LANDTAG STEIERMARK
XVIII. GESETZGEBUNGSPERIODE


EZ/OZ: 1426/1

Selbstständiger Antrag von Abgeordneten (§ 21 GeoLT)

eingebracht am 28.05.2021, 08:26:54


Landtagsabgeordnete(r): LTAbg. Mag. Alexander Pinter (Grüne), LTAbg. Sandra Krautwaschl (Grüne), LTAbg. Lambert Schönleitner (Grüne), LTAbg. Dipl.-Ing.(FH) Lara Köck (Grüne), LTAbg. Georg Schwarzl (Grüne), LTAbg. Veronika Nitsche, MBA (Grüne)
Fraktion(en): Grüne
Zuständiger Ausschuss: Europa
Regierungsmitglied(er): Landesrat Mag. Christopher Drexler

Betreff:
Förderung von Jazz-Sessions mit einem "Jazz-Hunderter"

Die Kulturszene wurde von der Corona-Pandemie hart getroffen. So fehlte vielen Kulturschaffenden die Möglichkeit, ihre Kunst zu präsentieren, dazu gehört natürlich auch die Jazz-Szene. Für viele junge Musiker*innen führten die fehlenden Auftrittsmöglichkeiten zu einem doppelten Nachteil, denn Jazz-Sessions bilden auch einen wichtigen Teil im Rahmen der Ausbildung im Jazz-Bereich.

Für die junge Musiker*innengeneration sind Jazz-Sessions von unschätzbarem Wert: hier werden die ersten Auftrittsmöglichkeiten niederschwellig wahrgenommen, hier findet die erste Feuertaufe betreffend Improvisation vor Publikum statt. Hier werden erste Kontakte geknüpft, aus denen nicht selten auch lebenslange Kollaborationen entstehen. Hier kann man experimentieren, hier kann man auch einmal daneben greifen, ohne das sich dies für die künstlerische Biographie als negativ herausstellt.

Jazz-Sessions bzw. Jam-Sessions sind nicht nur für die persönliche Ausbildung und Entwicklung, sondern für die gesamte Entwicklung des Jazz von großer Bedeutung. Für Musiker*innen, die kommerziell ihr Geld z.B. in Orchestern oder mit Tanzmusik etc. verdienten, boten Jam-Sessions und after hours die Möglichkeit, aus geforderten Strukturen und Notwendigkeiten auszubrechen und sich weiterzuentwickeln. Daraus entstand letztlich der moderne Jazz.

Für die Lokale und Veranstaltungsorte, die sich entschließen, eine Jazz-Session anzubieten, ist dies aufgrund eher geringerer Besucherzahlen oftmals finanziell eine gewisse Herausforderung – die Betriebs- und Personalkosten sind trotzdem abzudecken, weiters gibt es bei derartigen Veranstaltungen meistens keinen Eintritt oder nur einen geringen Kostenbeitrag.

Um dieses besonders auch für Studierende des Jazz wichtige Angebot möglichst bald wieder anbieten zu können, solte eine Unterstützung für die wenigen Veranstalter*innen geschaffen werden, die an ihrem Veranstaltungsort eine Jazz-Session anbieten wollen. Mit kleinen Beiträgen kann hier viel bewirkt werden: ein sogenannter "Jazz-Hunderter" pro Veranstaltung würde für Veranstalter*innen schon eine hilfreiche Unterstützungsleistung darstellen.


Es wird daher der

Antrag

gestellt:

Der Landtag wolle beschließen:

Die Landesregierung wird aufgefordert, Veranstalterter*innen, die Jazz-Sessions anbieten, finanziell zu unterstützen.


Unterschrift(en):
LTAbg. Mag. Alexander Pinter (Grüne), LTAbg. Sandra Krautwaschl (Grüne), LTAbg. Lambert Schönleitner (Grüne), LTAbg. Dipl.-Ing.(FH) Lara Köck (Grüne), LTAbg. Georg Schwarzl (Grüne), LTAbg. Veronika Nitsche, MBA (Grüne)