LANDTAG STEIERMARK
XVII. GESETZGEBUNGSPERIODE


EZ/OZ: 1216/1

Selbstständiger Antrag von Abgeordneten (§ 21 GeoLT)

eingebracht am 28.10.2016, 09:48:41


Landtagsabgeordnete(r): LTAbg. Marco Triller, BA MSc (FPÖ), LTAbg. Hannes Amesbauer, BA (FPÖ), LTAbg. Christian Cramer (FPÖ), LTAbg. Dipl.-Ing. Gerald Deutschmann (FPÖ), LTAbg. Erich Hafner (FPÖ), LTAbg. Herbert Kober (FPÖ), LTAbg. Anton Kogler (FPÖ), LTAbg. Helga Kügerl (FPÖ), Dritter Landtagspräsident Dr. Gerhard Kurzmann (FPÖ), LTAbg. Liane Moitzi (FPÖ), LTAbg. Albert Royer (FPÖ), LTAbg. Andrea Michaela Schartel (FPÖ), LTAbg. Dipl.-Ing. Hedwig Staller (FPÖ)
Fraktion(en): FPÖ
Zuständiger Ausschuss: Landwirtschaft
Regierungsmitglied(er): Landesrat Johann Seitinger

Betreff:
Einrichtung des Unterausschusses „Wildschäden“

Das Österreichische Wildeinflussmonitoring (WEM) wurde vom Bundesforschungszentrums für Wald, Naturgefahren und Landschaft und von den Landesforstdiensten Oberösterreich, Steiermark und Tirol in den Jahren 2002 und 2003 ausgearbeitet, um den Einfluss des Wildes auf die Waldverjüngung durch Verbiss und Verfegen von Jungpflanzen sowie dessen Entwicklung in den einzelnen Bezirken laufend beobachten zu können. Zu Beginn des Jahres 2004 stimmten die Forstdirektoren und die Landesjägermeister dieser Methode zu. Im Mai 2004 sandte das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) die Richtlinien mit dem Mindeststandard der Erhebung an die Länder aus, diese begannen noch vor dem Sommer desselben Jahres und dauerten bis Herbst 2006.

Ziel des WEM ist, mit einer möglichst kostengünstigen Methode objektive Daten über Intensität und Entwicklung des Wildeinflusses zu bekommen. Es stellt eine Ergänzung der bisher angewandten Monitoringverfahren (z.B. Österreichische Waldinventur) dar und soll durch die zusätzlich gewonnenen Informationen über die Intensität von Verbiss und Fegung als zusätzliche Entscheidungshilfe zur Vermeidung von bleibenden Wildschäden dienen.

Die Erhebungseinheit beim Wildeinflussmonitoring ist nicht der bestehende Wald selbst, sondern der nach WEM-Kriterien verjüngte Forst. Auf jeder ausgewiesenen Beobachtungsfläche erfolgt ein Soll-Ist-Vergleich und wird je nach Intensität des Verbisses bzw. der Fegung mit „kein oder geringer“, „mittlerer“ oder „starker“ Wildeinfluss ausgewiesen.

Laut einem Bericht des Bundesforschungszentrums für Wald (BFW) ist vor allem im Zeitraum von 2006 bis 2012 ein massiver Anstieg der Wildschäden feststellbar: „Das Niveau des Wildeinflusses ist 2006 mit einem Anteil der Flächen mit starkem Wildeinfluss von 58 %, 2009 mit 68 % und 2012 mit 66 % hoch. […] Die Veränderung von 2009 auf 2012 ist statistisch nicht signifikant, das Ergebnis 2012 ist signifikant schlechter als 2006.“ (Quelle: http://bfw.ac.at/050/pdf/BFW-Praxisinfo_33_3_steiermark_kl.pdf)

Die Ergebnisse des Wildeinflussmonitorings verdeutlichen die Notwendigkeit einer tiefgreifenden Diskussion. Es braucht zweifelsfrei neue Lösungsansätze zur Beseitigung des Problems von Verbiss- und Fegeschäden.


Es wird daher der

Antrag

gestellt:

Der Landtag wolle beschließen:

Es wird der Unterausschuss „Wildschäden“ mit dem Ziel der Ausarbeitung von Lösungsansätzen eingerichtet, um dem hohen Niveau an starkem Wildeinfluss am Wald künftig effektiver entgegenwirken zu können.


Unterschrift(en):
LTAbg. Marco Triller, BA MSc (FPÖ), LTAbg. Hannes Amesbauer, BA (FPÖ), LTAbg. Christian Cramer (FPÖ), LTAbg. Dipl.-Ing. Gerald Deutschmann (FPÖ), LTAbg. Erich Hafner (FPÖ), LTAbg. Herbert Kober (FPÖ), LTAbg. Anton Kogler (FPÖ), LTAbg. Helga Kügerl (FPÖ), Dritter Landtagspräsident Dr. Gerhard Kurzmann (FPÖ), LTAbg. Liane Moitzi (FPÖ), LTAbg. Albert Royer (FPÖ), LTAbg. Andrea Michaela Schartel (FPÖ), LTAbg. Dipl.-Ing. Hedwig Staller (FPÖ)