LANDTAG STEIERMARK
XVII. GESETZGEBUNGSPERIODE


TOP 11

EZ/OZ 2242/3

Schriftlicher Bericht

Ausschuss: Infrastruktur

Betreff:
Ausbau und Attraktivierung des Öffentlichen Verkehrs für Jugendliche

 

zu:
EZ 2242/1, Ausbau und Attraktivierung des Öffentlichen Verkehrs für Jugendliche (Selbstständiger Antrag von Abgeordneten (§ 21 GeoLT))

 

Der Ausschuss "Infrastruktur" hat in seiner Sitzung am Dienstag, dem 27.02.2018 über den oben angeführten Gegenstand die Beratungen durchgeführt.

Zwei einstimmig vom Jugendlandtag angenommene Anträge beschäftigen sich mit dem Ausbau und der Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs in der Steiermark. Die Anträge thematisieren den Umstand, dass günstiger und gut ausgebauter öffentlicher Verkehr Auswirkungen auf das Mobilitätsverhalten hat und somit zu einer Reduktion des Individualverkehrs führen wird. Vor allem in den Regionen wünschen sich die Jugendlichen eine stärkere Frequenz, um unkompliziert und ohne PKW ihren Verpflichtungen und Interessen nachgehen zu können.

Zudem behandelten die Jugendlichen den Zugang und den Preis des steirischen Toptickets. Das Topticket in der Steiermark ist teurer als im Verkehrsverbund Ost, in dem das Topticket für drei Bundesländer (Wien, Niederösterreich, Burgenland) nur 60 Euro kostet (Für die gesamte Steiermark 104 Euro).

Zusätzlich zu den Mehrkosten ist das Topticket in der Steiermark auf SchülerInnen und Lehrlinge beschränkt und gilt nicht für Studierende, die jedoch genauso wie andere Personen in Ausbildung meistens kein oder nur ein geringes Einkommen haben.

Das Thema der Attraktivierung des Öffentlichen Verkehrs für Jugendliche wird im Landtag auch in einem eigenen Unterausschuss Jugendmobilität behandelt. Das Topticket wird derzeit von der Landesregierung aus Kostengründen abgelehnt, für die Zukunft jedoch nicht ausgeschlossen: "Die Einführung eines Toptickets für Studierende in der geforderten Form ist daher zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich, sollte aber als zukünftige Maßnahme in Kombination mit bzw. nach erfolgter Umsetzung von qualitativen Verbesserungsmaßnahmen nach Maßgabe der zur Verfügung stehenden budgetären Mittel geprüft werden", so der damalige Verkehrslandesrat in einer von der Landesregierung am 8. Oktober 2015 beschlossenen Stellungnahme.

Darüber hinaus wird die Mobilität von Jugendlichen auch in den zur Zeit überarbeiteten "Regionalen Mobilitätsplänen" im Besonderen berücksichtigt.

Es wird daher der

Antrag

gestellt:

Der Landtag wolle beschließen:

Die Landesregierung wird aufgefordert, im in Erarbeitung befindlichen Gesamtkonzept Jugendmobilität den Ausbau und die Attraktivierung des regionalen ÖV-Angebots nach den budgetären Möglichkeiten zu berücksichtigen.

 

 

Die Obfrau:
LTAbg. Helga Ahrer