, Beruf und Sport miteinander zu vereinen. Dazu kommt, dass es derzeit für Unternehmen, abgesehen von einem möglichen Werbewert des beschäftigten Sportlers, kaum Anreize gibt, aktive Wettkämpfer zu beschäftigen. Für den Arbeitgeber ist die Anstellung von Sportlern oftmals mit Nachteilen und Kompromissen verbunden, da ihm, bedingt durch Trainingseinheiten und Wettkämpfe und damit einhergehenden Abwesenheiten des Arbeitnehmers, große Flexibilität abverlangt wird. Da gerade Spitzensportler sehr fokussiert, leistungsorientiert und zielstrebig sind, geht der Wirtschaft durch die oftmalige Unvereinbarkeit von Sport und Beruf großes Potential verloren.

Das Land Steiermark setzte sich das Ziel, internationale Sporterfolge zu erreichen (§ 1 Abs 1 Z1 Steiermärkisches Landessportgesetz 2015) und Leistungs- und Spitzensport zu fördern (§ 2 Z1 Steiermärkisches Landessportgesetz 2015).

Der Leistungs- und Spitzensport hat eine Vorbildwirkung für Freizeitsportler und stellt damit ein „Marketinginstrument“ für den Breitensport dar. Von unterstützten und motivierten Spitzenathleten profitiert somit das ganze Land.

Nach dem Vorbild des bedauerlicherweise abgeschafften „Blum-Bonus“ im Lehrlingsbereich könnten Betriebe gezielt finanziell gefördert werden, wenn sie Sportler ausbilden (Lehre) oder diesen eine Arbeitsstelle zur Verfügung stellen. Durch die Schaffung von wirtschaftlichen Anreizen für Unternehmen bzw. Arbeitgeber, die Athleten beschäftigen, wird der hohen Arbeitslosigkeit unter Sportlern entgegengewirkt. Überdies setzt man wichtige Impulse für den steirischen Spitzensport.


Es wird daher der

Antrag

gestellt:

Der Landtag wolle beschließen:

Die Steiermärkische Landesregierung wird aufgefordert, dem Landtag eine Regierungsvorlage zuzuleiten, die für Unternehmer bzw. Arbeitgeber entsprechende Förderungen sicherstellen soll, wenn diese (Spitzen)Sportler ausbilden bzw. ihnen eine Arbeitsstelle zur Verfügung stellen.


Unterschrift(en):
LTAbg. Hannes Amesbauer, BA (FPÖ), LTAbg. Christian Cramer (FPÖ), LTAbg. Dipl.-Ing. Gerald Deutschmann (FPÖ), LTAbg. Erich Hafner (FPÖ), LTAbg. Herbert Kober (FPÖ), LTAbg. Anton Kogler (FPÖ), LTAbg. Helga Kügerl (FPÖ), LTAbg. Mario Kunasek (FPÖ), Dritter Landtagspräsident Dr. Gerhard Kurzmann (FPÖ), LTAbg. Liane Moitzi (FPÖ), LTAbg. Albert Royer (FPÖ), LTAbg. Andrea Michaela Schartel (FPÖ), LTAbg. Dipl.-Ing. Hedwig Staller (FPÖ), LTAbg. Marco Triller, BA MSc (FPÖ)