LANDTAG STEIERMARK
XVII. GESETZGEBUNGSPERIODE


EZ/OZ: 3473/1

Schriftliche Anfrage an die Landesregierung oder eines ihrer Mitglieder (§ 66 GeoLT)

eingebracht am 17.07.2019, 11:34:39


Landtagsabgeordnete(r): LTAbg. Arnd Meißl (FPÖ), LTAbg. Christian Cramer (FPÖ), LTAbg. Erich Hafner (FPÖ), LTAbg. Herbert Kober (FPÖ), LTAbg. Liane Moitzi (FPÖ), LTAbg. Dipl.-Ing. Hedwig Staller (FPÖ), LTAbg. Marco Triller, BA MSc (FPÖ)
Fraktion(en): FPÖ
Regierungsmitglied(er): Landesrat Mag. Christopher Drexler
Frist: 17.09.2019

Betreff:
Mitarbeiterfluktuation innerhalb der KAGes

Mit mehr als 17.500 Mitarbeitern gilt die KAGes als größter Arbeitgeber in der Steiermark. Dem Unternehmen kommt insofern eine besondere Verantwortung zu, seinen Dienstnehmern ein bestmögliches Arbeitsumfeld zur Verfügung zu stellen. Der Krankenanstaltenbetreiber ist sich dieser Verpflichtung durchaus bewusst und führt auf seiner Homepage diesbezüglich aus, dass er die Arbeitsfähigkeit und Zufriedenheit seiner Mitarbeiter erhalten und fördern wolle. Darüber hinaus schaffe die KAGes laut eigener Zielsetzung „attraktive Arbeitsbedingungen, die unsere Mitarbeiter auch im Spannungsfeld von Veränderungen und geforderter Flexibilität an das Unternehmen binden“. (Quelle: http://www.kages.at/cms/ziel/587/DE/)

Die Vorsätze der KAGes hinsichtlich der Sicherstellung der Zufriedenheit der eigenen Mitarbeiter sind selbstverständlich begrüßenswert. Es stellt sich jedoch die Frage, ob man den eigenen Zielsetzungen tatsächlich auf sämtlichen Ebenen entsprechen kann. Im Rahmen der gegenständlichen Anfrage soll folglich der Frage nachgegangen werden, wie es um die Mitarbeiterfluktuation innerhalb der KAGes, die einen guten Indikator für die Unternehmenskultur und die Mitarbeiterzufriedenheit darstellt, bestellt ist.


Es wird daher folgende

Schriftliche Anfrage

gestellt:

  1. Wie viele Personen wurden in den Jahren 2015, 2016, 2017 und 2018 von der KAGes in ein Dienstverhältnis aufgenommen (Aufschlüsselung nach den jeweiligen Jahren)?

  2. In welchen Krankenanstalten bzw. an welchen Standorten haben diese Personen ihren Dienst aufgenommen (Aufschlüsselung nach den einzelnen Krankenanstalten bzw. Standorten in den jeweiligen Jahren)?

  3. Für welche Tätigkeitsbereiche wurden diese Mitarbeiter gesucht (Aufschlüsselung nach den auf dem Karriereportal der KAGes angegebenen Kategorien „Ärzte“, „Pflege & MAB“, „MTD & Medizintechnik“, „Gesundheit & Soziales“, „Verwaltung/Betrieb“, „Lehre & Praktikum“ – siehe http://www1.kages.at/jobs-bildung/karriereportal)?

  4. Wie viele KAGes-Mitarbeiter sind in den Jahren 2015, 2016, 2017 und 2018 aufgrund von Pensionierung aus dem Unternehmen ausgeschieden (Aufschlüsselung nach den jeweiligen Jahren)?

  5. In welchen Krankenanstalten bzw. an welchen Standorten waren diese Mitarbeiter zum Zeitpunkt ihrer Pensionierung tätig (Aufschlüsselung nach den einzelnen Krankenanstalten bzw. Standorten in den jeweiligen Jahren)?

  6. In welchen Bereichen waren diese Mitarbeiter tätig (Aufschlüsselung nach den auf dem Karriereportal der KAGes angegebenen Kategorien „Ärzte“, „Pflege & MAB“, „MTD & Medizintechnik“, „Gesundheit & Soziales“, „Verwaltung/Betrieb“, „Lehre & Praktikum“ – siehe http://www1.kages.at/jobs-bildung/karriereportal)?

  7. Wie viele KAGes-Mitarbeiter haben in den Jahren 2015, 2016, 2017 und 2018 um die Versetzung an einen anderen KAGes-Arbeitsstandort angesucht (Aufschlüsselung nach den jeweiligen Jahren)?

  8. In welchen Krankenanstalten bzw. an welchen Standorten waren diese Mitarbeiter zum Zeitpunkt des Versetzungsansuchens tätig (Aufschlüsselung nach den einzelnen Krankenanstalten bzw. Standorten in den jeweiligen Jahren)?

  9. In welchen Bereichen waren diese Mitarbeiter tätig (Aufschlüsselung nach den auf dem Karriereportal der KAGes angegebenen Kategorien „Ärzte“, „Pflege & MAB“, „MTD & Medizintechnik“, „Gesundheit & Soziales“, „Verwaltung/Betrieb“, „Lehre & Praktikum“ – siehe http://www1.kages.at/jobs-bildung/karriereportal)?

  10. Wie viele KAGes-Mitarbeiter haben in den Jahren 2015, 2016, 2017 und 2018 ihr Dienstverhältnis mit der KAGes gekündigt (Aufschlüsselung nach den jeweiligen Jahren)?

  11. In welchen Krankenanstalten bzw. an welchen Standorten waren diese Mitarbeiter bis zur Kündigung des Dienstverhältnisses tätig (Aufschlüsselung nach den einzelnen Krankenanstalten bzw. Standorten in den jeweiligen Jahren)?

  12. In welchen Bereichen waren diese Mitarbeiter tätig (Aufschlüsselung nach den auf dem Karriereportal der KAGes angegebenen Kategorien „Ärzte“, „Pflege & MAB“, „MTD & Medizintechnik“, „Gesundheit & Soziales“, „Verwaltung/Betrieb“, „Lehre & Praktikum“ – siehe http://www1.kages.at/jobs-bildung/karriereportal)?

  13. In welchen Abteilungen der jeweiligen Standorte ist die Mitarbeiterfluktuation (Neuaufnahme, Pensionierung, Standortwechsel innerhalb der KAGes bzw. Kündigung) besonders hoch und worauf ist dies in den jeweiligen Abteilungen zurückzuführen?

  14. Gibt es seitens der KAGes bei Kündigungen, die von Mitarbeitern ausgehen, einen standardisierten Verfahrensablauf, der beispielsweise ein ausführliches Gespräch mit dem Mitarbeiter über dessen Kündigungsgründe beinhaltet?

  15. Falls ja, auf Grundlage welcher Bestimmungen (interne Richtlinie, Erlass etc.) werden diese standardisierten Verfahrensabläufe bei Kündigungen durchgeführt?

  16. Falls ja, wie stellt sich das Verfahren bei einer von einem Mitarbeiter ausgesprochenen Kündigung konkret dar?

  17. Ist im Rahmen einer von einem Mitarbeiter ausgesprochenen Kündigung ein ausführliches Gespräch mit dem Mitarbeiter standardmäßig vorgesehen?

  18. Falls ja, welche Aspekte werden im Rahmen derartiger Gespräche behandelt, werden beispielsweise stets die Kündigungsgründe näher beleuchtet?

  19. Für den Fall, dass die Kündigungsgründe stets näher beleuchtet werden, werden diese – selbstverständlich anonymisiert – statistisch nach Kategorien erfasst?

  20. Falls ja, nach welchen konkreten Kategorien von Kündigungsgründen werden diese erfasst, beispielsweise nach den Kategorien „Zu wenig Gehalt“, „Schlechte Dienstzeiten“ „Schlechte Vereinbarkeit von Beruf und Familie“, „Geringe Wertschätzung des Arbeitgebers“, „Berufliche Umorientierung“, „Wegstrecke zur Arbeit“, „Verzug“, „Mangelnde Aus- bzw. Weiterbildungschancen“ etc.?

  21. Sollte es eine statistische Erfassung der Kündigungsgründe geben, wie stellte sich in den Jahren 2015, 2016, 2017 und 2018 die Aufgliederung der von Mitarbeitern ausgesprochenen Kündigungen nach diesen Kategorien in den jeweiligen Jahren dar?

  22. Falls die Kündigungsgründe statistisch nicht nach Kategorien erfasst werden, warum ist dies nicht der Fall?


Unterschrift(en):
LTAbg. Arnd Meißl (FPÖ), LTAbg. Christian Cramer (FPÖ), LTAbg. Erich Hafner (FPÖ), LTAbg. Herbert Kober (FPÖ), LTAbg. Liane Moitzi (FPÖ), LTAbg. Dipl.-Ing. Hedwig Staller (FPÖ), LTAbg. Marco Triller, BA MSc (FPÖ)