LANDTAG STEIERMARK
XVII. GESETZGEBUNGSPERIODE


TOP 1

EZ/OZ 1562/2

Schriftlicher Bericht

Ausschuss: Verfassung

Betreff:
Buchprojekt zum Gedenkjahr 2018

 

zu:
EZ 1562/1, Buchprojekt zum Gedenkjahr 2018 (Selbstständiger Antrag von Abgeordneten (§ 21 GeoLT))

 

Der Ausschuss "Verfassung" hat in seiner Sitzung am Dienstag, dem 04.04.2017 über den oben angeführten Gegenstand die Beratungen durchgeführt.

 

 

Im Jahr 2018 jährt sich der Anschluss Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland zum achtzigsten Mal. Dies soll zum Anlass genommen werden, in Form eines repräsentativen Erinnerungsbuches der Opfer des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkrieges in der Steiermark zu gedenken. Gegenstand des Buches wird eine historische Dokumentation der Erinnerungslandschaft Steiermark sein. Somit sollen erstmals in einer Publikation die Erinnerungszeichen an die verschiedenen Opfer des Nationalsozialismus ebenso wie des Zweiten Weltkrieges zusammengeführt werden.

 

Auf diese Weise wird den Leserinnen und Lesern die Dimension der Vernichtung durch Faschismus und Krieg sowie darüber hinaus die wechselvolle und häufig konfliktbeladene und problematische Auseinandersetzung der Nachkriegsgesellschaft mit dem Erbe des Nationalsozialismus sowie dem Umgang mit den Opfern des NS-Regimes vergegenwärtigt.

 Ziel der Publikation ist es, die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus und an jene des Krieges wach zu halten, um damit einen Beitrag für eine kritische Auseinandersetzung mit gegenwärtigen politischen und kulturellen Entwicklungen zu leisten, ganz im Sinn einer friedlichen Weiterentwicklung unserer Gesellschaft.

 Durchgeführt wird dieses Projekt vom Centrum für Jüdische Studien der Karl-Franzens-Universität Graz.

 

Es wird daher der

Antrag

gestellt:

Der Landtag wolle beschließen:

 

Der Landtag Steiermark wird anlässlich des Gedenkjahres 2018 das Buchprojekt „Orte und Zeichen der Erinnerung. Erinnerungszeichen an die Opfer von Nationalsozialismus und Krieg in der Steiermark“ umsetzen. Die Präsidentin des Landtages wird ersucht, das Centrum für Jüdische Studien an der Karl-Franzens-Universität Graz mit der Umsetzung zu beauftragen.

 

Die Obfrau:

LTAbg. MMag. Barbara Eibinger-Miedl