LANDTAG STEIERMARK
XVIII. GESETZGEBUNGSPERIODE


EZ/OZ: 740/1

Befragung eines Mitgliedes der Landesregierung (§ 69 GeoLT)

eingebracht am 11.09.2020, 08:34:25


Landtagsabgeordnete(r): LTAbg. Robert Reif (NEOS)
Fraktion(en): NEOS
Regierungsmitglied(er): Landesrätin Dr. Juliane Bogner-Strauß

Betreff:
Influenza-Impfung Steiermark

Obwohl die derzeitige Sars2-Covid 19 Pandemie unsere Aufmerksamkeit auf sich zieht, kommt nun der nächste Virus auf uns zu. Die Rede ist von der jährlichen Influenzawelle, die erfahrungsgemäß nach dem Jahreswechsel kommt, und jährlich an die hundert Tote allein in der Steiermark fordert. Expert_innen raten in der Regel vor allem chronisch Kranken, älteren Menschen sowie Pflegepersonal zur Impfung. Jedoch ist dieses Jahr alles andere als regulär und die Gefahr des Auftretens zweier Infektionswellen (Influenza und Sars2-Covid 19) zur selben Zeit stellt ein noch nie da gewesenes Problem dar. Die Koexistenz zweier Pandemien, die beide unmittelbare Auswirkungen auf den menschlichen Respirationstrakt haben, erfordert auch die Verwendung der gleichen Beatmungs- und Intensivkapazitäten. Die Problematik, die auf unsere Gesundheitssystem in dieser Hinsicht zukommt, kann noch nicht abgeschätzt werden.

Die gute Nachricht ist jedoch, dass es ein gutes Mittel gibt, um Schutz vor zumindest einem der beiden Viren zu gewährleisten und dadurch das Szenario einer doppelten Virus Pandemie abzuwenden. Obwohl die Wirksamkeit der bisher zugelassenen Influenzaimpfstoffe nicht optimal ist, gibt es derzeit keinen besseren medizinischen Schutz. Umso erfreulicher war die in Graz durchgeführte Impfaktion vergangenes Jahr, bei der man sich kostengünstig gegen das Influenza Virus schützen konnte und so die Durchimpfungsrate steigern konnte. Wären genügend Impfdosen zur Verfügung gestanden, wäre das Projekt auch geglückt. Dem war aber nicht so: Nachdem im vergangenen Jahr nur 11.000 Einzeldosen der Grippeschutzimpfung für eine 300.000 Einwohner Stadt bestellt wurden, war Ende November Schicht im Schacht. Die dringend benötigten Impfungen sind ausgegangen. Dies war mitunter auch der Grund warum die Stadt Graz entschieden hat an die Landesregierung heranzutreten, um das Kontingent an Influenza-Impfstoff entsprechend aufzustocken. Medial wurde in den vergangenen Wochen berichtet, dass für die Steiermark 20.000 Impfdosen bestellt wurden. Die Problematik einer verschärften Grippe Saison ist nun seit mehreren Monaten bekannt und laut einer Umfrage des Gesundheitsministeriums wollen sich heuer 27 Prozent der Österreicher_innen gegen Influenza impfen lassen. Dazu kommt, dass die Grippeimpfung heuer für Kinder bis 15 Jahre kostenlos angeboten wird.

Es wird folgende

Anfrage

gestellt:

Wie stellen Sie sicher, dass die bestellten 20.000 Influenza-Impfdosen den Bedarf für knapp 1.2 Millionen Steirer decken können?


Unterschrift(en):
LTAbg. Robert Reif (NEOS)