LANDTAG STEIERMARK
XVII. GESETZGEBUNGSPERIODE


TOP 9

EZ/OZ 359/6

Schriftlicher Bericht

Ausschuss: Gesundheit

Betreff:
Aufrechterhaltung der steirischen Schmerzambulanzen

 

zu:
EZ 359/1, Aufrechterhaltung der steirischen Schmerzambulanzen (Selbständiger Antrag von Abgeordneten (§ 21 GeoLT))

 

Der Ausschuss "Gesundheit" hat in seiner Sitzung am Dienstag, dem 08.03.2016 über den oben angeführten Gegenstand die Beratungen durchgeführt.

Mit Beschluss des Ausschusses für Gesundheit vom 10.11.2015 wurde die Steiermärkische Landesregierung ersucht, eine Stellungnahme zum Antrag, Einl.Zahl 359/1, abzugeben.

Aufgrund dieses Beschlusses erstattet die Steiermärkische Landesregierung folgende Stellungnahme:

„Die Versorgung von Schmerzpatientinnen und -patienten stellt einen wichtigen Baustein in der Versorgung der Steirerinnen und Steirer dar, vor allem ist es wichtig, Chronifizierungen hintanzuhalten.

Eine Versorgung ist jedoch nicht ausschließlich über Ambulanzen sicherzustellen. Vielmehr bedarf es eines abgestuften Versorgungskonzepts, das auch die niedergelassenen Allgemeinmedizinerinnen und -mediziner als Hausärztinnen und -ärzte sowie ein Netzwerk aus vielen verschiedenen beteiligten AkteurInnen und Berufsgruppen mit einbezieht.

Eine Weiterleitung in Ambulanzen sollte demnach zielgerichtet erfolgen.

Grundsätzlich ist die Schmerztherapie Teil jeder ambulanten und stationären Behandlung im Krankenhaus. Darüber hinaus erfordert die Behandlung des chronischen Schmerzes eine besondere Aufmerksamkeit. Dazu gibt es in der KAGes ein „Versorgungskonzept“ zur Interdisziplinären „Schmerztherapie“ und es bestehen bereits an mehreren Landeskrankenhäusern „Schmerzambulanzen“ mit unterschiedlichen medizinischen Angeboten und Ausstattungen.

Das Angebot der interdisziplinären Schmerztherapie in den Krankenanstalten entspricht dem Versorgungsauftrag, d.h. die Behandlungsstufen in der Krankenanstalt (Ambulanzlevel) ergänzen und erweitern die im niedergelassenen Bereich ausgeschöpften Therapieoptionen.

Derzeit bestehen an folgenden KAGes-Krankenhäusern Schmerzambulanzen:

  • LKH Univ.-Klinikum Graz,

  • LKH Hochsteiermark,

  • LKH Deutschlandsberg,

  • LKH Judenburg-Knittelfeld,

  • LKH Hartberg,

  • LKH Rottenmann-Bad Aussee.

Ein eigens gewidmetes stationäres Angebot ausschließlich zur Schmerzbehandlung (Bettenstation) besteht in der KAGes derzeit nicht.

Es ist jedenfalls gegenwärtig nicht geplant, die vorhandenen Angebote in den steirischen Fondskrankenanstalten einzuschränken.

Auf Bundesebene gibt es Vorarbeiten, die die Erstellung eines Qualitätsstandards zur Schmerzversorgung unter Berücksichtigung bereits bestehender Leitlinien zum Ziel haben. Diese Arbeiten werden genau beobachtet und auf ihre Übertragbarkeit geprüft werden.“

Es wird daher der

Antrag

gestellt:

Der Landtag wolle beschließen:

Der Bericht des Ausschusses für Gesundheit zum Antrag, EZ 359/1, „Aufrechterhaltung der steirischen Schmerzambulanzen“, der Abgeordneten der FPÖ wird zur Kenntnis genommen.

 

Die Obfrau:
LTAbg. Sandra Krautwaschl