LANDTAG STEIERMARK
XVIII. GESETZGEBUNGSPERIODE


EZ/OZ: 478/1

Selbstständiger Antrag von Abgeordneten (§ 21 GeoLT)

eingebracht am 06.05.2020, 16:43:45


Landtagsabgeordnete(r): LTAbg. Claudia Klimt-Weithaler (KPÖ), LTAbg. Dr. Werner Murgg (KPÖ), LTAbg. Dipl.-Ing.(FH) Lara Köck (Grüne), LTAbg. Georg Schwarzl (Grüne)
Fraktion(en): KPÖ, Grüne
Zuständiger Ausschuss: Infrastruktur
Regierungsmitglied(er): Landeshauptmann-Stv. Anton Lang

Betreff:
Verlängerung des Toptickets für Studierende

Der Ausbau des öffentlichen Verkehrs sowie möglichst viele Menschen zum Umstieg auf die öffentlichen Verkehrsmittel zu bewegen sind erklärte Ziele der Landesregierung für die aktuelle Gesetzgebungsperiode. Während die Nahverkehrsabgabe eine Maßnahme zur Erlangung von Mitteln für den ÖV-Ausbau darstellt, ist die Preisgestaltung bzw. die Gestaltung von Ticketangeboten für spezielle Zielgruppen eine nahliegende Methode, den ÖV zu attraktiveren.

Seit August 2019 besteht für Studierende die Möglichkeit, ein vergünstigtes Semesterticket für den öffentlichen Verkehr zu erstehen. Das sogenannte „Topticket“ ist steiermarkweit gültig, vom Topticket für SchülerInnen und Lehrlinge unterscheidet es sich durch den höheren Preis (150 Euro) und die kürzere Gültigkeitsdauer, welche sich auf jeweils ein Semester beschränkt.

Aufgrund der Corona-Krise ist nun für viele Studenten und Studentinnen die Situation eingetreten, dass sie das Topticket für das Sommersemester bereits bezahlt haben, während wenige Tage nach Semesterbeginn der Universitätsbetrieb vor Ort eingestellt wurde.

Zwar wird analog zu Halbjahres- und Jahreskarten seitens des Verkehrsverbundes auch den Studierenden ein zehnprozentiger Rabatt auf das kommende Topticket angeboten. Viele Studierende fallen jedoch über den größten Zeitraum der Ticketgültigkeit um den eigentlichen Zweck des Tickets – die Fahrt zur Universität oder Fachhochschule – um. Studierende, die bis zum Wintersemster die Altersgrenze für das Topticket überschritten haben, haben auch keine Möglichkeit mehr, den Rabatt einzulösen. Zudem warnt die ÖH vor großen finanziellen Schwierigkeiten vor allem für jene Studierenden, die sich mit geringfügigen oder Teilzeitbeschäftigungen selbst finanzieren, aber aufgrund ihres Studiums keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld haben. Gerade für StudentInnen, die sich selbst erhalten, stellt das Topticket eine große Ausgabe, 15 Euro Rabatt aber eine kaum nennenswerte Unterstützung dar.

Lösungen, bei denen es zu einer Verlängerung der Gültigkeitsdauer von Studierendentickets gekommen ist, gibt es mittlerweile beispielsweise in Oberösterreich und Wien.


Es wird daher der

Antrag

gestellt:

Der Landtag wolle beschließen:

Die Landesregierung wird aufgefordert, in Absprache mit dem Verkehrsverbund Steiermark eine Ausweitung der Gültigkeit des Studierenden-Toptickets des aktuellen Sommersemesters auf das Wintersemester 2020/21 zu erwirken.

 


Unterschrift(en):
LTAbg. Claudia Klimt-Weithaler (KPÖ), LTAbg. Dr. Werner Murgg (KPÖ), LTAbg. Dipl.-Ing.(FH) Lara Köck (Grüne), LTAbg. Georg Schwarzl (Grüne)