LANDTAG STEIERMARK
XVIII. GESETZGEBUNGSPERIODE


TOP 25

EZ/OZ 1558/5

Schriftlicher Bericht

Ausschuss: Bildung, Gesellschaft und Gesundheit

Betreff:
Ausbau der berufsbegleitenden Ausbildungsmodelle an den Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege des Landes Steiermark

 

zu:
EZ 1558/1, Ausbau der berufsbegleitenden Ausbildungsmodelle an den Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege des Landes Steiermark (Selbstständiger Antrag von Abgeordneten (§ 21 GeoLT))

 

Der Ausschuss "Bildung, Gesellschaft und Gesundheit" hat in seiner Sitzung am Dienstag, dem 30.11.2021 über den oben angeführten Gegenstand die Beratungen durchgeführt.

Mit Beschluss des Ausschusses für Bildung, Gesellschaft und Gesundheit vom 12.10.2021 wurde die Steiermärkische Landesregierung ersucht, eine Stellungnahme zum Antrag, Einl. Zahl 1558/1, „Ausbau der berufsbegleitenden Ausbildungsmodelle an den Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege des Landes Steiermark“, abzugeben.

Aufgrund dieses Beschlusses erstattet die Steiermärkische Landesregierung folgende Stellungnahme:

"Das Land Steiermark hat in den letzten Jahren das Ausbildungsangebot von 6 auf 14 Standorte erweitert und auch die Ausbildungsstarts finden ganzjährig statt. Auch berufsbegleitende Ausbildungsmöglichkeiten für angehende Pflegepersonen werden an den Schulstandorten Graz (2 x), Leoben, Frohnleiten, Stolzalpe und Bad Radkersburg immer wieder angeboten, allerdings leider kaum angenommen. So mussten heuer 3 berufsbegleitende Ausbildungen (2x Pflegeassistenz und 1x Pflegefachassistenz) allein in Graz aufgrund mangelndem Interesse abgesagt werden. Einzig in Bad Radkersburg konnte im Oktober 2021 eine berufsbegleitende Ausbildung zur Pflegefachassistenz (für die Pflegeassistenz) starten.

Die private Schule für Gesundheits- und Krankenpflege in der Steiermark bietet die Ausbildungen meist von Donnerstag bis Sonntag mit je 10 Unterrichtseinheiten (1x pro Monat) an. Dies ist v. a. für Personen aus anderen Bundesländern offensichtlich sehr vorteilhaft, da sie diese 4 Tage komprimiert in der Steiermark bleiben. Dieses Angebot zu forcieren würde für die steirische Pflegepersonalsituation aber keinen Vorteil bringen, da der Großteil der Teilnehmer*innen aus anderen Bundesländern kommt.

Nach Rücksprache mit den Gesundheitseinrichtungen melden diese rück, dass es häufig von Vorteil ist, wenn die Ausbildungen von ihren Mitarbeiter*innen in Vollzeit absolviert werden und auch Bildungskarenzmodelle in Anspruch genommen werden können.

Jedenfalls wird das Land Steiermark mit ihren Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege nichts unversucht lassen, um die Personalsituation mit einem attraktiven Ausbildungsangebot zu entschärfen und es werden weiterhin in der gesamten Steiermark auch berufsbegleitende Pflegeausbildungen angeboten werden."

 

Es wird daher der

Antrag

gestellt:

Der Landtag wolle beschließen:

Der Bericht des Ausschusses für Bildung, Gesellschaft und Gesundheit  zum Antrag, Einl. Zahl 1558/1, „Ausbau der berufsbegleitenden Ausbildungsmodelle an den Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege des Landes Steiermark“,der Abgeordneten der FPÖ wird zur Kenntnis genommen.

 

 

 

Die Obfrau:
LTAbg. Barbara Riener