LANDTAG STEIERMARK
XVII. GESETZGEBUNGSPERIODE


EZ/OZ: 2251/1

Befragung eines Mitgliedes der Landesregierung (§ 69 GeoLT)

eingebracht am 16.02.2018, 10:01:51


Landtagsabgeordnete(r): LTAbg. Mag. Stefan Hermann (FPÖ)
Fraktion(en): FPÖ
Regierungsmitglied(er): Landesrat Anton Lang

Betreff:
Verkehrspolitische Maßnahmen für den Süden von Graz infolge der Realisierung der Koralmbahn

Im Rahmen einer Anfrage an das zuständige Mitglied der Landesregierung Anton Lang (EZ/OZ: 1885/1) mit dem Titel „Koralmbahnausbau – Droht der Süden von Graz im Verkehr zu ersticken?“ thematisierte der Freiheitliche Landtagsklub die aktuelle Verkehrssituation im Süden der Landeshauptstadt Graz sowie die Folgewirkungen der bevorstehenden Realisierung des Projektes „Koralmbahnausbau“. In der Beantwortung (EZ/OZ: 1885/2) wurde auf das bereits bestehende Regionale Verkehrskonzept verwiesen, welches jedoch inzwischen acht Jahre alt ist. Bekanntlicherweise unterliegt besonders der Verkehr einem stetigen Wandel und es ist zu bezweifeln, dass diese im Jahr 2010 erstellten Ausarbeitungen noch immer den gegenwärtigen Herausforderungen gerecht werden.

In Zusammenhang mit der Umsetzung des Projektes „Koralmbahnausbau“ ist vor allem die Verkehrsführung rund um Feldkirchen bei Graz von Bedeutung. Konkret ist in diesem Bereich die Landesstraße L379 betroffen. Aufgrund des Flughafens Graz und zahlreicher dort angesiedelter Speditionen herrscht ohnehin ein erhöhtes Verkehrsaufkommen, auf welches gerade jetzt ein besonderes Augenmerk gelegt werden muss. Die gegenständliche Situation und die Auswirkungen aufgrund des Bauvorhabens erfahren in der Anfragebeantwortung (EZ/OZ: 1885/2) lediglich eine oberflächliche Behandlung. So wird auf die Frage, wie die Flüssigkeit des Verkehrs während der Bauphase, insbesondere im Bereich der Marktgemeinde Feldkirchen bei Graz, sichergestellt werden soll, nicht konkret eingegangen und lediglich darauf verwiesen, dass sich die Details zu den Umleitungskonzepten und Ersatzmaßnahmen noch in Ausarbeitung befinden. Nachdem der Bau bereits Mitte 2019 starten soll, braucht es dringend entsprechende Maßnahmen.

Vor dem Hintergrund, dass insbesondere der Süden von Graz von einer enormen Verkehrsbelastung betroffen ist, müssen zeitnah Lösungskonzepte vorgelegt und die ersten Umsetzungsmaßnahmen in Zusammenarbeit mit ÖBB und Gemeinden getroffen werden. Darüber hinaus sollten für die Zeit nach Fertigstellung der Koralmbahn Infrastrukturplanungen realisiert werden, die den aktuellen Gegebenheiten entsprechen. Sich auch in Zukunft auf einem veralteten Regionalen Verkehrskonzept auszuruhen, wird unweigerlich zum Verkehrskollaps im geschilderten Bereich führen.

 

Es wird daher folgende

Frage

gestellt:

Welche konkreten Maßnahmen werden Sie setzen, um ein leistungsfähiges und zukunftsorientiertes Infrastrukturnetz im Süden von Graz, insbesondere während der Bauzeit der Koralmbahn und auch darüber hinaus, zu gewährleisten?


Unterschrift(en):
LTAbg. Mag. Stefan Hermann (FPÖ)