LANDTAG STEIERMARK
XVII. GESETZGEBUNGSPERIODE


EZ/OZ: 794/1

Selbstständiger Antrag von Abgeordneten (§ 21 GeoLT)

eingebracht am 15.04.2016, 10:00:49


Landtagsabgeordnete(r): LTAbg. Lambert Schönleitner (Grüne), LTAbg. Sandra Krautwaschl (Grüne), LTAbg. Ing. Sabine Jungwirth (Grüne)
Fraktion(en): Grüne
Zuständiger Ausschuss: Landwirtschaft
Regierungsmitglied(er): Landesrat Mag. Christopher Drexler, Landesrat Johann Seitinger, Landesrat Anton Lang

Betreff:
Ermöglichung der stressfreien Schlachtung

Nach § 32 Tierschutzgesetz, BGBl. I Nr. 118/2004, darf die Tötung eines Tieres nur so erfolgen, dass jedes ungerechtfertigte Zufügen von Schmerzen, Leiden, Schäden oder schwerer Angst vermieden wird.

Gerade die vorbereitenden Handlungen bei der Schlachtung, wie etwa das Einfangen oder Trennen von der Herde, das Verladen und der Transport zum Schlachthof, stellen für das Tier enorme Stress- bzw. Angstfaktoren dar, die zudem zur Verminderung der Fleischqualität führen. Diese Stress- bzw. Angstfaktoren können bei der Schlachtung von Tieren in ihrem gewohnten Lebensumfeld vermieden werden.

Aus diesem Grund ist es beispielsweise in Deutschland bereits mit Einwilligung der zuständigen Behörde möglich, Rinder auf der Weide zu schlachten. Eine weitere Möglichkeit, um unnötige Tiertransporte zu vermeiden, würde die Genehmigung von mobilen Schlachtanlagen darstellen.


Es wird daher der

Antrag

gestellt:

Der Landtag wolle beschließen:

Landesregierung wird aufgefordert, mit der Bundesregierung Verhandlungen im Interesse des Tierschutzes zu führen, um

1. stressfreie Schlachtungen in der Steiermark zu ermöglichen,

2. nach Einzelfallprüfung mobile Schlachtanlagen zum Ab-Hof-Verkauf zu bewilligen, und

3. nach Einzelfallprüfung bei Rindern in ganzjähriger Weidehaltung die Weideschlachtung und anschließende Verwertung in zugelassenen Schlachtbetrieben zu bewilligen.


Unterschrift(en):
LTAbg. Lambert Schönleitner (Grüne), LTAbg. Sandra Krautwaschl (Grüne), LTAbg. Ing. Sabine Jungwirth (Grüne)