LANDTAG STEIERMARK
XVIII. GESETZGEBUNGSPERIODE


TOP 16

EZ/OZ 1491/5

Schriftlicher Bericht

Ausschuss: Bildung, Gesellschaft und Gesundheit

Betreff:
Steirischer Jugendgipfel 2021

 

zu:
EZ 1491/1, Steirischer Jugendgipfel 2021 (Selbstständiger Antrag von Abgeordneten (§ 21 GeoLT))

 

Der Ausschuss "Bildung, Gesellschaft und Gesundheit" hat in seiner Sitzung am Dienstag, dem 12.10.2021 über den oben angeführten Gegenstand die Beratungen durchgeführt.

Mit Beschluss des Ausschusses für Bildung, Gesellschaft und Gesundheit vom 29.06.2021 wurde die Steiermärkische Landesregierung ersucht, eine Stellungnahme zum Antrag, EZ: 1491/1, betreffend „Steirischer Jugendgipfel 2021“, abzugeben.

Aufgrund dieses Beschlusses erstattet die Steiermärkische Landesregierung folgende Stellungnahme:

"Im gegenständlichen Antrag wird die Steiermärkische Landesregierung aufgefordert, ehestmöglich einen Jugendgipfel 2021 einzuberufen, anlässlich dessen mit möglichst breiter Beteiligung der jugendlichen Zivilgesellschaft sowie unter Beiziehung des Landesjugendbeirats und der Landesschüler*innenvertretung über geeignete Maßnahmen zur Unterstützung, Förderung und Wertschätzung der steirischen Jugend beraten wird.

Die steirischen Jugendlichen waren und sind von den Maßnahmen rund um die Corona-Pandemie ohne Zweifel stark betroffen. Jugend als Entwicklungsphase ist stark geprägt von Austausch, Ausprobieren und Orientierung. Fallen die Möglichkeiten dafür aufgrund von eingeschränkten Sozialkontakten, Freizeitaktivitäten und Mobilität weg, ändert sich auch eine grundsätzlich positive Stimmungslage in eine bedrückte. Daher ist es besonders wichtig, Angebote und Anlässe für Jugendliche zu schaffen, die dem entgegenwirken. Es ist notwendig, den Kindern und Jugendlichen wieder einen besonderen Platz in der Gesellschaft zu geben.

Aus diesem Grund hat sich Jugendlandesrätin Dr.in Juliane Bogner-Strauß gemeinsam mit der A6-Fachabteilung Gesellschaft, Referat Jugend, dem steirischen Fachstellennetzwerk für Jugendarbeit und Jugendpolitik, dem Dachverband für Offene Jugendarbeit, dem Landesjugendbeirat und den Regionalen Jugendmanagements dazu entschieden, die Initiative ##Jugendarbeitwirkt für die steirische Jugend zu starten. 

Das Ziel dieser Initiative ist es, die jungen Menschen in der Steiermark wieder in den Fokus zu rücken und ihnen eine Bühne zu geben. Die Gesellschaft soll vermehrt darauf sensibilisiert werden, den Jugendlichen Gehör zu verschaffen, sie mitbestimmen zu lassen, sie bewusst wahrzunehmen und ihnen ihre eigenen Räume zur Verfügung zu stellen. Im Zuge dieser Initiative nehmen die Außerschulische Jugendarbeit und die Regionalen Jugendmanagements eine ganz besondere Rolle ein, indem sie nicht nur partizipative und zielgruppengerechte Angebote in allen Regionen – dort wo die Jugendlichen leben – schaffen, sondern auch Lobbying für junge Menschen betreiben.

Da vor allem auch die verbandliche Kinder – und Jugendarbeit, stark unter der Pandemie gelitten hat, wird der Landesjugendbeirat im Rahmen der Initiative #Jugendarbeitwirkt ab Herbst zusätzliche Mittel erhalten, um durch ausgewählte Mikroprojekte direkt die Ortsgruppen von den Verbänden unterstützen zu können.

Ein Jugendgipfel nur unter Beiziehung des Landesjugendbeirates und der Landesschüler*innenvertretung ist wenig zielführend, da es für eine möglichst breite Diversität notwendig ist, alle Bereiche der Steirischen Jugendarbeit mit allen Zielgruppen einzubeziehen.

Dies schafft die außerschulische Jugendarbeit bereits jetzt hervorragend durch Einbeziehung aller Akteure der steirischen Jugendarbeit. Partizipation, Begegnung auf Augenhöhe, Bedarfs- und Ressourcenorientierung sind hierbei für alle Angebote der Jugendarbeit überall in der Steiermark, für alle Jugendlichen die zentralen Schlagworte."

 

Es wird daher der

Antrag

gestellt:

Der Landtag wolle beschließen:

Der Bericht des Ausschusses  für Bildung, Gesellschaft und Gesundheit zum Antrag, EZ 1491/1, betreffend „Steirischer Jugendgipfel 2021“, der Abgeordneten der Grünen wird zur Kenntnis genommen.

 

 

Die Obfrau:
LTAbg. Barbara Riener