LANDTAG STEIERMARK
XVII. GESETZGEBUNGSPERIODE


EZ/OZ: 356/1

Selbstständiger Antrag von Abgeordneten (§ 21 GeoLT)

eingebracht am 29.10.2015, 16:02:25


Landtagsabgeordnete(r): LTAbg. Ing. Sabine Jungwirth (Grüne), LTAbg. Lambert Schönleitner (Grüne), LTAbg. Sandra Krautwaschl (Grüne)
Fraktion(en): Grüne
Zuständiger Ausschuss: Infrastruktur
Regierungsmitglied(er): Landesrat Mag. Jörg Leichtfried

Betreff:
Ausbau des steirischen Elektrotankstellennetzes

Elektromobilität ist neben den öffentlichen Verkehrsmitteln der nachhaltige Weg in die Verkehrszukunft. E-Fahrzeuge sind durch einen fünffach besseren Wirkungsgrad höchst energieeffizient, sind leise und ohne Schadstoffemissionen. Wird der verwendete Strom aus erneuerbaren Energieträgern gewonnen, kann Autofahren CO2-neutral erfolgen. Elektroautos steigern laufend die Reichweite, die Angebotspalette vergrößert sich und die Alltagstauglichkeit ist mittlerweile unumstritten. Laut ExpertInnen wird die Elektromobilität mittel- bis langfristig die klassischen Verbrennungsmotoren im Bereich des motorisierten Individualverkehrs ersetzen und so zu einem Treiber der Verkehrswende und des Klimaschutzes werden. Die Zukunft gehört dem öffentlichen Verkehr, ergänzt durch Elektromobilität aus erneuerbaren Quellen. Obwohl die Zahl derzeit noch recht überschaubar ist, gewinnen Elektrofahrzeuge in Österreich und auch in der Steiermark immer mehr an Bedeutung. Die Anzahl an Elektrofahrrädern erhöht sich bereits auch ohne Förderungen rasant.

Der flächendeckende Ausbau ist das Ziel - und die Voraussetzung für den Durchbruch der sauberen und umweltfreundlichen Elektromobilität. Neben dem Kaufpreis sind aber auch die Reichweite und der Zugang zu einer öffentlichen Ladestation derzeit die größten Hürden für den Kauf eines Elektroautos.

Daher bedarf es auch mehr Elektrotankstellen. Es gibt derzeit in der Steiermark 255 Ladepunkte von unterschiedlichen  AnbieterInnen für eine öffentliche Nutzung. Im Vergleich zu anderen Bundesländern ist das eine sehr geringe Anzahl. In Kärnten gibt es zum Beispiel bereits 327 und in Niederösterreich bereits 495 Elektrotankstellen. Zur Versorgungssicherheit und -qualität sollte mittelfristig in jeder Gemeinde mindestens eine Elektrotankstelle zur Verfügung stehen.


Es wird daher der Antrag gestellt, der Landtag wolle beschließen:

Die Landesregierung wird zur Attraktivierung der Elektromobilität aufgefordert,

  1. den Ausbau des Elektrotankstellennetzes zu forcieren,
  2. als mittelfristiges Ziel mindestens eine E-Tankstelle pro Gemeinde vorzusehen, und
  3. darauf Bedacht zu nehmen, dass der an der Ladestation abgegebene Strom aus erneuerbaren Energiequellen kommt.

Unterschrift(en):
LTAbg. Ing. Sabine Jungwirth (Grüne), LTAbg. Lambert Schönleitner (Grüne), LTAbg. Sandra Krautwaschl (Grüne)