LANDTAG STEIERMARK
XVIII. GESETZGEBUNGSPERIODE


EZ/OZ: 675/1

Schriftliche Anfrage an die Landesregierung oder eines ihrer Mitglieder (§ 66 GeoLT)

eingebracht am 24.07.2020, 08:59:31


Landtagsabgeordnete(r): LTAbg. Patrick Derler (FPÖ), Dritter Landtagspräsident Dipl.-Ing. Gerald Deutschmann (FPÖ), LTAbg. Helga Kügerl (FPÖ), LTAbg. Albert Royer (FPÖ), LTAbg. Ewald Schalk (FPÖ), LTAbg. Marco Triller, BA MSc (FPÖ)
Fraktion(en): FPÖ
Regierungsmitglied(er): Landesrat Johann Seitinger
Frist: 24.09.2020

Betreff:
Maßnahmen gegen wiederholte Hochwassersituationen in Thal und Graz-Gösting

Die Bewohner der Marktgemeinde Thal und des Grazer Stadtbezirks Gösting werden seit Jahren immer wieder Opfer von Hochwasserereignissen. „Nach enormen Hochwasserschäden wurde daher 2011 ein Hochwasserschutzprojekt gestartet, das sowohl den unmittelbaren Ortsbereich in Unterthal vor Ausuferungen des Erlenbachs schützen als auch den Thalerbach bei Hochwasserabfluss entlasten soll, was mehr Sicherheit für den Raum Graz-Gösting bedeutet.“ Im Juni 2018 berichtete die „Kleine Zeitung“ über die Eröffnung des Rückhaltebeckens sowie weiterer Hochwasserschutzmaßnahmen am Erlenbach zu Gesamtkosten in Höhe von 1,8 Millionen Euro. (Quelle: https://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/5449646/Eroeffnung_Hochwasser_Mehr-Sicherheit-fuer-Thal-und-Goesting)

Eigentlich wollte man mit diesen Maßnahmen für ein 100-jähriges Hochwasserereignis gerüstet sein. Anlässlich der erst kürzlich erneut aufgetretenen Hochwassersituation Anfang Juli 2020, als der Thalerbach die massiven Wassermengen aufgrund eines Unwetters nicht mehr aufnehmen konnte, soll mit der vorliegenden schriftlichen Anfrage nun unter anderem geklärt werden, warum sich die bisher gesetzten Schritte offensichtlich als nicht ausreichend erweisen und ob es Pläne für weitere bauliche Vorkehrungen gibt.


Es wird daher folgende

Schriftliche Anfrage

gestellt:

  1. Wie oft kam es in letzten zwanzig Jahren zu Hochwassersituationen in der Marktgemeinde Thal und im Raum Graz-Gösting?

  2. Wann ereigneten sich diese Hochwasserereignisse jeweils und wie stellten sie sich konkret dar?

  3. Welche Einsatzkräfte wurden bei den jeweiligen Ereignissen herangezogen?

  4. Wurde bei einem Hochwasserereignis Unterstützung durch das Bundesheer angefordert und falls ja, wann war dies Fall?

  5. Welche Schäden wurden durch die Hochwassersituationen jeweils verursacht?

  6. In welchem Ausmaß wurde jeweils von Seiten des Landes Steiermark eine finanzielle Unterstützung zur Schadensbehebung gewährt?

  7. Worin liegt begründet, dass sich die bisher gesetzten Hochwasserschutzmaßnahmen offensichtlich als nicht ausreichend erweisen?

  8. Welche Überlegungen lagen den bisher gesetzten Hochwasserschutzmaßnahmen zu Grunde?

  9. Hätte man der fachlichen Einschätzung Ihres Ressorts nach bei den bisher gesetzten Maßnahmen etwas anders oder besser machen können?

  10. Falls ja, inwiefern und warum wurde dies nicht umgesetzt?

  11. Sind von Seiten des Landes Steiermark weitere Maßnahmen zur Vermeidung von Hochwassersituationen in der Marktgemeinde Thal und im Raum Graz-Gösting geplant?

  12. Falls ja, wie gestalten sich diese Pläne konkret?

  13. Falls nein, warum nicht?

  14. Gibt es laufende Gespräche mit der Marktgemeinde Thal oder der Stadt Graz über weitere Hochwasserschutzmaßnahmen?

  15. Falls ja, wie gestalten sich diese konkret?

  16. Falls nein, warum nicht?

  17. Sind Ihnen Pläne der Marktgemeinde Thal für weitere Hochwasserschutzmaßnahmen bekannt?

  18. Falls ja, wie gestalten sich diese konkret?

  19. Welche Grundstücke kommen für weitere Hochwasserschutzmaßnahmen in Betracht?

  20. Gibt es gegebenenfalls Gespräche mit betroffenen Grundstückseigentümern und wie gestalten sich diese konkret?


Unterschrift(en):
LTAbg. Patrick Derler (FPÖ), Dritter Landtagspräsident Dipl.-Ing. Gerald Deutschmann (FPÖ), LTAbg. Helga Kügerl (FPÖ), LTAbg. Albert Royer (FPÖ), LTAbg. Ewald Schalk (FPÖ), LTAbg. Marco Triller, BA MSc (FPÖ)