LANDTAG STEIERMARK
XVII. GESETZGEBUNGSPERIODE


TOP 12

EZ/OZ 2243/3

Schriftlicher Bericht

Ausschuss: Landwirtschaft

Betreff:
Agrarförderung für kleine und mittlere landwirtschaftliche Betriebe verstärken

 

zu:
EZ 2243/1, Agrarförderung für kleine und mittlere landwirtschaftliche Betriebe verstärken (Selbstständiger Antrag von Abgeordneten (§ 21 GeoLT))

 

Der Ausschuss "Landwirtschaft" hat in seiner Sitzung am Dienstag, dem 27.02.2018 über den oben angeführten Gegenstand die Beratungen durchgeführt.

Im Jugendlandtag am 1. Dezember 2016 wurde beantragt, dass kleinere landwirtschaftliche Betriebe verstärkt finanziell unterstützt werden sollen.

Österreichweit liegt der Durchschnitt der landwirtschaftlichen Betriebsgröße (ohne Wald) bei 19,4 Hektar. Vergleichsweise dazu sind dies in der Tschechischen Republik 133,1 Hektar und in Deutschland 58,6 Hektar. Österreich liegt im Vergleich an 12. Stelle – sohin im Mittelfeld des Rankings. Dagegen weisen in Österreich nur 5,2 Prozent der Betriebe über 200 Hektar auf. Eine Förderungsauszahlung erfolgt auf Basis von Richtlinien. Im Falle von EU-Förderungen müssen diese Richtlinien auf Kommissionsebene notifiziert und, ebenso wie das zugrundeliegende Programm, genehmigt werden.

Österreich ist sehr bestrebt Familienbetriebe zu unterstützen, denn Österreich, wie auch die Steiermark, ist geprägt von der Kleinstrukturiertheit, was auch den Reiz für den Tourismus und die Kulturlandschaft ausmacht. Insbesondere das Land Steiermark weist sehr viele Bergbauern- und benachteiligte Gebiete auf, daher wird der überwiegende Teil der kofinanzierten Förderungen für die Ausgleichszulage aufgewendet.

Gleichzeitig ist die Steiermark bekannt für die umfangreiche Teilnahme am Umweltprogramm „ÖPUL“ (unterstützt umweltschonende Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Flächen), ein einzigartiges Programm, welches nur in Österreich in dieser Größenordnung und Vielfalt angeboten wird.

 

Es wird daher der

Antrag

gestellt:

Der Landtag wolle beschließen:

Die Landesregierung wird aufgefordert, an die Bundesregierung heranzutreten, damit sich diese weiterhin auf europäischer Ebene für den Erhalt der Agrarförderungen für unsere kleinstrukturierte Landwirtschaft – insbesondere für die Aufrechterhaltung der Familienbetriebe – einsetzt.

 

 

Der Obmann:
LTAbg. Karl Lackner