LANDTAG STEIERMARK
XVIII. GESETZGEBUNGSPERIODE


TOP 30

EZ/OZ 409/6

Schriftlicher Bericht

Ausschuss: Bildung, Gesellschaft und Gesundheit

Betreff:
Sicherstellung der Behandlungsqualität in steirischen Krankenhäusern

 

zu:
EZ 409/1, Sicherstellung der Behandlungsqualität in steirischen Krankenhäusern! (Selbstständiger Antrag von Abgeordneten (§ 21 GeoLT))

 

Der Ausschuss "Bildung, Gesellschaft und Gesundheit" hat in seiner Sitzung am Dienstag, dem 16.03.2021 über den oben angeführten Gegenstand die Beratungen durchgeführt.

Der Ausschuss für „Bildung, Gesellschaft und Gesundheit“ hat in seiner Sitzung am 28. April 2020 den Antrag der Neos mit der EZ 409/1 betreffend „Sicherstellung der Behandlungsqualität in steirischen Krankenhäusern“ dem Unterausschuss „Gesundheit“ zugewiesen. Dieser hat in den Sitzungen am 7. Oktober 2020 und am 24. Februar 2021 u. a. über den gegenständlichen Antrag weitere Beratungen durchgeführt und es wurde die ebenfalls dazu übermittelte Stellungnahme der Landesregierung um den aktuellen Stand betreffend Projektentwicklung „Ambulante Beobachtungsbetten im LKH Weiz“ sowie gesetzte Maßnahmen zur Personalentlastung mittels dem vorliegenden Abänderungsantrag ergänzt.

Es ist anzumerken, dass die Personalbedarfsberechnungen im stationären Bereich auf aktuellen Leistungsdaten basieren. Daher ist die Personalausstattung entsprechend den Auslastungswerten und der anfallenden Arbeitsbelastung bemessen.

Bei der Herleitung des Personalbedarfs im Pflegebereich nach dem bestehenden Personalbedarfsberechnungsmodell wird die Bettenauslastung insofern berücksichtigt, als die Berechnung auf Basis der geplanten Belags- bzw. Pflegetage und der geplanten Anzahl an stationären Patientinnen sowie Patienten erfolgt. Die Auslastung der Betten leitet sich von diesen Daten ab. Dabei ist darauf hinzuweisen, dass der Personalbedarf über das ganze Jahr verteilt berechnet wird, wobei es natürlich zu saisonalen Schwankungen in der Inanspruchnahme kommen kann, sodass es auch vorübergehend zu Phasen kommt, in denen die durchschnittliche Auslastung deutlich unterschritten wird.

Saisonale Schwankungen, die in der Regel bekannt sind, sind daher im Rahmen der Dienstplanungen möglichst vorausschauend zu berücksichtigen (Stichwort Grippezeit).

Grundsätzlich können Maßnahmen wie die virtEBA (virtuelle Erstuntersuchung-Beobachtung-Aufnahme), die zur gezielten Steuerung der Patientinnen- bzw. Patientenströme dienen, zur Entlastung eines Standortes beitragen.

Außerdem ist gerade die Umsetzung eines Projekts zur Errichtung von ambulanten Beobachtungsbetten für die Versorgung von akuten (Funktion als ZAE, Zentrale Aufnahme- und Erstversorgungseinheit) und geplanten Patientinnen sowie Patienten am LKH Weiz im Gange und wird voraussichtlich im April d. J. vollständig abgeschlossen sein. Durch die Schaffung von Möglichkeiten zur kurzzeitigen (bis zu 24 h) Beobachtung in einem ambulanten Setting ist zu erwarten, dass sich der Aufnahmedruck auf der Akutstation reduziert und damit eine Entlastung des Personals erreicht werden kann.

Zwecks Wartelistenabbau sind Ärzte der Orthopädie und Unfallchirurgie in Weiz seit über einem Jahr tätig, die zu einer personellen Verstärkung in Weiz führen und damit auch die Attraktivität des Standortes steigern. Dieser Wartelistenabbau ist steiermarkweit zu verstehen. Eine ähnliche Vorgangsweise ist derzeit mit der plastischen Chirurgie gerade in Planung. Weiters wird darauf hingewiesen, dass die Behandlungsqualität chirurgischer Fächer, aber auch teilweise der konservativen Fächer, mit der Arbeitsauslastung der dort tätigen Ärzte direkt proportional steigt (Zusammenhang zwischen Fallzahl und Behandlungsqualität).

Generell ist darauf hinzuweisen, dass für die Entlastung der stationären Ressourcen auch die poststationäre Betreuung in der Langzeitpflege und im extramuralen Bereich gewährleistet sein muss.

Es wird daher der

Antrag

gestellt:

Der Landtag wolle beschließen:

Der Bericht des Ausschusses für Bildung, Gesellschaft und Gesundheit zum Antrag EZ 409/1, "Sicherstellung der Behandlungsqualität in steirischen Krankenhäusern", der Abgeordneten der NEOS wird zur Kenntnis genommen.

 

 

 

 

Die Obfrau:
LTAbg. Barbara Riener