LANDTAG STEIERMARK
XVIII. GESETZGEBUNGSPERIODE


EZ/OZ: 1969/1

Selbstständiger Antrag von Abgeordneten (§ 21 GeoLT)

eingebracht am 27.01.2022, 22:32:15


Landtagsabgeordnete(r): LTAbg. Sandra Krautwaschl (Grüne), LTAbg. Lambert Schönleitner (Grüne), LTAbg. Dipl.-Ing.(FH) Lara Köck (Grüne), LTAbg. Georg Schwarzl (Grüne), LTAbg. Veronika Nitsche, MBA (Grüne), LTAbg. Mag. Alexander Pinter (Grüne)
Fraktion(en): Grüne
Zuständiger Ausschuss: Klimaschutz
Regierungsmitglied(er): Landesrätin Mag. Ursula Lackner

Betreff:
Über Naturdenkmale besser informieren

Dem Steiermärkischen Naturschutzgesetz 2017 (StNSchG 2017) zufolge ist ein Naturdenkmal eine hervorragende Einzelschöpfung der Natur, die wegen ihrer wissenschaftlichen oder kulturellen oder ökologischen Bedeutung, ihrer Eigenart, Schönheit oder Seltenheit oder ihres besonderen Gepräges für das Landschaftsbild erhaltenswürdig ist. Zum Naturdenkmal können von der Behörde per Verordnung insbesondere erklärt werden: einzelne Bäume; Quellen; Wasserfälle; Felsbildungen; Gletscherspuren; Moränen; Klammen und Schluchten mit ihrer Wasserführung; erdgeschichtliche Aufschlüsse oder Erscheinungsformen; Vorkommen einzigartiger Gesteine und Mineralien; fossile Tier- oder Pflanzenvorkommen.

Laut Anfragebeantwortung der Grünen Anfrage EZ/OZ: 1384/1 Steirische Naturdenkmale gibt es zurzeit 687 Naturdenkmale, von denen 614 der Kategorie „Baum/Bäume“ zuzuordnen sind. Seit dem Jahr 2010 wurden in Summe 151 Erklärungen zu Naturdenkmalen aufgehoben, davon 148 Bäume. Grund dafür sei meist, dass der Zustand des Naturdenkmals die öffentliche Sicherheit gefährde und eine Abhilfe, trotz Prüfung von Alternativen, nicht möglich sei.

Nach § 35 (1) StNSchG 2017 sind Naturdenkmale durch die Behörde zu kennzeichnen. Die Landesregierung hat dafür Tafeln bereitzustellen. Dabei handelt es sich aber lediglich um die Kennzeichnung als Naturdenkmal; siehe https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Naturdenkmal_Steiermark.JPG

Es fehlt meist aber die weitere Information, zB. um welche Baumart handelt es sich, das Alter des Baumes, die Besonderheit etc. Eine solche Beschilderung könnte aber das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die Einzigartigkeit unserer Natur schärfen und helfen, Natur- und Artenschutz sowie den Erhalt und die Förderung von Biodiversität umzusetzen. Ein ansprechendes Schild mit Erläuterungen für das jeweilige Naturdenkmal wird in den meisten Fällen auch im Sinne der Grundeigentümer*innen oder der Nutzungsberechtigten sein.


Es wird daher der

Antrag

gestellt:

Der Landtag wolle beschließen:

Die Landesregierung wird aufgefordert, eine Beschilderung mit näheren Hinweise zum Naturdenkmal (z.B. Art, Alter, Besonderheit) und Schutzzweck in Absprache mit den Grundeigentümer*innen oder Nutzungsberechtigten zu veranlassen.


Unterschrift(en):
LTAbg. Sandra Krautwaschl (Grüne), LTAbg. Lambert Schönleitner (Grüne), LTAbg. Dipl.-Ing.(FH) Lara Köck (Grüne), LTAbg. Georg Schwarzl (Grüne), LTAbg. Veronika Nitsche, MBA (Grüne), LTAbg. Mag. Alexander Pinter (Grüne)