LANDTAG STEIERMARK
XVII. GESETZGEBUNGSPERIODE


EZ/OZ: 2500/1

Selbstständiger Antrag von Abgeordneten (§ 21 GeoLT)

eingebracht am 07.06.2018, 15:11:51


Landtagsabgeordnete(r): LTAbg. Lambert Schönleitner (Grüne), LTAbg. Sandra Krautwaschl (Grüne), LTAbg. Dipl.-Ing.(FH) Lara Köck (Grüne)
Fraktion(en): Grüne
Zuständiger Ausschuss: Infrastruktur
Regierungsmitglied(er): Landesrat Anton Lang

Betreff:
Zukunftsfähige Elektromobilität in der Steiermark durch Ausbau und Vereinheitlichung der Ladeinfrastruktur

Die Steiermark hat sich zum Ziel gesetzt, die Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 36 Prozent gegenüber 2005 zu senken. Das Ziel kann aber nur erreicht werden, wenn das Energieeffizienzziel „Plus 30 % Energieeffizienz“ erreicht wird. Das bedeutet, dass der Endenergiebe­darf der Steiermark bis 2030 trotz prognostizierter positiver wirtschaftlicher Entwicklung gegenüber dem heutigen Niveau gesenkt werden muss. Im Verkehrsektor sind die Treibhausgasemissionen seit 1990 etwa um 60 Prozent gestiegen. Ein rascherer Ausbau des öffentlichen Verkehrs und die Umstellung auf Elektroantriebe für Pkw, Lkw und Busse sind notwendig, um die Klimaziele zu erreichen.

Obwohl die Anzahl der Elektrofahrzeuge derzeit noch immer überschaubar ist, gewinnt diese Form der Mobilität in Österreich und auch in der Steiermark immer mehr an Bedeutung. In der Klima- und Energiestrategie 2030 ist dazu zu lesen:

„Alle Formen der aktiven Mobilität (wie Zufußgehen oder mit dem Rad fahren) sollen gestärkt werden und neue Technologien für effiziente und klimascho­nendere Fahrzeuge, insbesondere die der Elektromobilität, gilt es vermehrt einzuset­zen. Von zentraler Bedeutung ist es daher, die Bevölkerung über entsprechende An­gebote und Vorteile dieser Mobilitätsformen zu informieren und mögliche Barrieren abzubauen. ... Der Switch zur Elektromobilität, gasbetriebenen Fahrzeugen oder Hybridmotoren auf Basis erneuerbarer Energieträger bieten die Möglichkeit, die motorisierte Mobilität effizienter und klimafreundlicher zu gestalten. Damit diese Technologien eine hohe Durchdringung erfahren, bedarf es neben entsprechender Information und Beratung den Aufbau notwendiger Infrastruktur (Ladestationen, flächendeckendes, alternatives Treibstoffangebot).“

In der Landesstrategie Elektromobilität 2030 wird darauf hingewiesen, dass eine moderne Anwendung für ein einheitliches Zugangssystem inklusive Abrechnungsmodul sowie einem „Roaming-System“, ähnlich den Mobiltelefonsystemen, mit einem europaweiten Zugang zu allen Anbietern von E-Tankstellen bzw. Ladestationen entwickelt werden soll.

Derzeit gibt es aber noch zu wenig Ladestationen, vor allem zu wenige Schnellladestationen. Zudem ist die Nutzung dieser Stationen nicht vereinheitlicht und auch teilweise zu umständlich. Die Energie Steiermark etwa verlangt eine Mobilitätskarte, ohne diese Karte kann nicht geladen werden. Nur wenn die Nutzung der Ladeinfrastruktur einfach und komfortabel ist, wird Elektromobilität erfolgreich sein. Strom laden muss so einfach wie möglich sein.


Es wird daher der

Antrag

gestellt:

Der Landtag wolle beschließen:

Die Landesregierung wird aufgefordert, den Aufbau eines Netzes von einheitlichen und leicht zugänglichen Ladestationen voranzutreiben.


Unterschrift(en):
LTAbg. Lambert Schönleitner (Grüne), LTAbg. Sandra Krautwaschl (Grüne), LTAbg. Dipl.-Ing.(FH) Lara Köck (Grüne)