LANDTAG STEIERMARK
XVIII. GESETZGEBUNGSPERIODE


EZ/OZ: 1215/1

Selbstständiger Antrag von Abgeordneten (§ 21 GeoLT)

eingebracht am 05.03.2021, 09:53:46


Landtagsabgeordnete(r): LTAbg. Mag. Alexander Pinter (Grüne), LTAbg. Sandra Krautwaschl (Grüne), LTAbg. Dipl.-Ing.(FH) Lara Köck (Grüne), LTAbg. Veronika Nitsche, MBA (Grüne), LTAbg. Lambert Schönleitner (Grüne), LTAbg. Georg Schwarzl (Grüne)
Fraktion(en): Grüne
Zuständiger Ausschuss: Europa
Regierungsmitglied(er): Landesrat Mag. Christopher Drexler, Landeshauptmann-Stv. Anton Lang

Betreff:
Naturnahen Sport fördern – Langlaufzentrum Thal bedarfsgerecht ausbauen

Was dem Sommer das Radfahren, ist dem Winter das Langlaufen. Ein zunehmendes Interesse an der sanften Sportart Langlaufen zeichnete sich bereits in den letzten Jahren ab, einen zusätzlichen Boost erhielt die krisensichere Freiluft-Sportart schließlich durch die Corona-Pandemie. Auch für viele Disziplinen des Spitzensports (Triathlon, Leichtathletik, Radsport uvm.) stellt das Langlauftraining im Winter einen wesentlichen Bestanteil dar.

Dies freut nicht nur die heimische Sportartikel-Wirtschaft, sondern auch die Betreiber*innen von Loipen. Eine der beliebtesten Langlauf-Loipen für Bewohner*innen aus Graz und dem Grazer Umland ist wohl jene in Thal bei Graz. Diese wird von der Stadt Graz zur Verfügung gestellt und vom WisoSport Club betreut.

Aufgrund des regen Zustroms auf die Loipe wird nun ein technisches „Update“ erforderlich. Durch die Schaffung von punktuellen Kunstschneedepots entlang der Loipe, die bei Bedarf auf die Loipentrasse aufgetragen werden können, kann eine dauerhafte Schneedecke von Ende November bis März realistisch gewährleistet werden. Im Gegensatz zur großflächigen Pisten-Beschneiung im alpinen Schilauf ist die Aufrechterhaltung eines schmalen Loipenbandes im Langlaufsport, wesentlich energiesparender und einfacher zu bewerkstelligen. Ergänzt durch die im Langlauf in Österreich seit Jahren angewendete Methode des „Snowfarming“ kann das Schneemanagement weiter optimiert werden. Eine umfassende Planung für eine solche Erweiterung seitens der Stadt Graz existiert bereits.

Zusätzlich könnte durch die Installation einer Photovoltaik-Anlage ein energietechnischer Mehrwert generiert werden. Bereits in der Vergangenheit unterstützte das Land Steiermark solche Projekte immer wieder punktuell.

Außerdem kann dieses Projekt zum Anlass genommen werden, die Anbindung sowohl mit öffentlichen Verkehrsmitteln als auch durch Radverkehrswege zu verstärken, sodass es hierbei auch zu einem Zusatznutzen kommen kann. Insbesondere eine effektive Öffi-Anbindung hätte den verkehrstechnischen Mehrwert, dass – abgesehen von den direkten Fahrten zur Loipe in Thal bei Graz – auch die noch bestehende Notwendigkeit, mit dem Privat-PKW zu anderen, durchgehend verfügbaren und teils größeren Loipen (Hebalm, Krumpenloipe – diese arbeiten ebenfalls mit technischer Beschneiung) zu fahren, wegfiele. Dadurch könnte die bestehende CO2-, NOx- und Feinstaubbelastung verbessert werden.


Es wird daher der

Antrag

gestellt:

Der Landtag wolle beschließen:

Die Landesregierung wird aufgefordert,

1. die Umsetzung des Projektes, das „Langlaufzentrum Thal“ bedarfsgerecht auszubauen, durch eine Co-Finanzierung des Landes mit der Stadt Graz und dem Bund (Drittelfinanzierung) zu unterstützen;

2. dabei auch die (energietechnisch sinnvolle) Installation einer Photovoltaik-Anlage zu forcieren;

3. eine stärkere Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln umzusetzen;

4. eine verkehrssichere Anbindung durch Radwegverbindungen (insb. Nadelöhr Gösting) zwischen Graz und Graz-Umgebung zu schaffen, dies unter Ausschöpfung der vom Bund zur Verfügung gestellten Förderungen.


Unterschrift(en):
LTAbg. Mag. Alexander Pinter (Grüne), LTAbg. Sandra Krautwaschl (Grüne), LTAbg. Dipl.-Ing.(FH) Lara Köck (Grüne), LTAbg. Veronika Nitsche, MBA (Grüne), LTAbg. Lambert Schönleitner (Grüne), LTAbg. Georg Schwarzl (Grüne)