LANDTAG STEIERMARK
XVIII. GESETZGEBUNGSPERIODE


EZ/OZ: 383/1

Selbstständiger Antrag von Abgeordneten (§ 21 GeoLT)

eingebracht am 10.03.2020, 09:27:40


Landtagsabgeordnete(r): LTAbg. Sandra Krautwaschl (Grüne), LTAbg. Georg Schwarzl (Grüne), LTAbg. Mag. Alexander Pinter (Grüne), LTAbg. Dipl.-Ing.(FH) Lara Köck (Grüne), LTAbg. Veronika Nitsche, MBA (Grüne), LTAbg. Lambert Schönleitner (Grüne)
Fraktion(en): Grüne
Zuständiger Ausschuss: Landwirtschaft
Regierungsmitglied(er): Landesrat Johann Seitinger

Betreff:
Bestandsschutz stärken statt Auswilderungsjagd ermöglichen

Durch die letzte Novelle des Jagdgesetzes sollte das Ausbringen und die Bejagung von Fasanen offiziell eingeschränkt werden. Die Tiere dürfen nicht mehr wie vor der letzten Novelle ausgebracht und sofort bejagt werden, sondern nur noch bis 31. Juli in Volieren, Käfigen oder Gehegen gehalten werden. Dann sind diese zu öffnen. Es wird vielfach kritisiert, dass sich in der Praxis trotz der Auswilderung vor dem 31. Juli wenig geändert hat. Offiziell dürften Fasane nur dann ausgewildert werden, wenn es der Bestandserhaltung dient. Aus den Statistiken, die uns zur Verfügung stehen (Statistik Austria, parlamentarische Anfragebeantwortungen), wird aber ersichtlich, dass die Aussetzungszahlen mit den Zahlen der geschossenen und verunfallten Tiere weitgehend übereinstimmen. Es braucht daher eine längere zeitliche Periode zwischen Aussetzung und Bejagung, um tatsächlich den Bestandsschutz zu fördern. Eine diesbezügliche Novelle sollte daher die Bejagung erst im Folgejahr und nicht schon im Jahr der Auswilderung erlauben. Auch ein Großteil der Jägerschaft sieht die Auswilderungsjagd kritisch, das Aussetzen gezüchteter Tiere für den Zweck der Jagd scheint vielen Jägerinnen und Jägern zunehmend anchronistisch.


Es wird daher der

Antrag

gestellt:

Der Landtag wolle beschließen:

Die Landesregierung wird aufgefordert, eine Novelle zum Jagdgesetz im Landtag einzubringen, mit der die Jagd auf gezüchtete und bis zum 31. Juli ausgesetzte Tiere (wie Fasane und Rebhühner) erst im auf die Aussetzung folgenden Jahr erlaubt wird, um den Bestandsschutz wirksam zu fördern.


Unterschrift(en):
LTAbg. Sandra Krautwaschl (Grüne), LTAbg. Georg Schwarzl (Grüne), LTAbg. Mag. Alexander Pinter (Grüne), LTAbg. Dipl.-Ing.(FH) Lara Köck (Grüne), LTAbg. Veronika Nitsche, MBA (Grüne), LTAbg. Lambert Schönleitner (Grüne)